Templo Ecumenico

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TEMPLO ECUMENICO – PLAYA DEL INGLES GRAN CANARIA
PLAZA MASPALOMAS

In den sechziger Jahren lernte der Süden der Insel „Gran Canaria“ eine gewaltige Entwicklung des schon 50 Jahre früher in Las Palmas begonnenen Tourismus kennen.

Infolge dessen ergab sich die Aufgabe, die ständig wachsende Zahl der Touristen geistlich zu betreuen.
Der damalige Diozösan Bischof von Canarias Mons. INFANTES FLORIDO wurde bald dieser Aufgabe, auch in Bezug auf die Vielfalt der christlichen Konfessionen, bewußt. Als Kind des Konzils und eifriger Ökumeniker war ihm das ein Herzensanliegen.
Mit massiver Unterstützung des Grafen „DE LA VEGA GRANDE“ Alejandro del CASTILLO, der das Grundstück für den Bau eines ökumenischen Templos zur Verfügung stellte, konnte die Sorge des damaligen Bischofs, eine zufriedenstellende Lösung finden.
Der Kirchenbau begann 1968 unter der Leitung des Architekten Manuel de la PERA und wurde Ende 1970 vollendet.
Die feierliche offizielle Einweihung, des in Gestalt eines umgekippten Schiffes gebauten Templos, fand in der Woche des Gebetes für die Einheit der Christen im Januar 1971 statt.
Das Gebäude enthält in seiner Schlichtheit eine Fülle von Symbolen, die sich auf die Gestalt Jesu Christi beziehen. In diesem Namen versammeln sich alle vertretenen Konfessionen nach einem festgelegten Fahrplan. Eine große Zahl der offiziellen und freien, skandinavischen Kirchen Europas erleben in diesem Templo ihre Gemeinsamkeit.
Fast alle feiern ihre Liturgien während der Hochsaison, d.h. Von Ende Oktober bis Ende April.
Einige Elemente des schönen Baus haben eine besondere künstlerische Bedeutung, welche die Besucher des Templos immer wieder faszinieren.
An erster Stelle ist der 11 Tonnen schwere Altarstein zu erwähnen, der uns an Christus „Grundstein der Kirche“ erinnert.
Ein gewaltig großes und prächtig buntes Glasfenster befindet sich hinter dem Steinaltar. Unvermeidlich wird der Blick des Besuchers von der Kraft des Lichtes und der Farben überwältigt.
Prägende Bedeutung bekommen die eisernen Schmiedekunstgitter, die sich am vorderen und westlichen Flügel des Templos befinden. Die gebrochenen Pfeifen einer Orgel sollen an die zerbrochene Einheit der Christen erinnern.
Am Eingang vor dem Templo steht eine eiserne viereckige Säule, auf der der eingravierte Namen dessen zu lesen ist, dem der Tempel geweiht worden ist:
EL SALVADOR – DEM HEILAND.
Eine kleine Nebenkapelle dient den Katholiken zur Verehrung des Allerheiligsten und er Gottesmutter. Die innerliche Harmonie des Raumes wird vom Licht eines künstlerisch wertvollen Glasfensters geprägt, das die rechte Wand der Kapelle schmückt und mit der Taufe in Verbindung gebracht wird.

Die Christen aller Länder sind in dieser Kirche willkommen. In verschiedenen Sprachen werden Texte der betreffenden Liturgie verteilt.

Im Templo finden nicht nur Gottesdienste statt, sondern auch Veranstaltungen wie:

  • wöchentliches Treffender AA (anonyme Alkoholiker)
  • Orgel-und Chor-Konzerte
  • spanische Vorbereitungskurse zur kirchlichen Eheschließung und
  • regelmäßige Treffen der verschiedenen Gemeinden im Pfarrsaal (Centro Ecumenico).

Außerdem gibt es eine deutschsprachige Leihbücherei.

Bei drei Anlässen kommen alle im „Templo Ecomenico“ vertretenen christlichen Konfessionen zusammen:

  • am 25. Januar zum Gottesdienst der Gebetswoche für die Einheit der Christen unter dem Vorsitz des Diozösan-Bischofs, zur Zeit Mons. FRANCISCO CASES ANDREU
  • am Karfreitag in der Nacht zum gemeinsamen Kreuzweg
  • am Silvesterabend zum Gebet um Frieden in der Welt

Der Rektor des „Templo“, als von dem Bischof beauftragter Priester, koordiniert alle amtierenden Pastoren seit über 25 Jahre und trägt zugleich die ganze Verantwortung für die verschiedenen Bereiche der Verwaltung und des Handelns im „Templo“.