Archiv der Kategorie: Geistlicher Impuls

Tagesandacht zum 8.5.2020 (55. Tag der Ausgangssperre)

Count-Down für unseren ersten Gottesdienst 

in Gran Canaria nach der Ausgangssperre:

Noch 9 Tage (Noch 9 mal Schlafen) bis Sonntag, 17.5. um 11.15 Uhr

im Templo Ecumenico, Playa del Ingles

Liebe Freundinnen des Lichtblicks,

Leben und Tod, das sind die Koordinaten unseres Lebens. Karfreitag und Ostern! „Euer Herz lasse sich nicht verwirren“, lesen wir im heutigen Evangelium. Vieles kann uns in diesen Tagen und Zeiten verwirren. Doch lassen wir unseren Glauben an die Auferstehung Jesu Christi, der auch uns damit das ewige Leben erschlossen hat, in diesem Lichtblick wieder neu stärken. Zunächst aber lädt uns das folgende Lied ein, uns auf unserer Andacht zu konzentrieren:

Ins Wasser fällt ein Stein

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Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.

Niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Halleluja

Heute können wir mit dem Heiligen Thomas von Aquin beten:

Barmherziger Gott, gib,
dass wenn ich nicht äußerlich 
das Sakrament des Leibes und Blutes des Herrn empfangen kann,
doch innerlich dessen Wesen und Kraft erfahre,
dass ich verdiene,
Christus im Gebet ganz einverleibt zu werden.
Liebreichster Vater,
lass mich deinen geliebten Sohn,
der sich mir in dieser geistlichen Kommunion schenkt,
einst ewig schauen.

(in Anlehnung an Thomas von Aquin, Original: GL 8,4)

Um das Evangelium besser zu verstehen, lesen wir:

Die Jünger haben Mühe, zu begreifen, was Jesus mit seinem Weggehen meint: „Wir wissen nicht, wohin du gehst“. Sie haben Angst. Gegen die Angst gibt es nur ein Mittel: „Glaubt an Gott, und glaubt an mich!“. Der Glaube, den Jesus fordert, ist Vertrauen und Hoffnung. Die Trennung ist keine endgültige; im Haus des Vaters, d. h. im Reich Gottes, ist Platz für alle. Thomas möchte eine direkte, unverhüllte Auskunft über das Ziel und den Weg Jesu, der ja auch der Weg des Jüngers sein wird. Jesus nennt das Ziel nur nebenbei: „zum Vater“, zur bleibenden Gemeinschaft mit Gott. Dorthin gibt es einen einzigen Weg: 

Ich bin der Weg. Jesus ist der Weg, weil er die Wahrheit sucht, der Weg ist nicht vom Ziel getrennt; wer ihn geht, wer die Wahrheit sucht, der hat, weil er Jesus hat, auch das Leben, jetzt schon. 



Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich!

Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?

Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.

Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr.

Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?

Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Halleluja (Taize)

Wir befreien unser Herz durch die folgenden Bitten:

Wir bitten Jesus Christus, unseren Herrn, der uns den Weg in das Haus des Vaters zeigt:

Befreie die Herzen der Gläubigen von Angst und Sorge.

Lass die Menschen dich suchen und bei dir Ruhe finden.

Neige dich allen zu, die deine Hilfe brauchen.

Gib, dass wir in deinem beständigen Schutz geborgen sind.

Denn du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Auf dich setzen wir unsere Hoffnung. Dir sei Dank und Ehre in Ewigkeit

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Jacques Offenbach – Ave Maria

Tagesandacht zum 6.5.2020 (53. Tag der Ausgangssperre)

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Ich bin das Licht der Welt.

Wer mir nachfolgt, hat das Licht des Lebens.

Halleluja.

Liebe FreundInnen des Lichtblicks, 

Jesus Christus will nicht der Richter der Welt sein, sondern der Retter der Welt. Er will nicht die Welt in Finsternis, sondern im Licht. Aber die Welt muss sich entscheiden. Wer meine Worte nicht annimmt, hat seinen Richter, sagt Jesus im heutigen Evangelium. Sein Wort annehmen, das dauert ein ganzes Leben hindurch und beginnt jeden Tag neu.

„Du bist das Licht der Welt“ Gemeindelied – gesungen von Lila

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Gütiger Gott,

du bist das Leben der Gläubigen,

der Reichtum der Armen,

die Freude der Auserwählten.

Wir sehnen uns nach deinen Verheißungen.

Stärke unsere Hoffnung

und schenke uns überreiche Erfüllung.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Um das Evangelium besser zu verstehen, lesen wir:

In diesem Abschnitt fasst Johannes die großen Themen der Predigt Jesu zusammen: glauben und sehen, Licht und Finsternis, hören und bewahren, richten und retten. Nur der Glaubende kann sehen: er sieht in Jesus nicht nur einen außerordentlichen Menschen, sondern den, der vom Vater als das Licht in die Welt gekommen ist. Licht heißt im Johannesevangelium: Wahrheit, Leben, Freude, Heil. Den göttlichen Ursprung Jesu und das Ziel seiner Sendung erkennen, da ist Glaube. Wer glaubt, nimmt das Licht auf und wird vom Licht aufgenommen. Er hat sich für das Leben entschieden; die Auferstehung und das Gericht liegen hinter ihm.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit

rief Jesus aus: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat,

und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat.

Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.

Wer meine Worte nur hört und sie nicht befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten.

Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn richten am Letzten Tag.

Denn was ich gesagt habe, habe ich nicht aus mir selbst, sondern der Vater, der mich gesandt hat, hat mir aufgetragen, was ich sagen und reden soll.

Und ich weiß, dass sein Auftrag ewiges Leben ist. Was ich also sage, sage ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.

Gehet nicht auf, in den Sorgen dieser Welt

Wachse Jesus, wachse in mir, 
in meinem Geist, 
in meinem Herzen, 
in meiner Vorstellung, 
in meinen Sinnen.

Wachse in mir in deiner Milde, 
in deiner Reinheit, 
in deiner Demut, 
deinem Eifer, 
deiner Liebe.

Wachse in mir mit deiner Gnade, 
deinem Licht und deinem Frieden.
Wachse in mir 
zur Verherrlichung deines Vaters,
zur größeren Ehre Gottes.

(Piere Olivaint, GL 6,5)

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns 
Sünder
jetzt und in der Stunde unseres 
Todes.

Mendelssohn: Ave Maria | Toronto Mendelssohn Choir

youtube.com/watch?v=EQGm4Tijg2A

Tagesandacht zum 5.5.2020 (52. Tag der Ausgangssperre)

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Meine Schafe hören auf meine Stimme;

ich kenne sie, und sie folgen mir.

Halleluja.

Liebe FreundInnen des heutigen Lichtblicks, 

wenn wir von der Kirche sprechen, meinen wir die Gemeinschaft von Menschen, ihren Glauben an Jesus Christus bekennen. Ihnen hat Gott der Vater durch Jesus Christus Gnade und Frieden geschenkt. Die österliche Verkündigung spricht immer wieder von der Kirche von der Gemeinschaft der Glaubenden. Die Lesungen der Osterzeit beschreiben immer wieder, dass sich der Glaube an Jesus Christus ausbreitet. Wichtiger aber ist der Gedanke: Der Herr selbst führt seine Kirche durch den Heiligen Geist. Das gilt für alle Zeit und vor allem in Zeiten der Krise. Auch heute ist es der Herr selbst, der seine Kirche zusammenhält und wachsen lässt in diesem Lichtblick wollen wir ihn bitten, dass er den Glauben und die Liebe in uns vermehre.

Und mit Schwung geht es in den heutige Tagesandacht:

Aufstehen, aufeinander zugehen


Gebet
Jesus Christus, durch Dich hat Gott ein Gesicht bekommen. Du hast mit den Kindern gelacht, mit den Trauernden geweint, konntest wütend werden und intensiv zuhören. All das hat sich sicherlich auch in Deinem Gesicht widergespiegelt. Wir tragen nun Atemschutzmasken, um der Corona Pandemie entgegen zu wirken. Unsere Mimik ist nicht mehr erkennbar. Du aber schaust uns weiter an. Wir bitten dich, hilf uns, dass wir jetzt besonders mit unseren Augen und unserer Stimme achtsam und liebevoll unserem Gegenüber begegnen. Amen.
Jesu Worte im Johannes-Evangelium scheinen auf dunkel, ja, fast widersprüchlich zu sein. So heißt es: die Menschen, die der Vater dem Sohn gegeben hat, folgen ihm. Wer ihm nicht folgt, gehört nicht zu ihm; also muss man doch annehmen: der Vater hat sie ihm nicht gegeben. Gleichwohl wirbt Jesus um alle. Aber die, die den Beweis dafür wollen, dass Jesus der Messias ist, werden abgewiesen. Zu Jesus findet man nicht, wenn man versucht, seinen eigenen Verstand zu Maßstab zu machen. Nur wer sich auf Jesu Ruf einlässt, der erkennt in der Nachfolge, dass Jesus der Gesandte Gottes ist.



Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes In Jerusalem fand das Tempelweihfest statt. Es war Winter, und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab. Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange noch willst du uns hinhalten? Wenn du der Messias bist, sag es uns offen! Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab; ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.


Fürbitte
Für alle, die in den Krankenhäusern oft unter erschwerten Bedingungen auf den Intensivstationen für schwerkranke Menschen da sind.
Für alle, die einsam und alleine sind und sich so sehr danach sehnen, wieder einmal in den Arm genommen zu werden.
Für alle, die in den politischen Ämtern wichtige Entscheidungen für die nächsten Monate zu treffen haben.
Für uns selbst, dass wir den langen Atem der Zuversicht behalten und unseren Nächsten mit seinen Sorgen und Nöten nicht aus dem Blick verlieren

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Corona Chor – Möge die Straße

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns 
Sünder
jetzt und in der Stunde unseres 
Todes.

ave maria, Caccini

Tagesandacht zum 4.5.2020 (51. Tag der Ausgangssperre)

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Christus ist vom Tod erstanden; er stirbt nicht mehr.

Gebrochen ist die Macht des Todes. Halleluja.

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

vor drei Wochen durften wir Ostern feiern. Inzwischen ist auch, wegen der Krise, bei vielen die Festfreude verblasst. Die Tage sind geprägt von der Sorge um die Zukunft. Die Kirche möchte in ihrer Liturgie die festliche Freude wachhalten. 50 Tage hindurch wollen wir feiern! Wir sollten unser Herz weit machen und so viel österliche Freude nach draußen tragen, gerade in der Krise ist dies ein besonderes Zeichen.

 Heute beschäftigen wir uns mit einer entscheidenden Frage für die frühe Kirche: Ist Gottes Sohn Mensch geworden nur für die verlorenen Schafe des Hauses Israel? Der Geist Gottes selbst gibt die Antwort. Er führt Petrus, den ersten der Apostel, zu den Heiden, denn auch für sie ist Jesus gestorben. Auch für sie: das heißt: auch für uns! 

Herzliche Einladung zum heutigen Lichtblick, möge dieser Tag uns viel Segen schenken!

Lassen wir uns durch Franz Schubert zum heutigen Lichtblick einladen:

Die Lesung beschreibt einen entscheiden Zeitpunkt der Geschichte des Christentums. Um die Lesung besser zu verstehen, lesen wir als Vorbereitung den folgenden Text:

In Apg 10-11 steht die ausführlichste Bekehrungsgeschichte des ganzen Neuen Testaments. Die Ausführlichkeit hat ihren Grund: es handelt sich um die Aufnahme des ersten Heiden (griechisch-römische Umwelt) in die Kirche und damit um die offizielle Eröffnung der Heidenmission. Bis jetzt hat sich die Predigt der Apostel nur an Juden gerichtet; der Schritt in die Welt des Heidentums war schwieriger, als wir uns heute vorstellen können. Die Macht der jüdischen Überlieferung und auch der Vorurteile gegenüber den Nichtjuden war so stark, dass Gott selbst eingreifen musste. Lukas legt Wert darauf, festzustellen, dass dieser Schritt nicht etwa von Paulus getan wurde, sondern von Petrus, und dass er von der Gemeinde in Jerusalem wenigstens nachträglich gebilligt wurde. „Gott hat also auch den Heiden die Umkehr zum Leben geschenkt“ (11,18); denn „in jedem Volk ist der bei Gott willkommen, der ihn fürchtet und tut, was recht ist“ (10,35). – Diese Botschaft ist heute auf neue Weise aktuell. 

Lesung aus der Apostelgeschichte

In jenen Tagen

erfuhren die Apostel und die Brüder in Judäa, dass auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hatten.

Als nun Petrus nach Jerusalem hinaufkam, hielten ihm die gläubig gewordenen Juden vor:

Du hast das Haus von Unbeschnittenen betreten und hast mit ihnen gegessen.

Da begann Petrus, ihnen der Reihe nach zu berichten:

Ich war in der Stadt Joppe und betete; da hatte ich in einer Verzückung eine Vision: Eine Schale, die aussah wie ein großes Leinentuch, das an den vier Ecken gehalten wurde, senkte sich aus dem Himmel bis zu mir herab.

Als ich genauer hinschaute, sah ich darin die Vierfüßler der Erde, die wilden Tiere, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels.

Ich hörte auch eine Stimme, die zu mir sagte: Steh auf, Petrus, schlachte, und iss!

Ich antwortete: Niemals, Herr! Noch nie ist etwas Unheiliges oder Unreines in meinen Mund gekommen.

Doch zum zweiten Mal kam eine Stimme vom Himmel; sie sagte: Was Gott für rein erklärt hat, nenne du nicht unrein!

Das geschah dreimal, dann wurde alles wieder in den Himmel hinaufgezogen.

Da standen auf einmal drei Männer vor dem Haus, in dem ich wohnte; sie waren aus Cäsarea zu mir geschickt worden.

Der Geist aber sagte mir, ich solle ohne Bedenken mit ihnen gehen. Auch diese sechs Brüder zogen mit mir, und wir kamen in das Haus jenes Mannes.

Er erzählte uns, wie er in seinem Haus den Engel stehen sah, der zu ihm sagte: Schick jemand nach Joppe, und lass Simon, der Petrus genannt wird, holen.

Er wird dir Worte sagen, durch die du mit deinem ganzen Haus gerettet werden wirst.

Während ich redete, kam der Heilige Geist auf sie herab, wie am Anfang auf uns.

Da erinnerte ich mich an das Wort des Herrn: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden.

Wenn nun Gott ihnen, nachdem sie zum Glauben an Jesus Christus, den Herrn, gekommen sind, die gleiche Gabe verliehen hat wie uns: wer bin ich, dass ich Gott hindern könnte?

Als sie das hörten, beruhigten sie sich, priesen Gott und sagten: Gott hat also auch den Heiden die Umkehr zum Leben geschenkt.

Bitten wir um Frieden in dieser herausfordernden Zeit


Schon das Volk Israel hatte Sehnsucht, seinem Gott zu begegnen. Auch wir Christen warten auf die Öffnung der Kirchen und unsere Gottesdienste:
          Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,

so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.

          Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.

  Wann darf ich kommen und Gottes Antlitz schauen? – (

          Sende dein Licht und deine Wahrheit,

          damit sie mich leiten;

          sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg

          und zu deiner Wohnung.

          So will ich zum Altar Gottes treten,

          zum Gott meiner Freude.

          Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben,

          Gott, mein Gott.

R Meine Seele dürstet nach Gott,

          nach dem lebendigen Gott

Gott, wir bitten Dich: Schau auf unser Leben:

Herr Jesus Christus, bleibe bei uns als das Licht in unserer Finsternisals die Macht in unserer Ohnmachtals das Leben in unserem Todals der Trost in unserem Leidals die Kraft in unseren Versuchungenals das Erbarmen in unserer Friedlosigkeitals die Hoffnung in unserem Sterben als das Leben unseres Lebens.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns 
Sünder
jetzt und in der Stunde unseres 
Todes.
Amen.

George Bizet „Ave Maria“ singt Tatiana Rubinskaya

Tagesandacht zum 3.5.2020 (50. Tag der Ausgangssperre)

4. Sonntag der Osterzeit

Halleluja. Halleluja.(So spricht der Herr:)Ich bin der gute Hirt;ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.Halleluja. 

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Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

Mit dem Bild vom guten Hirten beschreibt Jesus seine Beziehung zu uns Menschen. Es ist ein schönes Bild. Es drückt Vertrauen, Liebe und Hingabe aus. Das wird erfahrbar, wenn wir im Evangelium die Stimme des guten Hirten hören oder wenn wir in der Eucharistiefeier das Brot des Lebens gereicht bekommen. Heute ist auch Weltgebetstag um geistliche Berufe. Wir wollen Jesus, den Hirten seiner Kirche bitten, Menschen in seine besondere Nachfolge zu rufen, aber auch um die Einsicht, was jeder von uns tun kann, dass Menschen diesen Ruf hören und ihm folgen. 

Eine wunderbare Filmmusik (Cinema Paraiso) lädt uns zur Ruhe für den heutigen Lichtblick ein

Heute dürfen wir beten:

Herr, unser Gott,

du führst uns, deine Kirche, wie ein Hirte seine Schafe.

Hilf uns, dass wir immer auf deine Stimme hören, damit wir alle zum Leben gelangen.

So bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

So verstehen wir das Evangelium besser:

Hirt und Herde sind bei einem Hirtenvolk selbstverständliche Bezeichnungen für Herrscher und Volk, auch für Lehrer und Gemeinde. Im Alten Testament wird Gott der Hirt seines Volkes genannt. Wenn Jesus nun sich als den guten Hirten bezeichnet und als die Tür zum Leben, so liegt darin ein ungeheurer Anspruch: Er selbst ist für die Menschen die Offenbarung Gottes; es gibt keine rettende Wahrheit und keinen Weg zum Leben außer ihm. Wer in der Gemeinde als Hirt und Lehrer aufgestellt ist, steht im Dienst und unter dem Gericht dieses „guten Hirten“.

Das Halleluja bereitet uns auf die Frohe Botschaft vor

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus:
Amen, amen, ich sage euch:
Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht,
sondern anderswo einsteigt,
der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht,
ist der Hirt der Schafe.
Ihm öffnet der Türhüter
und die Schafe hören auf seine Stimme;
er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen
und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat,
geht er ihnen voraus
und die Schafe folgen ihm;
denn sie kennen seine Stimme.
Einem Fremden aber werden sie nicht folgen,
sondern sie werden vor ihm fliehen,
weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.
Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus;
aber sie verstanden nicht den Sinn
dessen, was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen:
Amen, amen, ich sage euch:
Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen,
sind Diebe und Räuber;
aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür;
wer durch mich hineingeht,
wird gerettet werden;
er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb
kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten;
ich bin gekommen,
damit sie das Leben haben
und es in Fülle haben.

Das Corona-Virus ist Teil der Schöpfung – und damit des Tragischen. Von dieser Realität befreit uns nichts, nicht einmal ein bestens organisiertes Leben.

Danach wird nichts mehr so sein, wie es vorher war. Dieser Spruch wurde auch angesichts der Corona-Epidemie vielfach verbreitet. Die Aussage ist trivial, denn niemals wiederholt sich im Vergehen der Zeit Früheres. Niemand steigt zweimal in denselben Fluss. Wohl aber möchten die Menschen in und nach Krisen, dass es später bestens weitergeht. Daher überbieten sich gegenwärtig Wirtschaftsleute und Politiker mit Forderungen – auch zu eigenen Gunsten –, Einschränkungen des Konsums zurückzunehmen. Die Liberalsten hoffen, so im Wettbewerb am meisten zu gewinnen. Ausgerechnet von den Grünen, der Öko-Partei, kommt sogar der Vorschlag, Konsumgutscheine zu verteilen, um das Geschäft anzukurbeln, damit es wieder floriert. Überall wird gejammert: über den Niedergang des Flugverkehrs, des Tourismus, der Autoindustrie, des Sportkommerzes usw. Dabei sagen die Wissenschaftler, das „Herunterfahren“ habe der Umwelt gutgetan, dem Klima geholfen, die Verschmutzung, den exzessiven Ressourcen- und Energieverbrauch reduziert. Jetzt soll all das, was Umweltschützer verlangten, von Übel sein?

Die Virologen wiederum warnen vor zu viel Laschheit, vor einer womöglich noch schlimmeren zweiten Welle der Ausbreitung des Corona-Erregers. Er scheint sehr rätselhaft zu sein. Die medizinischen und pharmakologischen Experten wirken überrascht und irritiert, was die Ansteckungswege, die Gefährlichkeit, die organischen Auswirkungen betrifft. Noch ist zu wenig erforscht. Daher beruht nahezu alles, was momentan von verschiedensten Seiten als Ausweg verkündet wird, auf purer Spekulation, auf Vermutungen, Nichtwissen. Es ist insofern nachlässig, verführerisch, wenn die Menschen in ihrer Ungeduld mit bloßen Versprechungen gelockt werden, statt das Volk aufklärerisch zu mehr Geduld hin zu erziehen. Wir jagen einem Fetisch „Öffnung“ nach. Dabei sind wir mit dem Notwendigsten, Nahrungsmitteln, doch gut versorgt.

Allmählich erhebt sich ebenfalls wieder die Schuldfrage. Sind die Chinesen, ist Ischgl, eine italienische Regionalregierung, Macron, Trump oder wer auch immer der Übeltäter? Irgendwer muss es doch sein, so die Vorstellung. Wir haben verlernt, mit dem Tragischen, Zufälligen zu leben, dass niemand schuld sein muss. Das Corona-Virus ist in der Welt wie alle Krankheitserreger. Es ist Teil der Evolution, der Schöpfung – und somit des Tragischen. Von dieser Realität befreit uns nichts, nicht einmal ein bestens organisiertes Leben. Im Religiösen wussten wir um die strukturelle Endlichkeit, Begrenztheit von allem, theologisch „Erbsündigkeit“ genannt. Aber auch um die Gnade, um Barmherzigkeit. Mit Gottes Heilszusage wird es nachher genauso sein, wie es vorher war. Hoffen wir. (CiG)

Auf seine Stimme hören und seiner Spur folgen: darauf kommt es an. – Hier ist der Ort und jetzt ist die Zeit, meinen Alltag zu unterbrechen, mich neu auszurichten an dem, was meinem Leben Sinn und Tiefe gibt

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Nun hören wir das Lied vom „ Guten Hirten“ (Good sheperd)

Am Sonntag sprechen wir das Apostolische Glaubensbekenntnis.

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn. unsern Herrn.

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters:

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige katholische Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. Amen

Lass uns beten zu unserem Herrn Jesus Christus, dem Guten Hirten seines Volkes:

Wir beten für alle, die ein geistliches Amt ausüben und dir in besonderer Weise nachfolgen!

Wir beten für alle Eheleute, dass sie jeden Tag das leben, was Sie sich bei der Trauung versprochen haben!

Wir beten für die jungen Menschen, die eine Entscheidung für einen Beruf treffen müssen, dass sie auch auf dich hören und einen Beruf wählen, der sie wirklich erfüllt!

Wir beten für unsere Familien und Gemeinden, dass sie ein guter Boden sind, auf dem geistliche Berufe wachsen können.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns 
Sünder
jetzt und in der Stunde unseres 
Todes.
Amen.

Der Dresdner Kreuzchor singt das „Ave Maria“ von Karl May. Richtig gehört, von Karl May, dem Helden unserer Kindertage von Kara Ben Nemsi Effendi und Old Shatterhand, er hat auch komponiert!

Tagesandacht zum 2.5.2020 (49. Tag der Ausgangssperre)

Namenstag des Heiligen Athanasius von Alexandrien (Ägypten)

Zur Einstimmung auf den heutigen Lichtblick ein kleiner Film mit netter Musik. Auch wer kein Spanisch spricht, kann den Sinn leicht verstehen:

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

heute lernen wir einen der berühmtesten Personen der Alten Kirchengeschichte kennen. Athanasius mit dem Beinamen „der Große“, dessen Namenstag wir heute feiern, ist einer der bedeutendsten Kirchenlehrer der alten Zeit. Er wurde um 295 in Alexandrien (Ägypten) geboren. 325 nahm er als Diakon seines Bischofs am Konzil von Nizäa teil. Gegen die arianische Irrlehre war er ein unermüdlicher Verteidiger der Lehre von der wahren Gottheit Christi, wie sie vom Konzil von Nizäa (heute Türkei) definiert worden war: Christus ist der Sohn Gottes, „gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“. Da auch die Staatsgewalt auf Seiten der Irrlehrer stand, musste Athanasius wiederholt aus Alexandrien fliehen: siebzehn Jahre seines Lebens verbrachte er im Exil. Seine zahlreichen Schriften dienen vor allem der Erklärung und Verteidigung des wahren Glaubens. Athanasius hat auch das berühmte Leben des heiligen Abtes Antonius geschrieben.  Er starb 373 in Alexandrien.

Ein Bild aus der orthodoxen Tradition und ein Buchtipp:

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Weitere Infos zum Heiligen Athansios: https://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Athanasios_von_Alexandria.html

Die Kirche betet heute:

Allmächtiger, ewiger Gott,

du hast dem heiligen Bischof Athanasius

den Geist der Kraft und der Stärke verliehen,

so dass er die Lehre von der wahren Gottheit

deines Sohnes unerschrocken verteidigte.

Höre auf die Fürsprache dieses heiligen Bekenners.

Hilf uns, an der Botschaft festzuhalten,

die er verkündet hat,

und gib, dass wir unter seinem Schutz

dich tiefer erkennen und inniger lieben.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Das Evangelium steht besonders in Bezug auf das Schicksal des Heiligen Athanasius. Die Jünger Jesu erleiden das Schicksal dessen, der sie sendet: man wird sie hassen und verfolgen. „Man“, das sind „die Menschen“; nach 10,22 sind es „alle“: alle, die sich der Botschaft Jesu verschließen, die Nichtchristen also, Juden und Heiden. In der Geschichte des Christentums ist allerdings auch der Fall eingetreten, dass Christen von Christen um ihres Glaubens willen verfolgt wurden, und das ist bitter. Auch hier gilt: Ein Jünger steht nicht über seinem Meister. Für die Zeit der Verfolgung werden dem Jünger zwei Verhaltensweisen aufgetragen, die freilich nicht auf einer Ebene stehen: die Standhaftigkeit und die Flucht. Die Flucht kann in einer konkreten Situation ein Gebot der Klugheit sein, vielleicht sogar eine Form der Standhaftigkeit. Standhaftigkeit aber bedeutet, unter dem Kreuz auszuharren „bis ans Ende“; ihr gilt die Verheißung Jesu.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht in eine andere. Amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels, bis der Menschensohn kommt.

Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn.

Der Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm geht wie seinem Meister, und der Sklave, dass es ihm geht wie seinem Herrn.

Trost in einer Zeit voller Unruhe und Angst um uns herum. 

Auch Corona kann uns nicht schrecken

Meine Zeit steht in deinen Händen

Fürbitte
Guter Gott, ich bitte Dich für alle, die sich für einen verständlichen Unterricht einsetzen.
Guter Gott, ich bitte Dich für alle, die mit Kreativität und Liebe die Kinder und Jugendlichen auf den Empfang der Ersten Heiligen Kommunion und auf das Sakrament der Firmung an einem noch unbekannten Termin vorbereiten.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns 
Sünder
jetzt und in der Stunde unseres 
Todes.
Amen.

Ave Maria – Bruckner

Tagesandacht zum 1.5.2020 (48. Tag der Ausgangssperre)

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Seht, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären.Sein Name ist: Immanuel – Gott mit uns.

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

Der Mai gilt in der katholischen Kirche traditionell als „Marienmonat“. Die Gottesmutter wird in der christlichen Spiritualität zugleich als Sinnbild für die lebensbejahende Kraft des Frühlings und seine überbordende Fruchtbarkeit verstanden und etwa als „Maienkönigin“ verehrt. Wie sehr Maria mit dem Frühling verbunden wird, zeigt sich unter anderem in dem Umstand, dass auf der südlichen Halbkugel der Marienmonat nicht im Mai, sondern im November, dem dortigen Frühling gefeiert wird. Maria steht am Beginn des Heilswerkes Gottes und symbolisiert somit den „Frühling des Heils“.

Maria, Maienkönigin

Im Zentrum der Marienfrömmigkeit steht u.a. die Demut, lateinisch „humilitas“, die in enger Verbindung mit „humus“ – Erde – steht. Sie wird so zum Sinnbild einer „Frau des Volkes“ und ist den Gläubigen in besondere Weise nahe, indem in ihr Göttliches und Menschliches verschmelzen.

Die besondere Verehrung Mariens blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits im Mittelalter wurden Maifeste heidnischen Ursprungs christlich umgedeutet. Im Laufe der Geschichte kristallisierte sich vermehrt die marianische Prägung dieser Feste heraus und mündete in den sogenannten Maiandachten.

Neben dem Marienmonat kennt das Kirchenjahr noch eine große Anzahl anderer Marienfeste. Die fünf wichtigsten Marienfeste sind das Hochfest Mariä Empfängnis (8. Dezember), das Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Januar), das Fest Mariä Heimsuchung (2. Juni), das Fest Mariä Geburt (8. September) und das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel (15. August).

Wir können am Anfang des Marienmonats beten:

Gott, du bist groß und unbegreiflich.Nach deinem Willen ist dein ewiges Wortim Schoß der Jungfrau Maria Mensch geworden.Gläubig bekennen wir,dass unser Erlöser wahrer Gott und wahrer Mensch ist.Mache uns würdig,Anteil zu erhalten an seinem göttlichen Leben.Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, unseren Herrn!

Gott wartet immer wieder neu auf das „Ja“ von uns Menschen zu seinem Angebot des Lebens. Darin ist Maria für uns ein besonderes Vorbild. So lesen wir es immer wieder in dieser berühmten Textstelle:

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit wurde der Engel Gabriel
von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazareth
zu einer Jungfrau gesandt.
Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt,
der aus dem Haus David stammte.
Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein
und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete,
der Herr ist mit dir.
Sie erschrak über die Anrede
und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria;
denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
Siehe, du wirst schwanger werden
und einen Sohn wirst du gebären;
dem sollst du den Namen Jesus geben.
Er wird groß sein
und Sohn des Höchsten genannt werden.
Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen
und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria sagte zu dem Engel:
Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
Der Engel antwortete ihr:
Heiliger Geist wird über dich kommen
und Kraft des Höchsten wird dich überschatten.
Deshalb wird auch das Kind heilig
und Sohn Gottes genannt werden.
Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte,
hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen;
obwohl sie als unfruchtbar gilt,
ist sie schon im sechsten Monat.
Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria:
Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe, wie du es gesagt hast.
Danach verließ sie der Engel

Maria ist die „Kampfansage Gottes gegen jeden Egoismus der Menschen“:

Papst Johannes Paul II hat in einer Ansprache einmal bemerkt: Im Deutschen ist ein Wort besonders wichtig: das kleine Wort „ich“. 

Was habe ich davon? Was bringt das für mich? Dazu habe ich keine Lust!

Wir achten sehr darauf, uns selbst zu verwirklichen und wenn wir uns engagieren, dann muss das etwas bringen, dann wollen wir die Lorbeeren auch selber einheimsen.

Also fragen wir: Nützt es mir? Wenn ja dann ist es gut! Springt nichts dabei heraus? Dann weg damit!

Wer so ausgerichtet ist, hat weder für seinen Nächsten, noch für Gott viel Aufmerksamkeit übrig. Und damit hat er keinen Platz für den Armen, der jetzt meine Hilfe braucht, für den Kranken der nach Unterstützung sucht und für den Ungeduldigen der mein Verständnis braucht. 

Ganz anders verhält sich Maria. Bei ihr hören wir das Wort: Mir geschehe, wie du es gesagt hast. Maria erklärt nicht sich zum Maßstab und zum Maß aller Dinge, sondern sie reagiert völlig anders: Was du, Gott, sagst!

Das macht sie zu der Frau, von der eine Umkehr im Leben eines Menschen ausgehen kann. Wenn mir diese eigene Bekehrung, Abkehr und Umkehr gelingt, wenn auch ich sagen kann: Was du gesagt hast, das geschehe, dazu bin ich bereit, dann tritt das Wort „ich“ auch in meinem Leben in den Hintergrund. 

Eine Haltung, die uns besonders helfen kann, diese Krise zu überwinden. Maria hat sich auf Gott eingelassen, und sie hat Gott eingelassen in ihr Leben. Wo immer das geschieht, da ändert sich die Welt. Durch einen Menschen mehr, der aufhört zu fragen: Was habe ich davon? Sondern der sagt: Was kann ich für dich tun?

Maria, breit den Mantel aus

 Maria, Hilfe der Christen, bitte für uns! Deiner mütterlichen Liebe und Fürsprache empfehlen wir uns und alle, die sich voll Zuversicht an dich im Monat Mai wenden!

 Zu dir kommen die Kranken und Leidenden dieser Zeit! Sie beten um Gesundheit der Seele und des Leibes. Hilf ihnen ihre Krankheiten zu tragen, lindere ihre Schmerzen und erbitte ihnen darin Trost.

Zu dir gehen die Blicke der Einsamen und Verlassenen in diesen schwierigen Momenten, vor dir weinen auch die Trauernden. Lass sie erfahren, dass du unter dem Kreuz unsere Mutter geworden bist und vor allem denen mütterlich nahe bist, die deiner Hilfe besonders bedürfen!

 Vor dir stehen die Alten, die wissen, dass ihr Leben in diesen Tagen besonders gefährdet ist oder die sich bewusst werden, dass ich ihr Leben dem Ende zuneigt. Mit ihnen beten wir, heilige Maria sei uns nahe! 

Vor dir stehen die jungen Menschen, die in das Leben hineingehen belastet mit den Auswirkungen der Krise. Leuchte ihnen als heller Stern in den Dunkelheiten dieser Zeit und lasst sie den Weg des Glaubens nicht verlassen!

 Vor dir stehen die Menschen in der Mitte des Lebens. Lass sie nicht mutlos werden, stärke sie in ihren täglichen Aufgaben und führe sie immer tiefer in die Nachfolge deines Sohnes!

 Zu dir kommen die Gesunden und Glücklichen in dieser Zeit, die das Virus überstanden haben. Erhalte in ihnen die Freude und Dankbarkeit und mache sie hilfsbereit für die Not ihrer Mitmenschen nah und fern!

Segne du Maria

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns 
Sünder
jetzt und in der Stunde unseres 
Todes.
Amen.

Renée Fleming; „Ave Maria“; Charles Gounod

Ein letzter Mariengruss im heutigen Lichtblick zum 1. Mai: Ich weiß, Text und Melodie werden einige von uns als zu herzzerreißend oder altmodisch empfinden. Aber das Lied spricht vielen Verehrern der Mutter Gottes aus dem Herzen.

Maria, hilf uns in der Not

Tagesandacht zum 30.4.2020 (47. Tag der Ausgangssperre)

Halleluja. Halleluja.

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist.

Wer dieses Brot isst, wird in Ewigkeit leben.

Halleluja.

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

die Zeit zieht sich in die Länge. 47 Tage stehen wir unter Hausarrest. Doch die Hoffnung auf ein wenig mehr Freiheit ist lebendig. Wie groß mögen die Sorgen vieler Menschen sein, die nicht wissen, wie es weitergeht? Was mögen unsere Senioren über die entstandene Diskussion denken?

Wir brauchen unsere Senioren, keiner darf sie aufgeben…

Gebet aus dem Herzen:
Herr unser Gott, nach einer langen Zeit, in der wir nicht die Heiligen Kommunion empfangen konnten, ist unsere Sehnsucht nach dir im Allerheiligsten Altarsakrament gestiegen. Du selbst sagst uns, dass du das Brot und die Quelle des Lebens bist. Wie sehr hoffen wir, dass bald öffentliche Gottesdienste wieder möglich sein werden! Denn nur du kannst unsere Sehnsucht nach bedingungsloser Annahme und ewiger Liebe stillen. Du bist die Quelle ewigen Lebens, die nie versiegt.



Bedenken wir das Wort des Evangeliums:

Der Osterglaube ist ein Geschenk, aber er muss weitergegeben werden. Der Geist Gottes musste Schwerstarbeit leisten, um die Jünger Jesu zu überzeugen, dass er allen Menschen zugedacht ist. Der Geist Gottes sprengt alle Grenzen. Jesus Christus will das Brot des Lebens für alle Menschen sein. Er schenkt sie sich selbst unter diesem Zeichen. Beten wir darum, dass immer mehr Menschen die Sehnsucht danach verspüren. Beten wir auch darum, dass Gott heute und morgen junger Menschen in seine Dienste Ruf. Bereiten wir uns selbst auf die Begegnung mit Jesus Christus im Wort und im heiligen Sakrament geistlich vor!

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:

44Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.

45Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen.

46Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen.

47Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben.

48Ich bin das Brot des Lebens.

49Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.

50So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben.

51Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.

Gibt es weitere Wege aus der Krise?

Absurd: Herdenimmunität

Sollen – wenn auch verzögert – große Teile der Bevölkerung sich mit dem Corona-Virus infizieren, um so eine gewisse Immunität in der Breite der Gesellschaft zu erreichen? Von solchen Vorstellungen hält der Mediziner Gerd Fätkenheuer vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Leiter der entsprechenden Abteilung am Kölner Universitätsklinikum, nichts. In der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte er: Diese Idee sei „nicht zu Ende gedacht“. Und das aus zwei Gründen: „Erstens ist es eine Illusion, Menschen strikt voneinander trennen zu können. Unsere älteren Mitmenschen werden ja von den jüngeren versorgt, auch die Pflegekräfte in den Seniorenheimen sind jünger als sechzig Jahre. Und selbst wenn man diese jüngeren Menschen, die sich um Alte und Kranke kümmern, regelmäßig testet, wird das Virus dennoch in die empfindlichen Gruppen hineingetragen. Das ist ein … Überschwappen, und es gibt keinen Weg, das bei einer hinreichenden Versorgung der sensiblen Gruppen zu verhindern.“

Bei einer sogenannten Herdenimmunität müssten sechzig bis siebzig Prozent der Bevölkerung die Infektion durchgemacht haben. Das sind in Deutschland etwa fünfzig Millionen Personen. Zwar erkranken Unter-Sechzigjährige seltener schwer, aber es sei eine Fehlannahme, dass es Jüngere nicht trifft, so Fätkenheuer. „Wenn wir die Infektionen so laufen lassen, werden auch in der Gruppe der Unter-Sechzigjährigen 100000 Menschen sterben, binnen kurzer Zeit. Das kann sich im Moment niemand so recht vorstellen, aber das sind die statistischen Gegebenheiten, wenn man eine rasche Durchseuchung anstrebt. Wir sind deshalb entschieden dagegen.“

Auch der Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun, der selber Arzt ist, betrachtet eine „Herdenimmunität“ als Strategie zur Bekämpfung der Seuche als „untauglich“. In der FAZ erklärte er: „Um nur die Hälfte der deutschen Bevölkerung in achtzehn Monaten zu immunisieren, müssten sich jeden Tag 73000 Menschen mit Corona infizieren. 

So hohe Zahlen würde unser Gesundheitssystem nicht verkraften und könnten auch von den Gesundheitsämtern nicht nachverfolgt werden. Die Epidemie würde uns entgleiten.“ (CiG 26.4.2020)

Meine Seele ist stille in Dir….

Fürbitte
Wir bitten dich heute für alle, die in anderen Dingen ihren Hunger und Durst nach Liebe stillen wollen und es nicht vermögen. Lass sie auf den Geschmack deiner heilsbringenden Liebe kommen! Wir bitten dich für uns, dass du uns in der letzten Zeit des Wartens trösten magst. Lass die Sehnsucht nach dir nicht kleiner werden und begegne uns bis dahin auf anderen Wegen!

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Am letzten Tag des Monats ein besonderer Segen für Euch alle:

Tagesandacht zum 29.4.2020 (46. Tag der Ausgangssperre)

Zur heutigen Einstimmung hören wir das Gebet des Heiligen Franziskus als
Geschenk für unseren Heiligen Vater, der uns mit geistlicher Kraft in dieser
Krise anleitet. Die heutige Andacht ist unseren spanischen Familien hier in Gran
Canaria gewidmet, die einen großen Druck auszuhalten haben. Die

Verzweiflung und Gewalt steigen täglich!

Oración de san Francisco de Asís Un regalo para el Papa Francisco

Herr, mach mich zum Werkzeug Deines Friedens
https://www.youtube.com/watch?v=Nsl28lNo8z0

Gebet

Gott, häufig ist uns aber gar nicht nach Jauchzen zumute. Wir sind hilflos und mit der
Situation überfordert. Vielleicht fühlen wir uns sogar allein gelassen. Herr, hilf uns, dass wir
Auswege erkennen. Dass wir das Gute suchen und in unserem Leben ankommen lassen.
Unterstütze uns dabei, selbst aktiv zu werden: Dich im Nächsten zu erkennen, damit wir

selbst Grund dafür werden können, dass andere jauchzen.

Um das Evangelium besser zu verstehen, lesen wir:
 
Das Wunder ist ein Hinweis auf Jesus selbst; das „Sehen“ des Zeichens
vollendet sich erst im Glauben. Ohne den Glauben bleibt das Sehen „blind“.
Glauben heißt zu Jesus kommen, mit ihm Gemeinschaft haben, in ihm das
Leben haben. Das ist das Ziel, für das Jesus „gekommen“ ist: in ihm ist Gott
den Menschen entgegengekommen. Die Absicht Gottes, der Wille Gottes, den
Jesus erfüllt, ist die Rettung aller Menschen. Das Heil ist für den Glaubenden
eine gegenwärtige Wirklichkeit, die sich aber erst mit der Auferweckung am
Letzten Tag vollenden wird. Das Heil ist für alle bestimmt; wenn dennoch
Menschen verloren gehen; so ist das gegen die Absicht Gottes.
 
 
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: 
35 Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern,
und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.
36 Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt gesehen, und doch glaubt ihr nicht.
37 Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir
kommt, den werde ich nicht abweisen;

38 denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu
tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
39 Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von
denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern dass ich
sie auferwecke am Letzten Tag.
40 Denn es ist der Wille meines Vaters, dass alle, die den Sohn sehen und
an ihn glauben, das ewige Leben haben und dass ich sie auferwecke am
Letzten Tag.

Mírame Señor – Canto a la Divina Misericordia
Lied zur Göttlichen Barmherzigkeit

Schau auf mich, Herr! Schau auf mein Leben, meine Kämpfe und mein Leiden

Beten wir für Menschen, die täglich daran arbeiten, dass wir Grund zur
dauerhaften Freude haben und das Gefühl von Normalität zurückerlangen
können: Für diejenigen, die sich in vielen Bereichen für unsere Versorgung
einsetzen: insbesondere für die nicht häufig genannten Logistiker,
Abfallentsorger, Reinigungskräfte, im öffentlichen Nahverkehr Tätige, (Telefon-
)Seelsorger und viele Weitere. Und für diejenigen, die mit der Entwicklung von
Impfstoff und Medikamenten an einer langfristigen Auflösung der Situation

arbeiten und damit unseren Familien helfen.
Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich
Und die Kraft und die Herrlichkeit,
in Ewigkeit. Amen
Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit der allmächtige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria
axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Zum Abschluss eine Erinnerung, die Steine der Selbstgerechtigkeit, des
Krieges und der kalten Herzen wegzuwerfen. Welche Mutter leidet nicht mit

ihren Kindern? Damals und heute!
https://www.youtube.com/watch?v=U7aJdudYuTs

Tagesandacht zum 28.4.2020 (45. Tag der Ausgangssperre)

Beginnen wir den heutigen Lichtblick mit einem Ausflug ins Mittelalter:

Victimae paschali laudes

Victimae paschali laudes ist eine berühmte, mit Hochstimmung und
dramatischer Lebendigkeit erfüllte Sequenz, welche
am Ostersonntag verpflichtend [1]  und in der Osteroktav fakultativ (d.h. nach
freier Wahl) gebetet wird. Die Sequenz entstand vor 1050 und wurde wohl von
Wipo von Burgund († nach 1046), der Kaplan Konrad II. und Heinrich III.
gewesen war, (auch die Melodie?) verfasst. [2]
Das seit dem 11. Jahrhundert weit verbreitete „Victimae paschalis laudes“
wurde in der Liturgie anfangs überwiegend in der Ostervesper, in der Heiligen
Messe gegen Ende der Osteroktav und an Sonntagen der Osterzeit verwendet.
Erst seit dem Missale Romanum 1570 ist es fest in der Messe
von Ostern verankert.

https://www.youtube.com/watch?v=PcerJeZDZSk
Singt das Lob dem Osterlamme,
bringt es ihm dar, ihr Christen.
Das Lamm erlöst‘ die Schafe:
Christus, der ohne Schuld war,
versöhnte die Sünder
mit dem Vater.
Tod und Leben, die kämpften
unbegreiflichen Zweikampf;
des Lebens Fürst, der starb,
herrscht nun lebend.
Maria Magdalena,
sag und, was du gesehen.
Das Grab des Herrn sah ich offen
und Christus von Gottes Glanz umflossen.
Sah Engel in dem Grabe,
die Binden und das Linnen.
Er lebt, der Herr, meine Hoffnung,
er geht euch voran nach Galiläa.

Ja, der Herr ist auferstanden,
wahrhaft erstanden.
Du Sieger, König,
Herr, hab Erbarmen!
Amen. Halleluja
Wir beten:
Gott, du bist unser Ziel,

du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheit
und führst sie auf den rechten Weg zurück.
Gib allen, die sich Christen nennen,
die Kraft, zu meiden,
was diesem Namen widerspricht,
und zu tun, was unserem Glauben entspricht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Um die Lesung besser zu verstehen:

Das Martyrium des Stephanus markiert eine Wende in der Geschichte des
jungen Christentums, und die große Rede in Kap. 7 deutet den
heilsgeschichtlichen Augenblick: den Übergang der Verkündigung von
Jerusalem und Judäa nach „Samarien und bis an die Grenzen der Erde“
Das Christentum bleibt der Religion Israels verbunden, aber die Kirche
distanziert sich vom Judentum. Lukas hat der Stephanus Rede den Charakter
einer grundsätzlichen und offiziellen Auseinandersetzung mit dem Judentum
gegeben, den sie ursprünglich so kaum hatte. Sie war die Verteidigungsrede
eines Angeklagten, wird aber in ihrem Schlussteil zur Anklage gegen Ankläger
und Richter. Der wirkliche Richter in diesem Prozess ist Jesus, der
Menschensohn, der zur Rechten Gottes sitzt. Stephanus sieht ihn stehen: er ist
aufgestanden, um das Urteil zu sprechen, aber auch um seiner Kirche den
neuen Weg in die Zukunft zu weisen.
 
 Lesung aus der Apostelgeschichte
In jenen Tagen sagte Stephanus zu dem Volk, den Ältesten und den
Schriftgelehrten:
51 Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem
Heiligen Geist widersetzt, eure Väter schon und nun auch ihr.

52 Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben die
getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter
und Mörder ihr jetzt geworden seid,
53 ihr, die ihr durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es
aber nicht gehalten habt.
54 Als sie das hörten, waren sie aufs äußerste über ihn empört und
knirschten mit den Zähnen.
55 Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die
Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen
56 und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten
Gottes stehen.
57 Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten
gemeinsam auf ihn los,
58 trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre
Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß.
59 So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm
meinen Geist auf!
60 Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde
nicht an! Nach diesen Worten starb er.
1a Saulus aber war mit dem Mord einverstanden.
Die Wahrheit lässt sich nicht mundtot machen….
Im heutigen Text aus der Apostelgeschichte konnten wir lesen, wie Stephanus
die ältesten und Schriftgelehrten anklagt. Er wirft ihnen vor, den Geist Gottes zu
missachten und die Gesetze selber nicht zu halten. Die Konsequenz ist seine
Steinigung. Heute droht uns in Europa nicht mehr der Tod, wenn wir gegen
Missstände unsere Stimme erheben. Doch leider geht es nicht allen Menschen
auf der Welt in der gleichen Weise. Zu viele Machthaber und Diktaturen nutzen
die aktuelle Krise um sich abzuschotten, um missliebige Meinungen zu
unterdrücken und den Menschen den Mund zu verbieten, wenn Ihnen diese
anderer Meinung als sie selber sind.
Zu oft schweigen wir über Missstände! Zu wenig fragen wir nach, wie es
anderen geht! Hat die Flüchtlingswelle Mittelmeer angesichts der Corona Krise
aufgehört? Gibt es Lösungen für den Kampf gegen Missbrauch Strukturen der
Kirche? Wie kommen wir voran im Kampf gegen die Ungerechtigkeiten in dieser
Welt? Weiterhin sind Christen gefordert Position zu beziehen. Schauen wir
heute auf den Bekennermut des Stephanus und auf unseren Herrn Jesus
Christus, der den Tod besiegt hat

 Heilig, der kommt im Namen des Herrn!
https://www.youtube.com/watch?v=hAiECJf5Ouo

 Wiederum dürfen wir mit den Worten eines Psalms aus dem Alten Testament
unsere Situation vor Gott bringen. Seit über 2500 Jahren beteten zunächst
Juden und dann auch Christen zu Gott:

   Sei mir ein schützender Fels,
          eine feste Burg, die mich errettet.
        Denn du bist mein Fels und meine Burg;
          um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten. 
        In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist;
          du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
      Ich verlasse mich auf den Herrn.
     Ich will jubeln und über deine Huld mich freuen. 
      Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht,
          hilf mir in deiner Güte!
 Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts
          vor dem Toben der Menschen.

Heute wollen wir beten:

für die Christen, die um ihres Glaubens willen missachtet, verfolgt und

gequält werden!

Für die Menschen, die um ihrer Überzeugung Willen Heimat und Freiheit

verloren haben!

Um Erleuchtung für die Machthaber dieser Welt, die
Glaubensüberzeugungen und Meinungsfreiheit missachten und die

Menschenwürde mit Füßen treten!

Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich
Und die Kraft und die Herrlichkeit,
in Ewigkeit. Amen
Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit der allmächtige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria
axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Wer erinnert sich noch an den Weltjugendtag 2005 in Köln?
Es wurde unser „katholisches Sommermärchen“ mit dieser Melodie:

radio=1&t=60