Archiv der Kategorie: Geistlicher Impuls

Tagesandacht zum 30.4.2020 (47. Tag der Ausgangssperre)

Halleluja. Halleluja.

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist.

Wer dieses Brot isst, wird in Ewigkeit leben.

Halleluja.

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

die Zeit zieht sich in die Länge. 47 Tage stehen wir unter Hausarrest. Doch die Hoffnung auf ein wenig mehr Freiheit ist lebendig. Wie groß mögen die Sorgen vieler Menschen sein, die nicht wissen, wie es weitergeht? Was mögen unsere Senioren über die entstandene Diskussion denken?

Wir brauchen unsere Senioren, keiner darf sie aufgeben…

Gebet aus dem Herzen:
Herr unser Gott, nach einer langen Zeit, in der wir nicht die Heiligen Kommunion empfangen konnten, ist unsere Sehnsucht nach dir im Allerheiligsten Altarsakrament gestiegen. Du selbst sagst uns, dass du das Brot und die Quelle des Lebens bist. Wie sehr hoffen wir, dass bald öffentliche Gottesdienste wieder möglich sein werden! Denn nur du kannst unsere Sehnsucht nach bedingungsloser Annahme und ewiger Liebe stillen. Du bist die Quelle ewigen Lebens, die nie versiegt.



Bedenken wir das Wort des Evangeliums:

Der Osterglaube ist ein Geschenk, aber er muss weitergegeben werden. Der Geist Gottes musste Schwerstarbeit leisten, um die Jünger Jesu zu überzeugen, dass er allen Menschen zugedacht ist. Der Geist Gottes sprengt alle Grenzen. Jesus Christus will das Brot des Lebens für alle Menschen sein. Er schenkt sie sich selbst unter diesem Zeichen. Beten wir darum, dass immer mehr Menschen die Sehnsucht danach verspüren. Beten wir auch darum, dass Gott heute und morgen junger Menschen in seine Dienste Ruf. Bereiten wir uns selbst auf die Begegnung mit Jesus Christus im Wort und im heiligen Sakrament geistlich vor!

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:

44Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.

45Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen.

46Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen.

47Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben.

48Ich bin das Brot des Lebens.

49Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.

50So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben.

51Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.

Gibt es weitere Wege aus der Krise?

Absurd: Herdenimmunität

Sollen – wenn auch verzögert – große Teile der Bevölkerung sich mit dem Corona-Virus infizieren, um so eine gewisse Immunität in der Breite der Gesellschaft zu erreichen? Von solchen Vorstellungen hält der Mediziner Gerd Fätkenheuer vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Leiter der entsprechenden Abteilung am Kölner Universitätsklinikum, nichts. In der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte er: Diese Idee sei „nicht zu Ende gedacht“. Und das aus zwei Gründen: „Erstens ist es eine Illusion, Menschen strikt voneinander trennen zu können. Unsere älteren Mitmenschen werden ja von den jüngeren versorgt, auch die Pflegekräfte in den Seniorenheimen sind jünger als sechzig Jahre. Und selbst wenn man diese jüngeren Menschen, die sich um Alte und Kranke kümmern, regelmäßig testet, wird das Virus dennoch in die empfindlichen Gruppen hineingetragen. Das ist ein … Überschwappen, und es gibt keinen Weg, das bei einer hinreichenden Versorgung der sensiblen Gruppen zu verhindern.“

Bei einer sogenannten Herdenimmunität müssten sechzig bis siebzig Prozent der Bevölkerung die Infektion durchgemacht haben. Das sind in Deutschland etwa fünfzig Millionen Personen. Zwar erkranken Unter-Sechzigjährige seltener schwer, aber es sei eine Fehlannahme, dass es Jüngere nicht trifft, so Fätkenheuer. „Wenn wir die Infektionen so laufen lassen, werden auch in der Gruppe der Unter-Sechzigjährigen 100000 Menschen sterben, binnen kurzer Zeit. Das kann sich im Moment niemand so recht vorstellen, aber das sind die statistischen Gegebenheiten, wenn man eine rasche Durchseuchung anstrebt. Wir sind deshalb entschieden dagegen.“

Auch der Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun, der selber Arzt ist, betrachtet eine „Herdenimmunität“ als Strategie zur Bekämpfung der Seuche als „untauglich“. In der FAZ erklärte er: „Um nur die Hälfte der deutschen Bevölkerung in achtzehn Monaten zu immunisieren, müssten sich jeden Tag 73000 Menschen mit Corona infizieren. 

So hohe Zahlen würde unser Gesundheitssystem nicht verkraften und könnten auch von den Gesundheitsämtern nicht nachverfolgt werden. Die Epidemie würde uns entgleiten.“ (CiG 26.4.2020)

Meine Seele ist stille in Dir….

Fürbitte
Wir bitten dich heute für alle, die in anderen Dingen ihren Hunger und Durst nach Liebe stillen wollen und es nicht vermögen. Lass sie auf den Geschmack deiner heilsbringenden Liebe kommen! Wir bitten dich für uns, dass du uns in der letzten Zeit des Wartens trösten magst. Lass die Sehnsucht nach dir nicht kleiner werden und begegne uns bis dahin auf anderen Wegen!

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Am letzten Tag des Monats ein besonderer Segen für Euch alle:

Tagesandacht zum 29.4.2020 (46. Tag der Ausgangssperre)

Zur heutigen Einstimmung hören wir das Gebet des Heiligen Franziskus als
Geschenk für unseren Heiligen Vater, der uns mit geistlicher Kraft in dieser
Krise anleitet. Die heutige Andacht ist unseren spanischen Familien hier in Gran
Canaria gewidmet, die einen großen Druck auszuhalten haben. Die

Verzweiflung und Gewalt steigen täglich!

Oración de san Francisco de Asís Un regalo para el Papa Francisco

Herr, mach mich zum Werkzeug Deines Friedens
https://www.youtube.com/watch?v=Nsl28lNo8z0

Gebet

Gott, häufig ist uns aber gar nicht nach Jauchzen zumute. Wir sind hilflos und mit der
Situation überfordert. Vielleicht fühlen wir uns sogar allein gelassen. Herr, hilf uns, dass wir
Auswege erkennen. Dass wir das Gute suchen und in unserem Leben ankommen lassen.
Unterstütze uns dabei, selbst aktiv zu werden: Dich im Nächsten zu erkennen, damit wir

selbst Grund dafür werden können, dass andere jauchzen.

Um das Evangelium besser zu verstehen, lesen wir:
 
Das Wunder ist ein Hinweis auf Jesus selbst; das „Sehen“ des Zeichens
vollendet sich erst im Glauben. Ohne den Glauben bleibt das Sehen „blind“.
Glauben heißt zu Jesus kommen, mit ihm Gemeinschaft haben, in ihm das
Leben haben. Das ist das Ziel, für das Jesus „gekommen“ ist: in ihm ist Gott
den Menschen entgegengekommen. Die Absicht Gottes, der Wille Gottes, den
Jesus erfüllt, ist die Rettung aller Menschen. Das Heil ist für den Glaubenden
eine gegenwärtige Wirklichkeit, die sich aber erst mit der Auferweckung am
Letzten Tag vollenden wird. Das Heil ist für alle bestimmt; wenn dennoch
Menschen verloren gehen; so ist das gegen die Absicht Gottes.
 
 
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: 
35 Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern,
und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.
36 Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt gesehen, und doch glaubt ihr nicht.
37 Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir
kommt, den werde ich nicht abweisen;

38 denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu
tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
39 Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von
denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern dass ich
sie auferwecke am Letzten Tag.
40 Denn es ist der Wille meines Vaters, dass alle, die den Sohn sehen und
an ihn glauben, das ewige Leben haben und dass ich sie auferwecke am
Letzten Tag.

Mírame Señor – Canto a la Divina Misericordia
Lied zur Göttlichen Barmherzigkeit

Schau auf mich, Herr! Schau auf mein Leben, meine Kämpfe und mein Leiden

Beten wir für Menschen, die täglich daran arbeiten, dass wir Grund zur
dauerhaften Freude haben und das Gefühl von Normalität zurückerlangen
können: Für diejenigen, die sich in vielen Bereichen für unsere Versorgung
einsetzen: insbesondere für die nicht häufig genannten Logistiker,
Abfallentsorger, Reinigungskräfte, im öffentlichen Nahverkehr Tätige, (Telefon-
)Seelsorger und viele Weitere. Und für diejenigen, die mit der Entwicklung von
Impfstoff und Medikamenten an einer langfristigen Auflösung der Situation

arbeiten und damit unseren Familien helfen.
Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich
Und die Kraft und die Herrlichkeit,
in Ewigkeit. Amen
Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit der allmächtige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria
axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Zum Abschluss eine Erinnerung, die Steine der Selbstgerechtigkeit, des
Krieges und der kalten Herzen wegzuwerfen. Welche Mutter leidet nicht mit

ihren Kindern? Damals und heute!
https://www.youtube.com/watch?v=U7aJdudYuTs

Tagesandacht zum 28.4.2020 (45. Tag der Ausgangssperre)

Beginnen wir den heutigen Lichtblick mit einem Ausflug ins Mittelalter:

Victimae paschali laudes

Victimae paschali laudes ist eine berühmte, mit Hochstimmung und
dramatischer Lebendigkeit erfüllte Sequenz, welche
am Ostersonntag verpflichtend [1]  und in der Osteroktav fakultativ (d.h. nach
freier Wahl) gebetet wird. Die Sequenz entstand vor 1050 und wurde wohl von
Wipo von Burgund († nach 1046), der Kaplan Konrad II. und Heinrich III.
gewesen war, (auch die Melodie?) verfasst. [2]
Das seit dem 11. Jahrhundert weit verbreitete „Victimae paschalis laudes“
wurde in der Liturgie anfangs überwiegend in der Ostervesper, in der Heiligen
Messe gegen Ende der Osteroktav und an Sonntagen der Osterzeit verwendet.
Erst seit dem Missale Romanum 1570 ist es fest in der Messe
von Ostern verankert.

https://www.youtube.com/watch?v=PcerJeZDZSk
Singt das Lob dem Osterlamme,
bringt es ihm dar, ihr Christen.
Das Lamm erlöst‘ die Schafe:
Christus, der ohne Schuld war,
versöhnte die Sünder
mit dem Vater.
Tod und Leben, die kämpften
unbegreiflichen Zweikampf;
des Lebens Fürst, der starb,
herrscht nun lebend.
Maria Magdalena,
sag und, was du gesehen.
Das Grab des Herrn sah ich offen
und Christus von Gottes Glanz umflossen.
Sah Engel in dem Grabe,
die Binden und das Linnen.
Er lebt, der Herr, meine Hoffnung,
er geht euch voran nach Galiläa.

Ja, der Herr ist auferstanden,
wahrhaft erstanden.
Du Sieger, König,
Herr, hab Erbarmen!
Amen. Halleluja
Wir beten:
Gott, du bist unser Ziel,

du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheit
und führst sie auf den rechten Weg zurück.
Gib allen, die sich Christen nennen,
die Kraft, zu meiden,
was diesem Namen widerspricht,
und zu tun, was unserem Glauben entspricht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Um die Lesung besser zu verstehen:

Das Martyrium des Stephanus markiert eine Wende in der Geschichte des
jungen Christentums, und die große Rede in Kap. 7 deutet den
heilsgeschichtlichen Augenblick: den Übergang der Verkündigung von
Jerusalem und Judäa nach „Samarien und bis an die Grenzen der Erde“
Das Christentum bleibt der Religion Israels verbunden, aber die Kirche
distanziert sich vom Judentum. Lukas hat der Stephanus Rede den Charakter
einer grundsätzlichen und offiziellen Auseinandersetzung mit dem Judentum
gegeben, den sie ursprünglich so kaum hatte. Sie war die Verteidigungsrede
eines Angeklagten, wird aber in ihrem Schlussteil zur Anklage gegen Ankläger
und Richter. Der wirkliche Richter in diesem Prozess ist Jesus, der
Menschensohn, der zur Rechten Gottes sitzt. Stephanus sieht ihn stehen: er ist
aufgestanden, um das Urteil zu sprechen, aber auch um seiner Kirche den
neuen Weg in die Zukunft zu weisen.
 
 Lesung aus der Apostelgeschichte
In jenen Tagen sagte Stephanus zu dem Volk, den Ältesten und den
Schriftgelehrten:
51 Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem
Heiligen Geist widersetzt, eure Väter schon und nun auch ihr.

52 Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben die
getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter
und Mörder ihr jetzt geworden seid,
53 ihr, die ihr durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es
aber nicht gehalten habt.
54 Als sie das hörten, waren sie aufs äußerste über ihn empört und
knirschten mit den Zähnen.
55 Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die
Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen
56 und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten
Gottes stehen.
57 Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten
gemeinsam auf ihn los,
58 trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre
Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß.
59 So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm
meinen Geist auf!
60 Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde
nicht an! Nach diesen Worten starb er.
1a Saulus aber war mit dem Mord einverstanden.
Die Wahrheit lässt sich nicht mundtot machen….
Im heutigen Text aus der Apostelgeschichte konnten wir lesen, wie Stephanus
die ältesten und Schriftgelehrten anklagt. Er wirft ihnen vor, den Geist Gottes zu
missachten und die Gesetze selber nicht zu halten. Die Konsequenz ist seine
Steinigung. Heute droht uns in Europa nicht mehr der Tod, wenn wir gegen
Missstände unsere Stimme erheben. Doch leider geht es nicht allen Menschen
auf der Welt in der gleichen Weise. Zu viele Machthaber und Diktaturen nutzen
die aktuelle Krise um sich abzuschotten, um missliebige Meinungen zu
unterdrücken und den Menschen den Mund zu verbieten, wenn Ihnen diese
anderer Meinung als sie selber sind.
Zu oft schweigen wir über Missstände! Zu wenig fragen wir nach, wie es
anderen geht! Hat die Flüchtlingswelle Mittelmeer angesichts der Corona Krise
aufgehört? Gibt es Lösungen für den Kampf gegen Missbrauch Strukturen der
Kirche? Wie kommen wir voran im Kampf gegen die Ungerechtigkeiten in dieser
Welt? Weiterhin sind Christen gefordert Position zu beziehen. Schauen wir
heute auf den Bekennermut des Stephanus und auf unseren Herrn Jesus
Christus, der den Tod besiegt hat

 Heilig, der kommt im Namen des Herrn!
https://www.youtube.com/watch?v=hAiECJf5Ouo

 Wiederum dürfen wir mit den Worten eines Psalms aus dem Alten Testament
unsere Situation vor Gott bringen. Seit über 2500 Jahren beteten zunächst
Juden und dann auch Christen zu Gott:

   Sei mir ein schützender Fels,
          eine feste Burg, die mich errettet.
        Denn du bist mein Fels und meine Burg;
          um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten. 
        In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist;
          du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
      Ich verlasse mich auf den Herrn.
     Ich will jubeln und über deine Huld mich freuen. 
      Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht,
          hilf mir in deiner Güte!
 Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts
          vor dem Toben der Menschen.

Heute wollen wir beten:

für die Christen, die um ihres Glaubens willen missachtet, verfolgt und

gequält werden!

Für die Menschen, die um ihrer Überzeugung Willen Heimat und Freiheit

verloren haben!

Um Erleuchtung für die Machthaber dieser Welt, die
Glaubensüberzeugungen und Meinungsfreiheit missachten und die

Menschenwürde mit Füßen treten!

Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich
Und die Kraft und die Herrlichkeit,
in Ewigkeit. Amen
Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit der allmächtige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria
axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Wer erinnert sich noch an den Weltjugendtag 2005 in Köln?
Es wurde unser „katholisches Sommermärchen“ mit dieser Melodie:

radio=1&t=60

Tagesandacht zum 27.4.2020 (44. Tag der Ausgangssperre)

Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt,
sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt!
Herr, zu wem sollen wir gehen? Du bist unser Leben! Du bist unsere Liebe!
Ein wunderschönes A Capella Lied zur Einstimmung, auch wenn die wenigsten

Spanisch verstehen werden. Die Hoffnung in Spanien lebt!
“Viva Cristo Rey ¡Viva Nuestra Iglesia Católica, Unidos como hermanos, ¡Viva!”
https://www.youtube.com/watch?v=N5LECNqQs7Q

Liebe Freunde des Lichtblicks,
vor einigen Tagen wurde weltweit der Welttag des Labors begangen. Der
Aktionstag, der in zurückliegenden Jahren nur wenig Beachtung fand, regt in
diesem Jahr zum Innehalten an. Trotz aller Hiobsbotschaften haben wir guten
Grund dankbar zu sein: Für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die
schnell Testverfahren entwickelt haben. Für die Menschen, die tagtäglich diese
Tests in Laboren auf der ganzen Welt durchführen. Für die Forscherinnen und
Forscher, die gewissenhaft an geeigneten Medikamenten und
Impfstoffen arbeiten. Für die Menschen, die Technik für die Labore entwickeln
und herstellen.

Gebet

Im Evangelium lesen wir: „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben.“
Auferstandener Herr, das ewige Leben beginnt im Hier und Heute. Schenke uns
Neugierde und Phantasie, dich in den alltäglichen Dingen des Lebens zu
entdecken. Schenke uns Mut, dir unsere grauen Stunden zuzumuten. Schenke
uns die Begegnung mit dir, die unser Herz brennen lässt. Amen
Wir lesen, um das Evangelium besser zu verstehen:
Wie Jerusalem in Judäa, so ist Kafarnaum in Galiläa der Ort, wo die
Entscheidungen fallen. Dort findet die Auseinandersetzung über die
wunderbare Speisung und ihre Bedeutung statt. Die Verse 22-24 berichten
umständlich, wie Jesus und die Volksmenge sich in Kafarnaum wieder getroffen
haben. Die Menge „sucht“ Jesus (V. 24) – aber was sucht sie eigentlich? Sie
suchen den wundertätigen Propheten, der sie satt gemacht hat und wieder satt
machen kann. Jesus aber will etwas ganz anderes geben: die Speise für das
ewige Leben. Dazu hat Gott ihn, den Menschensohn, eingesetzt und „mit
seinem Siegel beglaubigt“ (V. 27). Gott verweist die Menschen an Jesus. Gott
braucht nicht das Vielerlei von menschlichen Werken, Tugenden und
Leistungen; die entscheidende Tat, die er vom Menschen verlangt, ist der
Glaube an Jesus. Das wahre Leben kann man nur von ihm und nur als
Geschenk empfangen.

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit 22 sah die Menge, die am anderen Ufer des Sees geblieben war,
dass nur noch ein Boot dort lag, und sie erfuhren, dass Jesus nicht mit
seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern dass die Jünger allein
abgefahren waren.
23 Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie nach
dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten.
24 Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren,
stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus.
25 Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi,
wann bist du hierhergekommen?
26 Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich
nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten
gegessen habt und satt geworden seid.
27 Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise,
die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben
wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.
28 Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu
vollbringen?
29 Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt,
den er gesandt hat.
Wir bedenken den Text des heutigen Evangeliums:
Durch das Wunder der Brotvermehrung ist das Volk in Galiläa aufgewühlt. Alle
suchen Jesus! Wen suchen Sie: den, der Nahrung gibt für den Leib, oder den,
der das Brot gibt zum ewigen Leben? Auch für uns ist die Frage akut: suchen
wir wirklich den, der uns den Willen des himmlischen Vaters verkündet? Nicht
nur von Brot lebt der Mensch, sondern von jedem Wort aus Gottes Mund! Der
himmlische Vater hat uns seinen Sohn gesandt, der, der Welt das Brot der
frohen Botschaft gereicht hat. Wir wollen mit allen die in dieser Welt leben, die
überreiche Güte Gottes verkünden. Dabei bleibt der Schmerz, dass die
christlichen Konfessionen das eucharistische Brot nicht gemeinsam empfangen
können!

Gibt es ein schöneres Lied, um zu begreifen, dass Jesus, das Brot des

Himmels ist?

 
Wir beten zu Christus, der uns eine Speise gibt, die für das Leben bleibt:
Wecke bei allen Christen das Verlangen nach dem Brot des Lebens.
Bewahre die Mächtigen vor dem Missbrauch ihrer Macht.
Führe die Irrenden auf den rechten Weg.

Gib uns die Kraft, zu tun, was unserem Glauben entspricht

.

Allmächtiger Gott, du hast uns neu geschaffen für das ewige Leben. Gib,
dass wir auf dem Weg zu diesem Ziel beharrlich voranschreiten. Darum

bitten wir durch Christus, unseren Herrn

Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich
Und die Kraft und die Herrlichkeit,
in Ewigkeit. Amen
Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit der allmächtige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria
axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Zum Abschluss singen junge KatholikInnen gegen die Gottvergessenheit an.
Wenn Kirchen jetzt schweigen, wer braucht sie dann eigentlich noch?

Ein Gruß aus Medugorje:

Tagesandacht zum 26.4.2020 (43. Tag der Ausgangssperre)

Liebe Freunde,

willkommen zum „Sonntagslichtblick“

Nach der Zählung der Kirche beginnt am Sonntag eine neue Woche. Fragen
wir uns kurz zu Beginn unserer Morgenandacht: Wie fangen wir diese neue
Woche an? Mit Zuversicht oder mit Skepsis? Halten wir einen Moment inne! Ich
lade alle ein, auf die vergangene Woche zurückzuschauen: Was ist uns
gelungen?
Herr Jesus Christus du rufst uns, wenn wir im eigenen Fahrwasser festsitzen.

Herr, erbarme dich.

Jesus Christus, du bist mit uns, wenn wir erschöpft sind.

Christus erbarme Dich

Jesus Christus du wartest auf uns im Licht des Oster morgens.

Herr erbarme dich

Treuer Gott, Menschen dürfen erkennen und erfahren, dass dein Sohn
mitten unter uns ist. Er macht uns Mut, nicht zu resignieren. Er schenkt
uns Hoffnung, wo uns die Furcht lähmt. Lass uns in dieser Osterzeit
lernen, als Auferweckte durch das Leben zu gehen und mutig die Mauern

von Ohnmacht und Gelähmtheit zu durchbrechen.
Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn armen!
Ein Lob auf die Schöpfung mit wunderbaren Bildern und einer Melodie zur

Einstimmung auf unseren sonntäglichen Lichtblick:
https://www.youtube.com/watch?v=bNgU3ojwlCM

Auch heute bietet uns das Gebet des Psalms aus dem Alten Testament

die Nähe Gottes an:

Behüte mich, Gott, denn bei dir habe ich mich geborgen! 
Ich sagte zum HERRN: Mein Herr bist du, 
mein ganzes Glück bist du allein.
Der HERR ist mein Erbteil, er reicht mir den Becher, 

du bist es, der mein Los hält. 
Ich preise den HERRN, der mir Rat gibt, 
auch in Nächten hat mich mein Innerstes gemahnt.
Ich habe mir den HERRN beständig vor Augen gestellt, 
weil er zu meiner Rechten ist, wanke ich nicht.
Darum freut sich mein Herz und jubelt meine Ehre, 
auch mein Fleisch wird wohnen in Sicherheit.
Denn du überlässt mein Leben nicht der Totenwelt; 
du lässt deinen Frommen die Grube nicht schauen

Das Halleluja bereitet uns auf die Gegenwart des Herrn in seinem Wort vor:

https://www.youtube.com/watch?v=WTGeDwSR6lA
Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit
offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal,
am See von Tiberias,
und er offenbarte sich in folgender Weise.
Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus,
Natanaël aus Kana in Galiläa,
die Söhne des Zebedäus
und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen.
Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit.
Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot.
Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.
Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
Jesus sagte zu ihnen:
Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen?
Sie antworteten ihm: Nein.
Er aber sagte zu ihnen:
Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus
und ihr werdet etwas finden.
Sie warfen das Netz aus
und konnten es nicht wieder einholen,
so voller Fische war es.
Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus:
Es ist der Herr!
Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei,
gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war,
und sprang in den See.
Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot
– sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt,

nur etwa zweihundert Ellen –
und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
Als sie an Land gingen,
sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer
und darauf Fisch und Brot liegen.
Jesus sagte zu ihnen:
Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt!
Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land.
Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt,
und obwohl es so viele waren,
zerriss das Netz nicht.
Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst!
Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du?
Denn sie wussten, dass es der Herr war.
Jesus trat heran,
nahm das Brot und gab es ihnen,
ebenso den Fisch.
Dies war schon das dritte Mal,
dass Jesus sich den Jüngern offenbarte,
seit er von den Toten auferstanden war.
Eine „kleine Predigt“:
Gesichtsmasken können andere vor Infektionen schützen, erschweren
aber die Kommunikation. Keine Mimik, kein Flüstern – unter einer Maske
muss man Klartext sprechen. Das kann auch eine Chance sein.
Nun also noch die Masken. Zumindest bis ein Impfstoff gegen das Corona-Virus
gefunden ist, sollen die Menschen – zusätzlich zu den geltenden
Kontaktbeschränkungen – in der Öffentlichkeit Mund und Nase bedecken. Was
in Asien schon länger und grundsätzlich zum Straßenbild gehört, kommt einem
hierzulande fremd vor. Als es noch internationale Großereignisse gab, vor zwei
Monaten die Berliner Filmfestspiele etwa, wurden die wenigen Maskenträger
dort zum Teil argwöhnisch und ängstlich angeschaut. Inzwischen hat man sich
daran gewöhnt. Ja, mehr noch: Bald wird derjenige unter Rechtfertigungsdruck
stehen, der keine Maske trägt. All dies soll dem Schutz vor allem der
sogenannten Risikogruppen dienen, der Älteren und der Menschen mit
Vorerkrankungen. Getreu der seit Wochen geltenden paradox klingenden
Formel: Rücksicht, Verbundenheit und (innere) Nähe müssen sich in diesen
Ausnahmezeiten eben gerade dadurch zeigen, dass man Abstand hält, sich
voneinander entfernt.

Das Gefühl, Teil eines Science-Fiction-Films zu sein, wird nach einer Weile
vorbeigehen. Einfach weil das Leben hinter der Maske künftig „das neue
Normal“ ist, wie es letzte Woche in der „Zeit“ hieß. Der Mensch ist schließlich
ein Gewohnheitstier. Doch wie verändert sich unsere Kommunikation durch die
Masken? Alles wird erstmal mühsamer, warnen Experten. Worte werden
gedämpfter, möglicherweise verzerrt – und das bei ohnehin größerer
Entfernung zwischen den Gesprächspartnern. Man wird lauter sprechen
müssen, der andere wird öfter nachfragen, man muss das Gesagte womöglich
wiederholen. Wie sagt man da etwas „im Vertrauen“? Wie gehen
Psychotherapie und Beichte? Hinzu kommt der Verlust der ganzen
Zwischentöne: die Mimik, die half, Aussagen in ein anderes Licht zu setzen,
womöglich humorvoll, ironisch abzumildern. Zur offenen Kommunikation
gehörte in unseren Breiten bislang, das Gesicht des anderen zu sehen. Auch
aus diesem Grund wurde ja die islamische Komplettverschleierung zumindest
bei offiziellen Anlässen – vor Gericht, in der Schule – so heftig diskutiert. Nun
kommt die Gesichtsverhüllung für alle.
Vermutlich werden wir unsere Worte künftig sorgfältiger wägen, wenn wir
wollen, dass sie beim anderen auch wirklich ankommen. Das aber muss kein
Nachteil sein. Die Masken-Kommunikation zwingt zu mehr Klarheit, und das
könnte zum Beispiel auch den kirchlichen Reformdiskussionen helfen: Wollen
die Verantwortlichen eine Kirche, die sich zur Gleichberechtigung der Frau
bekennt, zum wertschätzenden Umgang mit „abweichenden“, auch
gescheiterten Lebensläufen? Sagen, was ist, heißt das Gebot der Stunde. Und
nicht mehr wie bisher bloß ein paar warme, aber folgenlose Worte nuscheln.
Die können getrost die Masken schlucken.

Am Sonntag sprechen wir das Apostolische Glaubensbekenntnis.

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn. unsern Herrn.
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters:

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen

Zum Glaubensbenntnis gehört die Erneuerung des Taufversprechens. Hier mit
einem teilweise unbekannten Text mit einer bekannten Melodie:
https://www.youtube.com/watch?v=ItPif65SAlM&list=RD7yOr3ZoVNfo&index=2

Fürbitte

Beten wir für die Menschen, die in diesen Tagen das Gefühl haben, das Leben
nur eingeschränkt zu spüren durch zu viel Zeit, zu viel Arbeit, zu viel Sorge, zu
wenig Kontakt. Lass sie die kleinen und unscheinbaren Momente des Glücks

nicht übersehen.

Beten wir, das Gebet, das uns der Herr zu beten gelehrt hat:
https://www.youtube.com/watch?v=qonePg1thaQ

Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich
Und die Kraft und die Herrlichkeit,
in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit der allmächtige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest und einen

schönen Sonntag!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria
axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Zum Abschluss des Lichtblicks senden wir einen besonderen Gruß an
unsere spanischen Freunde, deren Land so viele Tote zu beklagen hat:
„La Muerte no es el Final“ (Der Tod ist nicht das Ende) – Coro Cantaré –

Sesiones en vivo

Areli Sánchez Cantando: La Muerte No Es El Final
https://www.youtube.com/watch?v=ZPSOB3nUSgQ

Du hast uns diesen Tod gesagt,
Es ist nicht das Ende der Straße,
dass, obwohl wir sterben, wir nicht sind
Fleisch eines blinden Schicksals.
Du hast uns gemacht, wir gehören dir.
Unser Schicksal ist es zu leben
Ich bin glücklich mit dir.
ohne zu leiden oder zu sterben. / (2)
Wenn Trauer uns erreicht
für einen verlorenen Bruder,
wenn die wund auf wiedersehen
suche den Glauben an die Hoffnung.
Auf dein Wort vertrauen wir,
mit der Gewissheit, dass Sie
/ du hast ihn schon wieder zum Leben erweckt,
Du hast ihn bereits ans Licht gebracht. / (2)
Als du, Herr, wieder auferstanden bist,
wir alle haben dich geschlagen
Du hast uns Leben gegeben
wie in Bethanien zum Freund.
Wenn wir an Ihrer Seite gehen,
Deine Liebe wird nicht fehlen,
/ weil wir im Sterben leben
klareres und besseres Leben. /

Tú nos dijiste que la muerte,
no es el final del camino,
que aunque morimos no somos
carne de un ciego destino.
Tú nos hiciste, tuyos somos.
Nuestro destino es vivir
/ siendo felices contigo,
sin padecer ni morir. / (2)
Cuando la pena nos alcanza
por un hermano perdido,
cuando el adiós dolorido
busca en la fe su esperanza.
En tu Palabra confiamos,
con la certeza que Tú
/ ya le has devuelto a la vida,
ya le has llevado a la luz. / (2)
Cuando, Señor, resucitaste,
todos vencimos contigo.
Nos regalaste la vida
como en Betania al amigo.
Si caminamos a tu lado,
no va a faltarnos tu amor,
/ porque, muriendo, vivimos
vida más clara y mejor. / (2)

Tagesandacht zum 25.4.2020 (42. Tag der Ausgangssperre)

  1. April
    HL. MARKUS
    Evangelist

Geht hinaus in die ganze Welt

und verkündet der gesamten Schöpfung das Evangelium. Halleluja.
Zu Beginn des Lichtblicks hören wir ein wunderbar gesungenes Gebet um

Frieden:

Dona nobis Pacem… Gib uns deinen Frieden:

https://www.youtube.com/watch?v=xKvc4k6ORL0&list=RDBYU_9hgzJm4&index=4
Johannes mit dem Beinamen Markus war der Sohn der Maria, in deren Haus
sich die Urgemeinde von Jerusalem versammelte. Er begleitete seinen
Verwandten Barnabas und den Apostel Paulus auf der ersten Missionsreise,
kehrte aber, als sie in Perge in Pamphylien ankamen, allein nach Jerusalem
zurück. Es scheint, dass er den Mut verloren hatte. Auf die zweite Missionsreise
wollte Paulus ihn nicht mehr mitnehmen. Später finden wir ihn wieder bei
Paulus. Dann war er Begleiter des Petrus in Rom. Petrus-Erinnerungen sind
auch in dem nach Markus benannten Evangelium zu erkennen, das sicher vor
der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr.) geschrieben wurde. – Nach der
Überlieferung soll Markus die Kirche von Alexandrien gegründet und geleitet
haben und dort als Märtyrer gestorben sein. Seine Reliquien kamen im 9.
Jahrhundert auf abenteuerliche Weise nach Venedig, wo ihm die Hauptkirche
(Markus-Dom) geweiht ist.

Biographie des Heiligen Markus:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Markus.htm

So dürfen wir heute mit der ganzen Kirche zu Beginn unseres heutigen Lichtblicks
beten:

Herr, unser Gott,

du hast den heiligen Markus auserwählt,
durch das Wort des Evangeliums
dein Heil zu verkünden.

Gib, dass wir gläubig auf die Botschaft hören
und unserem Herrn Jesus Christus
in Treue nachfolgen,

der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Das Wort der Lesung liest sich heute auf dem Hintergrund der Krise ganz anders.
Damals waren die Christenverfolgungen gemeint. Im Moment sind es
Ungerechtigkeiten, Leiden und Krankheiten:
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Petrus
Brüder und Schwestern!
5b Begegnet einander in Demut! Denn Gott tritt den Stolzen entgegen, den
Demütigen aber schenkt er seine Gnade.
6 Beugt euch also in Demut unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch
erhöht, wenn die Zeit gekommen ist.
7 Werft alle eure Sorge auf ihn, denn er kümmert sich um euch.
8 Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein
brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann.
9 Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens! Wisst, dass eure Brüder in
der ganzen Welt die gleichen Leiden ertragen müssen!
10 Der Gott aller Gnade aber, der euch in Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit
berufen hat, wird euch, die ihr kurze Zeit leiden müsst, wiederaufrichten,
stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen.
11 Sein ist die Macht in Ewigkeit. Amen.
12 Durch den Bruder Silvanus, den ich für treu halte, habe ich euch kurz
geschrieben; ich habe euch ermahnt und habe bezeugt, dass dies die wahre
Gnade Gottes ist, in der ihr stehen sollt.
13 Es grüßen euch die Mitauserwählten in Babylon und mein Sohn Markus.
14 Grüßt einander mit dem Kuss der Liebe! Friede sei mit euch allen, die ihr in
Christus seid.
 
Der Psalm, den wir heute sprechen ist, wie so oft, ein Treuebekenntnis des
Volks Israel an seinen Gott. In schlechten Zeiten beten Menschen wohl seit

langen Zeiten intensiver:

 
2        Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen,
bis zum fernsten Geschlecht laut deine Treue verkünden.
3        Denn ich bekenne: Deine Huld besteht für immer und ewig;
deine Treue steht fest im Himmel.
6        Die Himmel preisen, Herr, deine Wunder
und die Gemeinde der Heiligen deine Treue.
7        Denn wer über den Wolken ist wie der Herr,
wer von den Göttern ist dem Herrn gleich?
16      Wohl dem Volk, das dich als König zu feiern weiß!
Herr, sie gehen im Licht deines Angesichts.
17      Sie freuen sich über deinen Namen zu jeder Zeit,
über deine Gerechtigkeit jubeln sie.

Mit der Auferstehung und Himmelfahrt Jesu ist die Geschichte des Evangeliums nicht
zu Ende, im Gegenteil: jetzt weitet sich der Horizont; der „ganzen Welt“, „allen
Geschöpfen“ sollen die Jünger die gute Nachricht bringen, dass Jesus, der Christus,
durch seinen Tod und seine Auferstehung der Welt wieder Hoffnung gegeben hat. Der
Auftrag Jesu richtet sich zunächst an die Apostel, ist aber nicht auf diese beschränkt.
Christus selbst hat den Saulus-Paulus berufen, und die Apostel haben diese Berufung
anerkannt. Im Lauf der Jahrhunderte wird es die Aufgabe des Bischofskollegiums sein,
immer wieder Männern und Frauen, die Gott dazu beruft, die Sorge für die Ausbreitung
des Evangeliums zu übertragen.
 
 + Aus dem heiligen Evangelium nach Markus
15 In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die
ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!
16 Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird
verdammt werden.
17 Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen
geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in
neuen Sprachen reden;
18 wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht
schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund
werden.
19 Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel
aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes.
20 Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und
bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.
Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht:
https://www.youtube.com/watch?v=kV0Tc9PpjKs

 
 
Jesus Christus; der das Evangelium Gottes verkündete, bitten wir:
Steh den Glaubensboten bei, dass sie kraftvoll das Evangelium vom Frieden
verkünden.
Lass nicht zu, dass der Predigt des Evangeliums ein Hindernis in den Weg
gelegt wird.
Steh den Leidenden und Kranken bei, dass sie aus dem Evangelium neue Kraft
schöpfen.
Hilf uns, dass wir auf das Evangelium hören und unser Leben nach ihm
ausrichte!

Barmherziger Gott, du hast den heiligen Markus zu einem einzigartigen Dienst
am Evangelium gerufen. Durchdringe mit dem Geist dieser Botschaft unser
Leben durch Christus, unseren Herrn.

 Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich
Und die Kraft und die Herrlichkeit,
in Ewigkeit. Amen
Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit auf die Fürsprache des Heiligen

Evangelisten Markus der allmächtige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria
axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Zum Abschluss des Lichtblicks hören wir den Österlichen Marienhymnus im Stil

der Gregorianik
„Regina Caeli“

Der theologische Gehalt des marianischen Ehrentitels Regina caeli liegt in dem
Glauben, dass Maria als Mutter Gottes an der himmlischen Herrlichkeit ihres
auferstandenen Sohnes teilhat. Das wichtigste lehramtliche Dokument über das
himmlische Königtum Mariens ist die Enzyklika Ad caeli reginam (lat. „Zur
Himmelskönigin“) des Papstes Pius XII. vom 11. Oktober 1954. Diese Enzyklika
erläutert die biblischen, patristischen, theologischen und liturgischen
Grundlagen der marianischen Anrufung. Auf diese Lehraussagen bezog sich
das Zweite Vatikanische Konzil in seiner dogmatischen Konstitution über die

Kirche, Lumen Gentium: Maria wurde „als Königin des Alls vom Herrn erhöht,
um vollkommener ihrem Sohn gleichgestaltet zu sein“. [1]
https://www.youtube.com/watch?v=YtvoDS7CFs8

Regina caeli, laetare, alleluia.
Quia quem meruisti portare, alleluia,
Resurrexit, sicut dixit, alleluia.
Ora pro nobis Deum, alleluia.
Freu dich, du Himmelskönigin, Halleluja.
den du zu tragen würdig warst, Halleluja,
er ist auferstanden, wie er gesagt, Halleluja.
Bitt Gott für uns, Halleluja.

Tagesandacht zum 24.4.2020 (41. Tag der Ausgangssperre)

Halleluja. Halleluja.

Nicht nur von Brot allein lebt der Mensch,

sondern von jedem Wort aus Gottes Mund.

Halleluja.

Wir alle brauchen Mut in dieser Situation. So beschreibt es dieses Lied:

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

an einem Freitag hat der Herr sein Kreuz auf sich genommen. Darum steht für uns Christen der Freitag in besonderer Weise im Zeichen des Kreuzes. Am Freitag sollten wir die Nachfolge Jesu besonders ernst nehmen, denn Jesu Kreuzweg ist auch unser Weg, besonders in dieser Zeit. Auch dieser Freitag in der jetzigen Osterzeit macht uns bewusst, dass am Ende unserer Kreuzwege Ostern steht. Und trotzdem möchten wir ja immer wieder verständlicherweise das Kreuz unseres Lebens abschütteln. Wir möchten Umwege machen, dem Kreuz aus dem Wege gehen, das ist menschlich! Aber es gibt keinen anderen Weg, der zur Herrlichkeit des Osterfestes führt. Auch heute wollen wir in diesem Lichtblick um Kraft und Mut zur Nachfolge Christi bitten. So beten wir:

Heiliger Gott,

du hast deinen Sohn

der Schmach des Kreuzes unterworfen,

um uns der Gewalt des Bösen zu entreißen.

Gib uns die Gnade,

dass auch wir unser Leben nach deinem Willen ausrichten

und einmal in Herrlichkeit auferstehen

Der Weg Jesu ist auch der Weg seiner Jünger. Darum bleibt der Kirche auch der Kreuzweg nicht erspart. Wir lesen heute, dass auch die Apostel Anklagen, Haft und Strafen über sich ergehen lassen, aber trotzdem setzt sich die Osterbotschaft durch! Dies will der Evangelist Lukas der Kirche für alle Zeit sagen. Die Brotvermehrung, von der wir heute lesen ist für uns ein erster Hinweis auf die Bedeutung der Eucharistiefeier (Heilige Messe). Christus schenkt uns seine Gegenwart in überreicher Fülle. 

Der auferstandene Herr ist bei den Seinen, auch in schweren Zeiten. Er lässt die Seinen nicht im Stich. Sichtbares Zeichen seiner Nähe sind die eucharistischen Gaben von Brot und Wein, sein Leib und sein Blut. Sein Leib ist das Brot für das Leben der Welt. 

Auch heute feiert die Kirche die heilige Eucharistie, nicht öffentlich, sondern in geschlossenen Räumen. Jesus das Brot des Lebens ist in unserer Welt anwesend und lässt sich nicht durch Ausgangssperren aus der Welt vertreiben.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit

1ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt.

2Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat.

3Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder.

4Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe.

5Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben?

6Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte.

7Philippus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll.

8Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm:

9Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele!

10Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer.

11Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen.

12Als die Menge satt war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brotstücke, damit nichts verdirbt.

13Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Stücken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren.

14Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll.

„DIE MENSCHEN, die zu uns kommen, erwarten Brot. Böten wir ihnen Steine zum Anschauen, hätten wir unsere ökumenische Berufung verfehlt. Sie suchen Menschen, die Gott ausstrahlen. Das setzt ein in Gott verborgenes Leben voraus, damit in uns die Präsenz Christi neu lebendig werde“ (Roger Schutz).

Brot teilen bedeutet mehr als körperlich satt werden:

Vor 3000 Jahren war sich das Volk Israel schon sicher: Bei Gott finde ich Schutz, bei Gott bin ich sicher! Dies galt und gilt besonders in schweren Zeiten. So können wir uns dieser alten Gewissheit im Gebet anschließen:

       Der Herr ist mein Licht und mein Heil:

          vor wem sollte ich mich fürchten?

          Der Herr ist die Kraft meines Lebens:

          vor wem sollte ich bangen?

       Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich:

          im Hause des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens,

          die Freundlichkeit des Herrn zu schauen

          und nachzusinnen in seinem Tempel.

13      Ich aber bin gewiss, zu schauen

          die Güte des Herrn im Lande der Lebenden.

14      Hoffe auf den Herrn, und sei stark!

          Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn.

Wir beten zu Gott, unserem gütigen und allmächtigen Vater:

Bewahre alle, die Macht haben davor, ihre Macht zu missbrauchen!

Mach uns stark im Glauben, in der Hoffnung und der Liebe, damit wir diese Krise gut überstehen!

Sei denen nahe, die unter den Ausgangssperren dieser Welt leiden!

Gott, du bist die Kraft unseres Lebens, du weißt, worunter wir leiden und weißt, worum wir bitten. Du wirst uns erhören. Wir danken Dir und vertrauen auf Dich! Amen!

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Zum Abschlusseine Geschichte über Mut, Kraft und Vertrauen: 

Der Schmetterling

Tagesandacht zum 23.4.2020 (40. Tag der Ausgangssperre)

Die Zahl 40 steht in der Bibel für eine Zeit, in der sich das Leben durch die Begegnung mit Gott verändert

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

dass sich die Vorbereitungszeit auf Ostern gerade als 40-tägige Zeit – als „Quadragesima“ – herausgebildet hat, ist keineswegs Zufall. Auch die Zeit der Erscheinungen des Auferstanden bis Christi Himmelfahrt wird in einigen Evangelien mit 40 Tagen beschrieben.

Die Zahl 40 spielt in der Bibel eine große Rolle: 40 Tage lang weilt beispielsweise Mose auf dem Berg Sinai, um das Gesetz zu empfangen. Der Prophet Elija geht nach schweren Depressionen 40 Tage und 40 Nächte zum Berg Horeb, um Gott zu begegnen. Die Zahl 40 steht für eine Zeit, in der sich das Leben durch die Begegnung mit Gott verändert. Heute ist der 40. Tag unseres Hausarrestes in Spanien.

Außer Mose und Elija gibt es noch eine Reihe von anderen Beispielen zur Zahl 40 in der Bibel: 40 Tage und 40 Nächte dauert nach der Erzählung des Buches Genesis die Sintflut, 40 Jahre irren die Israeliten durch die Wüste, ehe sie in das Gelobte Land kommen. 40 Tage nach seiner Geburt wird das Kind zum Tempel gebracht (Darstellung des Herrn-Maria Lichtmess) Und schließlich stehen auch am Beginn des Wirkens Jesu 40 Tage: Diese Zeit fastet er in der Wüste. Er erscheint 40 Tage lang nach seiner Auferstehung, bis er zum Vater heimkehrt. Am 40. Tag sollten wir auch das danken nicht vergessen… für so Vieles…

Lasst uns Gott für diesen neuen Tag danken. Heute mit dem berühmten Leuthener Choral (Nun danket alle Gott…) in einer monumentalen Version aus dem Heiligtum der Mormonen in Salt Lake City, Utah USA. Wir teilen als Christen zwar nicht ihren Glauben, aber ihr Gesang ist für mich berührend.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts gehörte das Lied bereits zum festen Bestand vieler bedeutender evangelischer Kirchengesangbücher in Deutschland. Berühmt wurde es im 18. Jahrhundert in Anlehnung an die Schlacht von Leuthen als „Choral von Leuthen“. In der Nähe des niederschlesischen Ortes Leuthen besiegte am 5. Dezember 1757 die preußische Armee unter Friedrich II. die Österreicher im Siebenjährigen Krieg. Am Abend nach der Schlacht sollen 25.000 Soldaten spontan das Lied angestimmt haben, das in der Folgezeit zunächst in Preußen, später in ganz Deutschland zu einer beliebten vaterländischen Hymne avancierte. Der Choral wurde auch 1955 im Lager Friedland nach Ankunft der offiziell letzten deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion, deren Heimkehr Bundeskanzler Konrad Adenauer erwirkt hatte, angestimmt.

Gebet
Gott, in der Apostelgeschichte lesen wir, dass die ersten Christen ein Herz und eine Seele waren und keiner unter ihnen Not litt. Ich komme zu dir für alle, die in dieser Zeit spüren, dass die Medaille Liebe eine zweite Seite hat, die Sehnsucht heißt, Sehnsucht nach der Gemeinschaft mit der eigenen Familie, Sehnsucht nach der Gemeinschaft im Gottesdienst. Ich komme zu dir für alle, die Not leiden und nicht mehr wissen, wie es weitergehen kann. Und ich vertraue dir, dass du uns nicht alleine lässt, sondern uns durch diese Zeit begleitest. Amen.

In der Apostelgeschichte lesen wir fast schon den „Vorläufer“ dessen, was in der Neuzeit zur „Religionsfreiheit“ wird. Es ist interessant nach Parallelen in der Krise zu suchen.

Weder Polizeigewalt noch autoritäre Einschüchterungsversuche können die Apostel daran hindern, als freie Menschen aufzutreten und zu bezeugen, was sie gesehen und erlebt haben. Petrus wiederholt seine frühere Antwort: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“. Gott hat aber deutlich gesprochen, 1. durch die Ereignisse: er hat Jesus auferweckt und zum „Herrn“ gemacht: und 2. durch den Geist, der die Sicherheit des Glaubens und die Kraft des Wortes gibt. Es ist der „Gott unserer Väter“: der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der auch jetzt noch Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden schenken will. Im Glauben an diesen Gott weiß Petrus sich mit den Männern des Hohen Rates einig. Er kann sich nicht vorstellen, dass Israel das Angebot Gottes abweisen oder dass Gott sein Angebot zurückziehen wird. – 

Lesung aus der Apostelgeschichte

In jenen Tagen

27führten der Tempelhauptmann und seine Leute die Apostel herbei und stellten sie vor den Hohen Rat. Der Hohepriester verhörte sie

28und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.

29Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

30Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt.

31Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken.

32Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen.

33Als sie das hörten, gerieten sie in Zorn und beschlossen, sie zu töten.



Das jüdische Volk hat sich auch in schweren Zeiten auf seinen Gott verlassen und so können auch wir beten:
Ich will den Herrn allezeit preisen,

immer sei sein Lob in meinem Mund!

Kostet und seht, wie gütig der Herr ist,

wohl dem, der bei ihm sich birgt.

Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen,

um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.

Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr,

er entreißt sie all ihren Ängsten.

Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen,

hilft denen auf, die zerknirscht sind.

Der Gerechte muss viel leiden,

doch allem wird der Herr ihn entreißen.

Der Herr erhört den Armen, er hilft ihm aus all seiner Not.

Habt keine Angst, Gott hört Euer Gebet:

Fürbitte
Lasset uns beten für die Menschen, denen die Zeit lang wird, denen der Atem ausgeht, die Einsamkeit und das Alleinsein gut zu gestalten. Lasset uns beten für die Familien, die auf engstem Raum nicht mehr die Erfahrung von „ein Herz und eine Seele“ machen können, weil der Alltagsstress zu groß wird. Lasset uns beten für die, die in Kurzarbeit sind, mit wenig Geld auskommen müssen und sich Sorgen um die berufliche Zukunft machen. Lasset uns beten für uns selbst, dass wir den Blick füreinander nicht verlieren, sondern die Not des anderen sehen und solidarisch handeln

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Gottes Gnade ist groß…. und wunderbar

Tagesandacht zum 22.4.2020 (39. Tag der Ausgangssperre)

Ich will dir danken, Herr, vor den Völkern;

deinen Namen will ich allen Menschen verkünden. Halleluja.

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

in der Osterzeit lesen wir aus der Apostelgeschichte. Sie schildert uns, wie sich das Wort Gottes Bahn bricht, wie sich der Glaube an Jesus Christus nicht in Gräbern oder hinter Gefängnismauern zurückhalten oder durch Verbote unterdrücken lässt, sondern sich immer weiter ausbreitet. Der christliche Glaube ist krisenfest! Der Geist Gottes gibt auch in scheinbar aussichtslosen Situationen die Kraft zur Verkündigung, so dass die Kirche wächst, auch wenn sie verfolgt wird und unter Druck steht. Und es ist nicht nur das Wort, sondern vor allem das gelebte Beispiel der Liebe, das ansteckend wirkt.

Christ ist erstanden. Die Kirche wird nicht müde, diese Tat Gottes zu verkünden:

Wir beten:

Allmächtiger Gott,

in den österlichen Geheimnissen,

die wir jedes Jahr feiern,

hast du dem Menschen

seine ursprüngliche Würde wiedergeschenkt

und uns die sichere Hoffnung gegeben,

dass wir auferstehen werden.

Gib, dass die Erlösung

in täglichen Werken der Liebe

sichtbar wird.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Nach einem ersten Verhör vor dem Hohen Rat waren Petrus und Johannes mit einem strengen Redeverbot entlassen worden (Apg 4,18-21). Die Apostel kümmerten sich nicht darum, wie sich aus der zusammenfassenden Darstellung 5,12-16 ergibt. – Der Bericht über eine neuerliche Verhaftung der Apostel und das anschließende Verhör (5,17-42) ist auf drei Tageslesungen verteilt. Im heutigen ersten Teil steht das Wichtigste in den Versen 20-21a: die Christusbotschaft muss auf jeden Fall verkündet werden. Die Apostel wissen auch ohne langes Besinnen, wo sie „alle Worte dieses Lebens“ zu verkünden haben: im Tempel. 

Dort finden sie schon am Morgen die Gemeinde zum Gebet versammelt. „Alle Worte dieses Lebens“ (V. 20) bedeutet das Gleiche wie „das Wort dieses Heils“ in Apg 13,26; es ist die Botschaft vom Heil, das von Gott kommt und das in der Person des Auferstandenen und in der Kraft des Pfingstgeistes sichtbar geworden ist. Es kommt zu den Menschen durch das gesprochene Wort und das gelebte Zeugnis der Jünger.

 Lesung aus der Apostelgeschichte

In jenen Tagen

17erhoben sich voll Eifersucht der Hohepriester und alle, die auf seiner Seite standen, nämlich die Gruppe der Sadduzäer.

18Sie ließen die Apostel verhaften und in das öffentliche Gefängnis werfen.

19Ein Engel des Herrn aber öffnete nachts die Gefängnistore, führte sie heraus und sagte:

20Geht, tretet im Tempel auf, und verkündet dem Volk alle Worte dieses Lebens!

21aSie gehorchten und gingen bei Tagesanbruch in den Tempel und lehrten.

21bWährenddessen kam der Hohepriester mit seinen Begleitern. Sie riefen den Hohen Rat und alle Ältesten der Söhne Israels zusammen; man schickte Boten zum Gefängnis, um die Apostel vorführen zu lassen.

22Die Diener gingen, fanden sie aber nicht im Gefängnis. Sie kehrten zurück und meldeten:

23Wir fanden das Gefängnis sorgfältig verschlossen und die Wachen vor den Toren stehen; als wir aber öffneten, fanden wir niemand darin.

24Der Tempelhauptmann und die Hohenpriester waren ratlos, als sie das hörten, und wussten nicht, was nun werden sollte.

25Da kam jemand und meldete ihnen: Die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk.

26Da ging der Tempelhauptmann mit seinen Leuten hin und holte sie, allerdings nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten, vom Volk gesteinigt zu werden.

Wohl denen, die da wandeln….

Im Alten Testament finden sich immer wieder Gebete und Psalmen, die das Vertrauen des Volkes in seinen Gott zeigen. So können auch wir beten:

2        Ich will den Herrn allezeit preisen;

          immer sei sein Lob in meinem Mund.

3        Meine Seele rühme sich des Herrn,

          die Armen sollen es hören und sich freuen. – (R)

4        Verherrlicht mit mir den Herrn,

          lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen!

5        Ich suchte den Herrn, und er hat mich erhört,

          er hat mich all meinen Ängsten entrissen. – (R)

6        Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten,

          und ihr braucht nicht zu erröten!

7        Da ist ein Armer; er rief, und der Herr erhörte ihn.

          Er half ihm aus all seinen Nöten. – (R)

8        Der Engel des Herrn umschirmt alle, die ihn fürchten und ehren,

          und er befreit sie.

       Kostet und seht, wie gütig der Herr ist,

          wohl dem, der bei ihm sich birgt. – (R)

Wir beten:

Für alle Menschen, die durch die Krise verschlossen und ängstlich geworden sind!

Um den Frieden, den du deinen Jüngern versprochen hast!

Um das Festhalten am Glauben in schwierigen Situationen!

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Der Segen Gottes komme herab auf alle! Seid behütet! So wird es oft von unseren evangelischen Schwestern und Brüdern gesagt:

Tagesandacht zum 21.4.2020 (38. Tag der Ausgangssperre)

Christus musste leiden und von den Toten auferstehen

und dadurch in seine Herrlichkeit eintreten. Halleluja.

Geheimnis des Glaubens: Im Tod ist das Leben. Das feiern wir an Ostern und in diesen österlichen Tagen. Im Tod Jesu, der am Kreuz erhöht wurde, ist das neue Leben für uns entstanden. Im scheinbaren Scheitern liegt der Keim des Neuen, das Ende ist eigentlich der Anfang. Heute hören wir weiter das Gespräch, das Jesus mit Nikodemus führte der nach der Wahrheit sucht. Er gleicht dem Heiligen des heutigen Tages, Anselm von Canterbury, der von großem Verstande war, aber spürte, dass er Gott mit dem Herzen erfassen muss. Und wir gedenken noch des Heiligen Konrad von Parzham, dessen Buch das Kreuz Christi war, wie er selbst sagte. Sehr einfache Pförtner des Kapuzinerklosters in Altötting lebte nach dem Wort Jesu, im Armen und Fremden den Herrn, zu erkennen.

Informationen zu Anselm von Canterbury und Konrad von Parzham: http://kathpedia.com/index.php?title=Anselm_von_Canterbury

Ein interessantes Video zum ontologischen Gottesbeweis des Anselm von Canterbury. Für alle, die mehr wissen wollen über ein kompliziertes philosophisches Thema:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienK/Konrad_von_Parzham.html

Die Botschaft dieses Liedes ist einfacher zu verstehen als die Lehren Anselms. Die Einfachheit des Heiligen Konrads ist mindestens so beeindruckend wie die intellektuelle Schärfe Anselms:

Ruhama – Da berühren sich Himmel und Erde

Gebet
Herr, heute feiern wir deine Barmherzigkeit und danken dir für alle Momente in unserem Leben, wo wir diese schon erfahren durften. Du hast das Gesetz „Auge um Auge, und Zahn um Zahn“ aufgehoben und Barmherzigkeit vorgelebt. Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig, dass wir deinem Beispiel folgen und unser Herz weit öffnen für viele schwierige Situationen in unseren Wohnungen und Häusern, in unseren Familien und Beziehungen, auf der Arbeit und überall dort, wo Kontakt mit anderen Personen stattfindet. Amen.

Wahrscheinlich beschreibt Lukas in der heutigen Lesung ein Ideal und keine Realität. Aber christliche Gemeinden als Gruppen der praktischen Solidarität und Nächstenliebe zu organisieren, ist zu jeder Zeit ein aktueller Anspruch, besonders in der Krise. Jesus gibt die Blickrichtung vor. Die Jüngergemeinde in Jerusalem wird die „Gemeinde der Gläubigen“ genannt: die Gemeinde derer, denen der Glaube an den auferstandenen Herrn zum großen Lebensinhalt geworden ist. Sie haben alles gemeinsam: den Glauben, das Gebet, die Freude und auch den Besitz. In dem Idealbild, das hier von der christlichen Gemeinde gezeichnet wird, gibt es keine Armen. Die Verheißung „Es wird bei dir keine Armen geben“ kann dort wahr werden, wo die Menschen „ein Herz und eine Seele“ sind. Spaltung schafft Armut, und Reichtum schafft Spaltung. Die Spaltung aber macht es unmöglich, die Auferstehung Jesu glaubwürdig zu verkünden. Er ist kein Zufall, dass in der heutigen Lesung beides verbunden ist: die Gemeinsamkeit des Besitzes und die Kraft der apostolischen Verkündigung.

Lesung aus der Apostelgeschichte

32Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.

Großer Gott wir loben Dich (NEUE VERSION)

33Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen.

34Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös

35und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.

36Auch Josef, ein Levit aus Zypern, der von den Aposteln Barnabas, das heißt übersetzt Sohn des Trostes, genannt wurde,

37verkaufte einen Acker, der ihm gehörte, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.