Archiv der Kategorie: Geistlicher Impuls

Geistliches Wort zu Ostern

Über das österliche Triduum – Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag – hat der heilige Augustinus geschrieben: „Beachte also wohl jene drei hochheiligen Tage der Kreuzigung, des Grabes und der Auferstehung. Was von diesen drei Geheimnissen das Kreuz bedeutet, das erfüllen wir in diesem Leben; was aber das Grab und die Auferstehung bedeutet, das vollzieht sich in Glaube und in Hoffnung“ (Epist. 55,24).

In diesem Jahr, das hinter uns liegt, haben wir wie niemals zuvor die Erfahrung gemacht, was der Karfreitag und das Begräbnis symbolisieren: nämlich das Geheimnis des Kreuzes. Gerade deshalb und damit wir nicht den Mut verlieren, brauchen wir in diesem Jahr mehr denn je das, was wir im Glauben und in der Hoffnung festhalten, nämlich die Auferstehung. Lassen wir uns also ganz auf den lebensspendenden Atem der Auferstehung Christi ein.

Am Anfang der Osternacht steht der Ritus des Anzündens der Osterkerze. Aus dem lebendigen Feuer zündet der Zelebrant die große Kerze an; aus ihr zünden die ihm nahestehenden Gläubigen ihre Kerzen an; dann alle anderen, jeder von seinem Nachbarn. Es ist ein Symbol für das, was mit der Hoffnung geschehen soll. Wir sollen das Licht der Hoffnung aus der Auferstehung Christi entzünden oder neu entfachen, um es dann an diejenigen weiterzugeben, die uns in der Familie und im Leben nahestehen.

Kehren wir zurück zum österlichen Triduum: Bei seiner Auferstehung kehrte Jesus nicht in sein früheres Leben zurück wie Lazarus, sondern in ein besseres Leben, frei von allen Lasten. Hoffen wir, dass es auch für uns so sein wird. Hoffen wir, dass die Welt – wie es uns Papst Franziskus immer wieder sagt – aus dem Grab, in dem uns die Pandemie ein Jahr lang eingesperrt hat, besser herauskommt, als sie hineingegangen ist.

Ihnen und Euch allen ein gesegnetes Osterfest!

Ihr/Euer  Pfarrer Axel Werner

Geistliches Wort

Heute beginnen wir die Feier der heiligen Woche. Es ist der Höhepunkt des Kirchenjahres, den wir Christen begehen. Zugleich schauen wir auf ein Jahr in der Corona Pandemie zurück. Vieles ist anders geworden, wohl auch für manchen von uns die Art und Weise, wie wir glauben, wie wir unseren Glauben leben, wie wir unser Leben mit dem Glauben verbinden. 
Genau darum geht es in der heiligen Woche, die mit dem Palmsonntag beginnt. Wir beginnen einen Weg, den wir mit Jesus gehen und wir versuchen dabei, unseren eigenen Weg mit ihm in Berührung zu bringen. 
Dazu braucht es Zeit, um einzutauchen in sein Geheimnis, um zu verstehen, wie er ist und was er mir bedeuten kann.Und es kann mühselig werden, anstrengend und manchmal auch zu viel. Es scheint aber keinen anderen Weg zu geben, wenn wir das Geheimnis heranrücken wollen, dass wir Gott nennen und das auch immer das Geheimnis von mir selbst, ja das Geheimnis des Lebens überhaupt meint. Herzlich lade ich Sie zur Mitfeier der Gottesdienste in der heiligen Woche ein! Es grüßt sie herzlich! 
Ihr Pfarrer Axel Werner

Geistliches Wort

Der Herr, der uns zur Umkehr und Buße ruft, sei mit uns allen. 
Mit dem Aschermittwoch beginnt die österliche Bußzeit. Schon diese Bezeichnung erschliesst den Sinn und das Ziel der 40 tägigen Fastenzeit: Besinnung und Vorbereitung auf Ostern als das größte Fest unseres Glaubens. Das Kreuz auf der Stirn mit der Asche, die aus im Osterfeuer verbrannten Palmzweigen des Vorjahres gewonnen wurde, erinnert uns an die Vergänglichkeit unserer Existenz: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“. Dieses Zeichen fordert uns aber auch auf, den Weg der Umkehr anzutreten, uns von Gott anschauen zu lassen, in der Begegnung mit ihm, seine liebende Nähe von Neuem zu erfahren. „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“. Erst dann, wenn wir uns auf Gott und seine Kraft verlassen, spüren wir, dass unser Leben einer Kurskorrektur bedarf. Einer Abwendung vom Bösen und einer Entschiedenheit für das Gute! 
Viel Segen für die Fastenzeit wünsche ich Ihnen! 
Ihr Pfarrer Axel Werner

Neues Geistliches Wort

Das Christentum ist eine Religion des Wortes Gottes. Allerdings nicht nur eines geschriebenen oder gesprochenen, sondern des fleischgewordenen und lebendigen Wortes. In Jesus Christus ist das ganze Wort Gottes gegenwärtig. In Jesus findet auch die Mittlerschafft zwischen Gott und den Menschen ihre Erfüllung. Jesus ist wahrer Gott und wahrer Mensch, er ist nicht nur ein beliebiger Mittler zwischen Gott und den Menschen, sondern er ist der Mittler des neuen und ewigen Bundes. Jesus schenkt uns das Heil nicht nur, er hat uns in seiner frohen Botschaft auch Hinweise gegeben, wie wir an diesem Heil mitwirken können. Haben wir Mut, dem Wort Gottes in unserem Leben Raum zu geben, und es auch als konkrete Hilfe zur Alltagsbewältigung zu betrachten. Wenn wir uns bei der Bewältigung unseres Alltags unsicher sind, ob etwas dem Willen Gottes entspricht oder nicht, können uns zwei Fragen weiterhelfen.Was dient dem Leben? Und was würde Jesus in dieser Situation tun? Wer diese Fragen ernsthaft erwägt, ist auf dem richtigen Weg.Herzliche und sonnige Grüße aus Gran Canaria! Ihr Pfarrer Axel Werner

Geistliches Wort

Weihnachten hat das Weltklima nachhaltig beeinflusst und verändert. Gerade dieses menschliche und göttliche Klima muss uns auch wichtig sein und für dieses Klima müssen wir uns auch einsetzen: Christmas for future! Weihnachten, Jesus Christus für unsere Zukunft! Schauen wir das Kind in der Krippe an! In der Anbetung und in der Begegnung mit dem Kind werden wir von einer unbegreiflichen Liebe beschenkt, die ein neues Klima unter uns Menschen schafft. Schenken wir diese Liebe weiter, dann verändert sich wiederum etwas, es entsteht ein neues Klima des Miteinander und des füreinander. Weihnachten beeinflusst das Weltklima, das niemand mehr aufhalten kann. Wer die Botschaft von Weihnachten in sein Herz lässt, der verändert mit seinem Leben, mit seiner Güte, mit seiner Menschenfreundlichkeit, mit seiner Barmherzigkeit und Freude nicht nur sich selbst, sondern auch seine Umwelt und es entsteht ein lebensnotwendiges Klima, ein Klima der Liebe, der Menschlichkeit und des Friedens. 
Nur so bringen wir Weihnachten in die Welt und nur so kann sich die Botschaft von Weihnachten Jahr für Jahr verbreiten, denn es ist die wichtigste Botschaft an unsere Welt heute. Ohne diese Liebe, ohne diese Mitmenschlichkeit und ohne diesen Frieden ist unsere Welt gefährdeter denn je. Tragen wir diese Botschaft von der Liebe und des Friedens heute, morgen und an allen Tagen zu den Menschen, denn nur in diesem Klima können wir in Frieden und Freude miteinander leben. Frohe und gnadenreiche Weihnachten!Ihr Pfarrer Axel Werner 

Advent- Zeit des Nachdenkens und des Neuanfangs!

Wollen wir wirklich zu unserer Normalität von vor dem Corona Virus zurück ? Jeder einzelne muss den eigenen Lebensstil überprüfen: Konsum, Reisen , Urlaub , Vergnügen- ist mein Handeln verträglich für meine Umwelt oder lebe ich auf Kosten anderer und zukünftiger Generationen ? 
Wie oft denken wir: Das habe ich mir verdient, das gönne ich mir! 
Dabei wird vergessen, dass wir uns leider viele Dinge leisten können , die dem Planeten und zukünftigen Generationen gar nicht gut tun. 
Machen wir in diesem Advent den Anfang mit einem neuen Denken: Fragen wir uns: Machen mich Dinge wirklich glücklich, von denen ich eigentlich weiß , dass sie schädlich sind oder Ungerechtigkeit fördern ? Was macht wirklich glücklich , was brauche ich wirklich ? Da haben wir in der Corona Zeit einiges gelernt, ja lernen müssen. 
Es müssen Weichen neu gestellt werden! Im Advent wird erneut klar, dass die Gesellschaft viel zu lernen hat: Solidarität, Rücksicht nehmen, Abstand halten, gegen die hoppla, jetzt komm ich Mentalität, die uns doch allen so auf die Nerven geht. Der Advent bietet uns die Gelegenheit zu lernen, dass es auch anders geht. Die Ansteckungsgefahr zwingt uns, auf die anderen zu schauen und an andere zu denken. Wir hätten längst mehr tun sollen und müssen es in Zukunft auch unter normalen Bedingungen tun. Nicht nur: Ich, sondern immer: Ich und die anderen! Gerechtigkeit ist ein wichtiges Thema im Advent! Auch da ist in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kirche und bei jedem Einzelnen von uns noch viel Luft nach oben! Eine gesegnete Adventszeit wünscht Ihnen ! 
Ihr Pfarrer Axel Werner

Tagesandacht zum 4.5.2020 (51. Tag der Ausgangssperre)

pastedGraphic.png

Christus ist vom Tod erstanden; er stirbt nicht mehr.

Gebrochen ist die Macht des Todes. Halleluja.

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

vor drei Wochen durften wir Ostern feiern. Inzwischen ist auch, wegen der Krise, bei vielen die Festfreude verblasst. Die Tage sind geprägt von der Sorge um die Zukunft. Die Kirche möchte in ihrer Liturgie die festliche Freude wachhalten. 50 Tage hindurch wollen wir feiern! Wir sollten unser Herz weit machen und so viel österliche Freude nach draußen tragen, gerade in der Krise ist dies ein besonderes Zeichen.

 Heute beschäftigen wir uns mit einer entscheidenden Frage für die frühe Kirche: Ist Gottes Sohn Mensch geworden nur für die verlorenen Schafe des Hauses Israel? Der Geist Gottes selbst gibt die Antwort. Er führt Petrus, den ersten der Apostel, zu den Heiden, denn auch für sie ist Jesus gestorben. Auch für sie: das heißt: auch für uns! 

Herzliche Einladung zum heutigen Lichtblick, möge dieser Tag uns viel Segen schenken!

Lassen wir uns durch Franz Schubert zum heutigen Lichtblick einladen:

Die Lesung beschreibt einen entscheiden Zeitpunkt der Geschichte des Christentums. Um die Lesung besser zu verstehen, lesen wir als Vorbereitung den folgenden Text:

In Apg 10-11 steht die ausführlichste Bekehrungsgeschichte des ganzen Neuen Testaments. Die Ausführlichkeit hat ihren Grund: es handelt sich um die Aufnahme des ersten Heiden (griechisch-römische Umwelt) in die Kirche und damit um die offizielle Eröffnung der Heidenmission. Bis jetzt hat sich die Predigt der Apostel nur an Juden gerichtet; der Schritt in die Welt des Heidentums war schwieriger, als wir uns heute vorstellen können. Die Macht der jüdischen Überlieferung und auch der Vorurteile gegenüber den Nichtjuden war so stark, dass Gott selbst eingreifen musste. Lukas legt Wert darauf, festzustellen, dass dieser Schritt nicht etwa von Paulus getan wurde, sondern von Petrus, und dass er von der Gemeinde in Jerusalem wenigstens nachträglich gebilligt wurde. „Gott hat also auch den Heiden die Umkehr zum Leben geschenkt“ (11,18); denn „in jedem Volk ist der bei Gott willkommen, der ihn fürchtet und tut, was recht ist“ (10,35). – Diese Botschaft ist heute auf neue Weise aktuell. 

Lesung aus der Apostelgeschichte

In jenen Tagen

erfuhren die Apostel und die Brüder in Judäa, dass auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hatten.

Als nun Petrus nach Jerusalem hinaufkam, hielten ihm die gläubig gewordenen Juden vor:

Du hast das Haus von Unbeschnittenen betreten und hast mit ihnen gegessen.

Da begann Petrus, ihnen der Reihe nach zu berichten:

Ich war in der Stadt Joppe und betete; da hatte ich in einer Verzückung eine Vision: Eine Schale, die aussah wie ein großes Leinentuch, das an den vier Ecken gehalten wurde, senkte sich aus dem Himmel bis zu mir herab.

Als ich genauer hinschaute, sah ich darin die Vierfüßler der Erde, die wilden Tiere, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels.

Ich hörte auch eine Stimme, die zu mir sagte: Steh auf, Petrus, schlachte, und iss!

Ich antwortete: Niemals, Herr! Noch nie ist etwas Unheiliges oder Unreines in meinen Mund gekommen.

Doch zum zweiten Mal kam eine Stimme vom Himmel; sie sagte: Was Gott für rein erklärt hat, nenne du nicht unrein!

Das geschah dreimal, dann wurde alles wieder in den Himmel hinaufgezogen.

Da standen auf einmal drei Männer vor dem Haus, in dem ich wohnte; sie waren aus Cäsarea zu mir geschickt worden.

Der Geist aber sagte mir, ich solle ohne Bedenken mit ihnen gehen. Auch diese sechs Brüder zogen mit mir, und wir kamen in das Haus jenes Mannes.

Er erzählte uns, wie er in seinem Haus den Engel stehen sah, der zu ihm sagte: Schick jemand nach Joppe, und lass Simon, der Petrus genannt wird, holen.

Er wird dir Worte sagen, durch die du mit deinem ganzen Haus gerettet werden wirst.

Während ich redete, kam der Heilige Geist auf sie herab, wie am Anfang auf uns.

Da erinnerte ich mich an das Wort des Herrn: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden.

Wenn nun Gott ihnen, nachdem sie zum Glauben an Jesus Christus, den Herrn, gekommen sind, die gleiche Gabe verliehen hat wie uns: wer bin ich, dass ich Gott hindern könnte?

Als sie das hörten, beruhigten sie sich, priesen Gott und sagten: Gott hat also auch den Heiden die Umkehr zum Leben geschenkt.

Bitten wir um Frieden in dieser herausfordernden Zeit


Schon das Volk Israel hatte Sehnsucht, seinem Gott zu begegnen. Auch wir Christen warten auf die Öffnung der Kirchen und unsere Gottesdienste:
          Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,

so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.

          Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.

  Wann darf ich kommen und Gottes Antlitz schauen? – (

          Sende dein Licht und deine Wahrheit,

          damit sie mich leiten;

          sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg

          und zu deiner Wohnung.

          So will ich zum Altar Gottes treten,

          zum Gott meiner Freude.

          Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben,

          Gott, mein Gott.

R Meine Seele dürstet nach Gott,

          nach dem lebendigen Gott

Gott, wir bitten Dich: Schau auf unser Leben:

Herr Jesus Christus, bleibe bei uns als das Licht in unserer Finsternisals die Macht in unserer Ohnmachtals das Leben in unserem Todals der Trost in unserem Leidals die Kraft in unseren Versuchungenals das Erbarmen in unserer Friedlosigkeitals die Hoffnung in unserem Sterben als das Leben unseres Lebens.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns 
Sünder
jetzt und in der Stunde unseres 
Todes.
Amen.

George Bizet „Ave Maria“ singt Tatiana Rubinskaya

Tagesandacht zum 3.5.2020 (50. Tag der Ausgangssperre)

4. Sonntag der Osterzeit

Halleluja. Halleluja.(So spricht der Herr:)Ich bin der gute Hirt;ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.Halleluja. 

pastedGraphic.png

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

Mit dem Bild vom guten Hirten beschreibt Jesus seine Beziehung zu uns Menschen. Es ist ein schönes Bild. Es drückt Vertrauen, Liebe und Hingabe aus. Das wird erfahrbar, wenn wir im Evangelium die Stimme des guten Hirten hören oder wenn wir in der Eucharistiefeier das Brot des Lebens gereicht bekommen. Heute ist auch Weltgebetstag um geistliche Berufe. Wir wollen Jesus, den Hirten seiner Kirche bitten, Menschen in seine besondere Nachfolge zu rufen, aber auch um die Einsicht, was jeder von uns tun kann, dass Menschen diesen Ruf hören und ihm folgen. 

Eine wunderbare Filmmusik (Cinema Paraiso) lädt uns zur Ruhe für den heutigen Lichtblick ein

Heute dürfen wir beten:

Herr, unser Gott,

du führst uns, deine Kirche, wie ein Hirte seine Schafe.

Hilf uns, dass wir immer auf deine Stimme hören, damit wir alle zum Leben gelangen.

So bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

So verstehen wir das Evangelium besser:

Hirt und Herde sind bei einem Hirtenvolk selbstverständliche Bezeichnungen für Herrscher und Volk, auch für Lehrer und Gemeinde. Im Alten Testament wird Gott der Hirt seines Volkes genannt. Wenn Jesus nun sich als den guten Hirten bezeichnet und als die Tür zum Leben, so liegt darin ein ungeheurer Anspruch: Er selbst ist für die Menschen die Offenbarung Gottes; es gibt keine rettende Wahrheit und keinen Weg zum Leben außer ihm. Wer in der Gemeinde als Hirt und Lehrer aufgestellt ist, steht im Dienst und unter dem Gericht dieses „guten Hirten“.

Das Halleluja bereitet uns auf die Frohe Botschaft vor

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus:
Amen, amen, ich sage euch:
Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht,
sondern anderswo einsteigt,
der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht,
ist der Hirt der Schafe.
Ihm öffnet der Türhüter
und die Schafe hören auf seine Stimme;
er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen
und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat,
geht er ihnen voraus
und die Schafe folgen ihm;
denn sie kennen seine Stimme.
Einem Fremden aber werden sie nicht folgen,
sondern sie werden vor ihm fliehen,
weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.
Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus;
aber sie verstanden nicht den Sinn
dessen, was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen:
Amen, amen, ich sage euch:
Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen,
sind Diebe und Räuber;
aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür;
wer durch mich hineingeht,
wird gerettet werden;
er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb
kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten;
ich bin gekommen,
damit sie das Leben haben
und es in Fülle haben.

Das Corona-Virus ist Teil der Schöpfung – und damit des Tragischen. Von dieser Realität befreit uns nichts, nicht einmal ein bestens organisiertes Leben.

Danach wird nichts mehr so sein, wie es vorher war. Dieser Spruch wurde auch angesichts der Corona-Epidemie vielfach verbreitet. Die Aussage ist trivial, denn niemals wiederholt sich im Vergehen der Zeit Früheres. Niemand steigt zweimal in denselben Fluss. Wohl aber möchten die Menschen in und nach Krisen, dass es später bestens weitergeht. Daher überbieten sich gegenwärtig Wirtschaftsleute und Politiker mit Forderungen – auch zu eigenen Gunsten –, Einschränkungen des Konsums zurückzunehmen. Die Liberalsten hoffen, so im Wettbewerb am meisten zu gewinnen. Ausgerechnet von den Grünen, der Öko-Partei, kommt sogar der Vorschlag, Konsumgutscheine zu verteilen, um das Geschäft anzukurbeln, damit es wieder floriert. Überall wird gejammert: über den Niedergang des Flugverkehrs, des Tourismus, der Autoindustrie, des Sportkommerzes usw. Dabei sagen die Wissenschaftler, das „Herunterfahren“ habe der Umwelt gutgetan, dem Klima geholfen, die Verschmutzung, den exzessiven Ressourcen- und Energieverbrauch reduziert. Jetzt soll all das, was Umweltschützer verlangten, von Übel sein?

Die Virologen wiederum warnen vor zu viel Laschheit, vor einer womöglich noch schlimmeren zweiten Welle der Ausbreitung des Corona-Erregers. Er scheint sehr rätselhaft zu sein. Die medizinischen und pharmakologischen Experten wirken überrascht und irritiert, was die Ansteckungswege, die Gefährlichkeit, die organischen Auswirkungen betrifft. Noch ist zu wenig erforscht. Daher beruht nahezu alles, was momentan von verschiedensten Seiten als Ausweg verkündet wird, auf purer Spekulation, auf Vermutungen, Nichtwissen. Es ist insofern nachlässig, verführerisch, wenn die Menschen in ihrer Ungeduld mit bloßen Versprechungen gelockt werden, statt das Volk aufklärerisch zu mehr Geduld hin zu erziehen. Wir jagen einem Fetisch „Öffnung“ nach. Dabei sind wir mit dem Notwendigsten, Nahrungsmitteln, doch gut versorgt.

Allmählich erhebt sich ebenfalls wieder die Schuldfrage. Sind die Chinesen, ist Ischgl, eine italienische Regionalregierung, Macron, Trump oder wer auch immer der Übeltäter? Irgendwer muss es doch sein, so die Vorstellung. Wir haben verlernt, mit dem Tragischen, Zufälligen zu leben, dass niemand schuld sein muss. Das Corona-Virus ist in der Welt wie alle Krankheitserreger. Es ist Teil der Evolution, der Schöpfung – und somit des Tragischen. Von dieser Realität befreit uns nichts, nicht einmal ein bestens organisiertes Leben. Im Religiösen wussten wir um die strukturelle Endlichkeit, Begrenztheit von allem, theologisch „Erbsündigkeit“ genannt. Aber auch um die Gnade, um Barmherzigkeit. Mit Gottes Heilszusage wird es nachher genauso sein, wie es vorher war. Hoffen wir. (CiG)

Auf seine Stimme hören und seiner Spur folgen: darauf kommt es an. – Hier ist der Ort und jetzt ist die Zeit, meinen Alltag zu unterbrechen, mich neu auszurichten an dem, was meinem Leben Sinn und Tiefe gibt

. pastedGraphic_1.png

Nun hören wir das Lied vom „ Guten Hirten“ (Good sheperd)

Am Sonntag sprechen wir das Apostolische Glaubensbekenntnis.

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn. unsern Herrn.

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters:

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige katholische Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. Amen

Lass uns beten zu unserem Herrn Jesus Christus, dem Guten Hirten seines Volkes:

Wir beten für alle, die ein geistliches Amt ausüben und dir in besonderer Weise nachfolgen!

Wir beten für alle Eheleute, dass sie jeden Tag das leben, was Sie sich bei der Trauung versprochen haben!

Wir beten für die jungen Menschen, die eine Entscheidung für einen Beruf treffen müssen, dass sie auch auf dich hören und einen Beruf wählen, der sie wirklich erfüllt!

Wir beten für unsere Familien und Gemeinden, dass sie ein guter Boden sind, auf dem geistliche Berufe wachsen können.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns 
Sünder
jetzt und in der Stunde unseres 
Todes.
Amen.

Der Dresdner Kreuzchor singt das „Ave Maria“ von Karl May. Richtig gehört, von Karl May, dem Helden unserer Kindertage von Kara Ben Nemsi Effendi und Old Shatterhand, er hat auch komponiert!

Tagesandacht zum 2.5.2020 (49. Tag der Ausgangssperre)

Namenstag des Heiligen Athanasius von Alexandrien (Ägypten)

Zur Einstimmung auf den heutigen Lichtblick ein kleiner Film mit netter Musik. Auch wer kein Spanisch spricht, kann den Sinn leicht verstehen:

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

heute lernen wir einen der berühmtesten Personen der Alten Kirchengeschichte kennen. Athanasius mit dem Beinamen „der Große“, dessen Namenstag wir heute feiern, ist einer der bedeutendsten Kirchenlehrer der alten Zeit. Er wurde um 295 in Alexandrien (Ägypten) geboren. 325 nahm er als Diakon seines Bischofs am Konzil von Nizäa teil. Gegen die arianische Irrlehre war er ein unermüdlicher Verteidiger der Lehre von der wahren Gottheit Christi, wie sie vom Konzil von Nizäa (heute Türkei) definiert worden war: Christus ist der Sohn Gottes, „gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“. Da auch die Staatsgewalt auf Seiten der Irrlehrer stand, musste Athanasius wiederholt aus Alexandrien fliehen: siebzehn Jahre seines Lebens verbrachte er im Exil. Seine zahlreichen Schriften dienen vor allem der Erklärung und Verteidigung des wahren Glaubens. Athanasius hat auch das berühmte Leben des heiligen Abtes Antonius geschrieben.  Er starb 373 in Alexandrien.

Ein Bild aus der orthodoxen Tradition und ein Buchtipp:

pastedGraphic.png

Weitere Infos zum Heiligen Athansios: https://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Athanasios_von_Alexandria.html

Die Kirche betet heute:

Allmächtiger, ewiger Gott,

du hast dem heiligen Bischof Athanasius

den Geist der Kraft und der Stärke verliehen,

so dass er die Lehre von der wahren Gottheit

deines Sohnes unerschrocken verteidigte.

Höre auf die Fürsprache dieses heiligen Bekenners.

Hilf uns, an der Botschaft festzuhalten,

die er verkündet hat,

und gib, dass wir unter seinem Schutz

dich tiefer erkennen und inniger lieben.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Das Evangelium steht besonders in Bezug auf das Schicksal des Heiligen Athanasius. Die Jünger Jesu erleiden das Schicksal dessen, der sie sendet: man wird sie hassen und verfolgen. „Man“, das sind „die Menschen“; nach 10,22 sind es „alle“: alle, die sich der Botschaft Jesu verschließen, die Nichtchristen also, Juden und Heiden. In der Geschichte des Christentums ist allerdings auch der Fall eingetreten, dass Christen von Christen um ihres Glaubens willen verfolgt wurden, und das ist bitter. Auch hier gilt: Ein Jünger steht nicht über seinem Meister. Für die Zeit der Verfolgung werden dem Jünger zwei Verhaltensweisen aufgetragen, die freilich nicht auf einer Ebene stehen: die Standhaftigkeit und die Flucht. Die Flucht kann in einer konkreten Situation ein Gebot der Klugheit sein, vielleicht sogar eine Form der Standhaftigkeit. Standhaftigkeit aber bedeutet, unter dem Kreuz auszuharren „bis ans Ende“; ihr gilt die Verheißung Jesu.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht in eine andere. Amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels, bis der Menschensohn kommt.

Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn.

Der Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm geht wie seinem Meister, und der Sklave, dass es ihm geht wie seinem Herrn.

Trost in einer Zeit voller Unruhe und Angst um uns herum. 

Auch Corona kann uns nicht schrecken

Meine Zeit steht in deinen Händen

Fürbitte
Guter Gott, ich bitte Dich für alle, die sich für einen verständlichen Unterricht einsetzen.
Guter Gott, ich bitte Dich für alle, die mit Kreativität und Liebe die Kinder und Jugendlichen auf den Empfang der Ersten Heiligen Kommunion und auf das Sakrament der Firmung an einem noch unbekannten Termin vorbereiten.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns 
Sünder
jetzt und in der Stunde unseres 
Todes.
Amen.

Ave Maria – Bruckner

Tagesandacht zum 1.5.2020 (48. Tag der Ausgangssperre)

pastedGraphic.png

Seht, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären.Sein Name ist: Immanuel – Gott mit uns.

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

Der Mai gilt in der katholischen Kirche traditionell als „Marienmonat“. Die Gottesmutter wird in der christlichen Spiritualität zugleich als Sinnbild für die lebensbejahende Kraft des Frühlings und seine überbordende Fruchtbarkeit verstanden und etwa als „Maienkönigin“ verehrt. Wie sehr Maria mit dem Frühling verbunden wird, zeigt sich unter anderem in dem Umstand, dass auf der südlichen Halbkugel der Marienmonat nicht im Mai, sondern im November, dem dortigen Frühling gefeiert wird. Maria steht am Beginn des Heilswerkes Gottes und symbolisiert somit den „Frühling des Heils“.

Maria, Maienkönigin

Im Zentrum der Marienfrömmigkeit steht u.a. die Demut, lateinisch „humilitas“, die in enger Verbindung mit „humus“ – Erde – steht. Sie wird so zum Sinnbild einer „Frau des Volkes“ und ist den Gläubigen in besondere Weise nahe, indem in ihr Göttliches und Menschliches verschmelzen.

Die besondere Verehrung Mariens blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits im Mittelalter wurden Maifeste heidnischen Ursprungs christlich umgedeutet. Im Laufe der Geschichte kristallisierte sich vermehrt die marianische Prägung dieser Feste heraus und mündete in den sogenannten Maiandachten.

Neben dem Marienmonat kennt das Kirchenjahr noch eine große Anzahl anderer Marienfeste. Die fünf wichtigsten Marienfeste sind das Hochfest Mariä Empfängnis (8. Dezember), das Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Januar), das Fest Mariä Heimsuchung (2. Juni), das Fest Mariä Geburt (8. September) und das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel (15. August).

Wir können am Anfang des Marienmonats beten:

Gott, du bist groß und unbegreiflich.Nach deinem Willen ist dein ewiges Wortim Schoß der Jungfrau Maria Mensch geworden.Gläubig bekennen wir,dass unser Erlöser wahrer Gott und wahrer Mensch ist.Mache uns würdig,Anteil zu erhalten an seinem göttlichen Leben.Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, unseren Herrn!

Gott wartet immer wieder neu auf das „Ja“ von uns Menschen zu seinem Angebot des Lebens. Darin ist Maria für uns ein besonderes Vorbild. So lesen wir es immer wieder in dieser berühmten Textstelle:

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit wurde der Engel Gabriel
von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazareth
zu einer Jungfrau gesandt.
Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt,
der aus dem Haus David stammte.
Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein
und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete,
der Herr ist mit dir.
Sie erschrak über die Anrede
und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria;
denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
Siehe, du wirst schwanger werden
und einen Sohn wirst du gebären;
dem sollst du den Namen Jesus geben.
Er wird groß sein
und Sohn des Höchsten genannt werden.
Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen
und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria sagte zu dem Engel:
Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
Der Engel antwortete ihr:
Heiliger Geist wird über dich kommen
und Kraft des Höchsten wird dich überschatten.
Deshalb wird auch das Kind heilig
und Sohn Gottes genannt werden.
Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte,
hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen;
obwohl sie als unfruchtbar gilt,
ist sie schon im sechsten Monat.
Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria:
Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe, wie du es gesagt hast.
Danach verließ sie der Engel

Maria ist die „Kampfansage Gottes gegen jeden Egoismus der Menschen“:

Papst Johannes Paul II hat in einer Ansprache einmal bemerkt: Im Deutschen ist ein Wort besonders wichtig: das kleine Wort „ich“. 

Was habe ich davon? Was bringt das für mich? Dazu habe ich keine Lust!

Wir achten sehr darauf, uns selbst zu verwirklichen und wenn wir uns engagieren, dann muss das etwas bringen, dann wollen wir die Lorbeeren auch selber einheimsen.

Also fragen wir: Nützt es mir? Wenn ja dann ist es gut! Springt nichts dabei heraus? Dann weg damit!

Wer so ausgerichtet ist, hat weder für seinen Nächsten, noch für Gott viel Aufmerksamkeit übrig. Und damit hat er keinen Platz für den Armen, der jetzt meine Hilfe braucht, für den Kranken der nach Unterstützung sucht und für den Ungeduldigen der mein Verständnis braucht. 

Ganz anders verhält sich Maria. Bei ihr hören wir das Wort: Mir geschehe, wie du es gesagt hast. Maria erklärt nicht sich zum Maßstab und zum Maß aller Dinge, sondern sie reagiert völlig anders: Was du, Gott, sagst!

Das macht sie zu der Frau, von der eine Umkehr im Leben eines Menschen ausgehen kann. Wenn mir diese eigene Bekehrung, Abkehr und Umkehr gelingt, wenn auch ich sagen kann: Was du gesagt hast, das geschehe, dazu bin ich bereit, dann tritt das Wort „ich“ auch in meinem Leben in den Hintergrund. 

Eine Haltung, die uns besonders helfen kann, diese Krise zu überwinden. Maria hat sich auf Gott eingelassen, und sie hat Gott eingelassen in ihr Leben. Wo immer das geschieht, da ändert sich die Welt. Durch einen Menschen mehr, der aufhört zu fragen: Was habe ich davon? Sondern der sagt: Was kann ich für dich tun?

Maria, breit den Mantel aus

 Maria, Hilfe der Christen, bitte für uns! Deiner mütterlichen Liebe und Fürsprache empfehlen wir uns und alle, die sich voll Zuversicht an dich im Monat Mai wenden!

 Zu dir kommen die Kranken und Leidenden dieser Zeit! Sie beten um Gesundheit der Seele und des Leibes. Hilf ihnen ihre Krankheiten zu tragen, lindere ihre Schmerzen und erbitte ihnen darin Trost.

Zu dir gehen die Blicke der Einsamen und Verlassenen in diesen schwierigen Momenten, vor dir weinen auch die Trauernden. Lass sie erfahren, dass du unter dem Kreuz unsere Mutter geworden bist und vor allem denen mütterlich nahe bist, die deiner Hilfe besonders bedürfen!

 Vor dir stehen die Alten, die wissen, dass ihr Leben in diesen Tagen besonders gefährdet ist oder die sich bewusst werden, dass ich ihr Leben dem Ende zuneigt. Mit ihnen beten wir, heilige Maria sei uns nahe! 

Vor dir stehen die jungen Menschen, die in das Leben hineingehen belastet mit den Auswirkungen der Krise. Leuchte ihnen als heller Stern in den Dunkelheiten dieser Zeit und lasst sie den Weg des Glaubens nicht verlassen!

 Vor dir stehen die Menschen in der Mitte des Lebens. Lass sie nicht mutlos werden, stärke sie in ihren täglichen Aufgaben und führe sie immer tiefer in die Nachfolge deines Sohnes!

 Zu dir kommen die Gesunden und Glücklichen in dieser Zeit, die das Virus überstanden haben. Erhalte in ihnen die Freude und Dankbarkeit und mache sie hilfsbereit für die Not ihrer Mitmenschen nah und fern!

Segne du Maria

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns 
Sünder
jetzt und in der Stunde unseres 
Todes.
Amen.

Renée Fleming; „Ave Maria“; Charles Gounod

Ein letzter Mariengruss im heutigen Lichtblick zum 1. Mai: Ich weiß, Text und Melodie werden einige von uns als zu herzzerreißend oder altmodisch empfinden. Aber das Lied spricht vielen Verehrern der Mutter Gottes aus dem Herzen.

Maria, hilf uns in der Not