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Tagesandacht zum 9. April 2020 (26. Tag der Ausgangssperre)

Gründonnerstag

Mit dem Gründonnerstagabend beginnen wir die Österlichen Drei Tage als höchstes Fest unseres Glaubens, die dem Gedenken und Vergegenwärtigung des Todes und der Auferstehung Jesu gewidmet sind. Den Auftakt bildet das Mahl, das Jesus am Vorabend seines Leidens und Sterbens mit seinen Jüngern gefeiert hat. Nichts verbindet sie enger mit ihm und untereinander. Das ist sein Geschenk und sein Testament an sie und an uns: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“

Bevor das Letzte Abendmahl beginnt, ist es schon von anderen entschieden worden:

Er ist gefährlich… er muss sterben… He is dangerous… this Jesus must die!

Sonntag für Sonntag, oftmals Tag für Tag, feiern wir die Eucharistie, das Gedächtnis von Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu. Der Gründonnerstag ist der Ursprung, die Geburtsstunde dieser Feier. Die biblischen Texte die wir heute hören, nehmen uns mit in diese Stunde, in der Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern gefeiert und als ein bleibendes Zeichen für seine Gegenwart unter uns gesetzt hat. Und doch ist dieser Abend in diesem Jahr ganz anders. Festliche Klänge der Orgel und der Glocken treten heute in den Hintergrund. Es zeichnet sich bereits der Beginn des Leidens Weges Jesu ab. Gehen wir mit ihm den Weg durch diese heiligen Tage, damit wir an Ostern von neuem in den Jubel und die Freude über den Sieg des Lebens einstimmen können. 

Gebet der Kirche:

Allmächtiger, ewiger Gott,am Abend vor seinem Leidenhat dein geliebter Sohnder Kirche das Opfer des Neuen und Ewigen Bundes anvertrautund das Gastmahl seiner Liebe gestiftet.Gib, dass wir aus diesem Geheimnisdie Fülle des Lebens und der Liebe empfangen.Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Das Pascha (gr.) Fest (hebr. Pessah) ist ein uraltes Hirtenfest; in Israel wurde es, zusammen mit dem Fest der Ungesäuerten Brote, zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten gefeiert. Für jede Generation wird das Ereignis der Befreiung aus der Knechtschaft neu gegenwärtig, wenn das geopferte Lamm gegessen wird. Die Feier dieses Festes führt Jesus und seine zwölf Jüngern zusammen. Diese Tradition müssen wir kennen, um das Geschehen des letzten Abendmahles zu verstehen.

Lesung
aus dem Buch Exodus.

In jenen Tagen
1sprach der Herr zu Mose und Aaron im Land Ägypten:
2Dieser Monat soll die Reihe eurer Monate eröffnen,
er soll euch als der Erste unter den Monaten des Jahres gelten.
3Sagt der ganzen Gemeinde Israel:
Am Zehnten dieses Monats
soll jeder ein Lamm für seine Familie holen,
ein Lamm für jedes Haus.
4Ist die Hausgemeinschaft für ein Lamm zu klein,
so nehme er es zusammen mit dem Nachbarn,
der seinem Haus am nächsten wohnt,
nach der Anzahl der Personen.
Bei der Aufteilung des Lammes müsst ihr berücksichtigen,
wie viel der Einzelne essen kann.
5Nur ein fehlerfreies, männliches, einjähriges Lamm darf es sein,
das Junge eines Schafes oder einer Ziege müsst ihr nehmen.
6Ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren.
In der Abenddämmerung
soll die ganze versammelte Gemeinde Israel
es schlachten.
7Man nehme etwas von dem Blut
und bestreiche damit die beiden Türpfosten und den Türsturz
an den Häusern, in denen man es essen will.
8Noch in der gleichen Nacht soll man das Fleisch essen.
Über dem Feuer gebraten
und zusammen mit ungesäuertem Brot und Bitterkräutern
soll man es essen.
11So aber sollt ihr es essen:
eure Hüften gegürtet,
Schuhe an euren Füßen
und euren Stab in eurer Hand.
Esst es hastig!
Es ist ein Pessach für den Herrn –
das heißt: der Vorübergang des Herrn.
12In dieser Nacht gehe ich durch das Land Ägypten
und erschlage im Land Ägypten
jede Erstgeburt bei Mensch und Vieh.
Über alle Götter Ägyptens halte ich Gericht,
ich, der Herr.
13Das Blut an den Häusern, in denen ihr wohnt,
soll für euch ein Zeichen sein.
Wenn ich das Blut sehe,
werde ich an euch vorübergehen
und das vernichtende Unheil wird euch nicht treffen,
wenn ich das Land Ägypten schlage.
14Diesen Tag sollt ihr als Gedenktag begehen.
Feiert ihn als Fest für den Herrn!
Für eure kommenden Generationen
wird es eine ewige Satzung sein, das Fest zu feiern!

Jesus vollzieht die Tradition des Alten Testamentes und gibt Ihr eine neue Bedeutung. Paulus berichtet in der folgenden Lesung von der Zeremonie und deren Deutung durch Jesus. Jesus selbst ist das Lamm, das geschlachtet werden wird. Ab dieser Feier wird sein Blut zum Zeichen der Befreiung (Erlösung) aus einer anderen Gefangenschaft. Ab heute sind alle die daran teilnehmen aus der Gefangenschaft der Sünde und des Todes befreit (erlöst). Aus Liebe geht Jesus diesen Weg. Er folgt konsequent seinem Auftrag, den er von seinem Vater erhalten hat und entzieht sich ihm nicht durch Flucht, die möglich gewesen wäre. Von heute an schenkt Gott Vergebung und ein Leben nach dem Tod im Glauben an Jesus. In der Feier des Abendmahles aus der die Feier der Heiligen Messe hervorgeht, wird deutlich: Es gibt einen neuen Bund zwischen Gott und den Menschen durch das Handeln Jesu (Handeln Gottes) durch das Blut, das am Kreuz vergossen wird. Der Bund des Alten Testamentes mit Israel ist nicht gekündigt, er ist erneuert in und durch Jesus. Anteil daran haben alle, die durch Glauben an Jesus und die Taufe daran teilhaben wollen.

Lesung
aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korinth.

Schwestern und Brüder!
23Ich habe vom Herrn empfangen,
was ich euch dann überliefert habe:
Jesus, der Herr,
nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot,
24sprach das Dankgebet,
brach das Brot
und sagte: Das ist mein Leib für euch.
Tut dies zu meinem Gedächtnis!
25Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch
und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut.
Tut dies, sooft ihr daraus trinkt,
zu meinem Gedächtnis!
26Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt,
verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Vergessen wir nicht für das große Geschenk der Eucharistie zu danken…

Frei und wissend geht Jesus seiner Stunde entgegen. Der Evangelist deutet den Weg Jesu als Liebe „bis zur Vollendung“: bis ans Ende, bis zum Äußersten seiner göttlichen und menschlichen Möglichkeit. In der tiefsten Erniedrigung Jesu wird seine göttliche Größe offenbar. Die Fußwaschung ist, wie das Abendmahl, Vorausnahme und Darstellung dessen, was am Kreuz geschah: dienende Liebe, Hingabe bis in den Tod. Die Liebe ist das Lebensgesetz Christi und seiner Kirche für alle Zeiten.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

1Es war vor dem Paschafest
Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war,
um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen.
Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren,
liebte er sie bis zur Vollendung.
2Es fand ein Mahl statt
und der Teufel
hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot,
schon ins Herz gegeben, ihn auszuliefern.
3Jesus,
der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte
und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte,
4stand vom Mahl auf,
legte sein Gewand ab
und umgürtete sich mit einem Leinentuch.
5Dann goss er Wasser in eine Schüssel
und begann, den Jüngern die Füße zu waschen
und mit dem Leinentuch abzutrocknen,
mit dem er umgürtet war.
6Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm:
Du, Herr, willst mir die Füße waschen?
7Jesus sagte zu ihm:
Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht;
doch später wirst du es begreifen.
8Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen!
Jesus erwiderte ihm:
Wenn ich dich nicht wasche,
hast du keinen Anteil an mir.
9Da sagte Simon Petrus zu ihm:
Herr, dann nicht nur meine Füße,
sondern auch die Hände und das Haupt.
10Jesus sagte zu ihm:
Wer vom Bad kommt, ist ganz rein
und braucht sich nur noch die Füße zu waschen.
Auch ihr seid rein,
aber nicht alle.
11Er wusste nämlich, wer ihn ausliefern würde;
darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.
12Als er ihnen die Füße gewaschen,
sein Gewand wieder angelegt
und Platz genommen hatte,
sagte er zu ihnen:
Begreift ihr, was ich an euch getan habe?
13Ihr sagt zu mir Meister und Herr
und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es.
14Wenn nun ich, der Herr und Meister,
euch die Füße gewaschen habe,
dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.
15Ich habe euch ein Beispiel gegeben,
damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

Gebet für andere:

Für die Gemeinschaft der Christen in aller Welt, die heute das Gedächtnis des letzten Abendmahls begehen.

Für alle Menschen, die anderen helfen

Für alle, die unter dem Kreuz einer Krankheit leiden

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Gebet der Kirche:

Herr,gib, dass wir das Geheimnis des Altares ehrfürchtig feiern;denn sooft wir die Gedächtnisfeier dieses Opfers begehen,vollzieht sich an uns das Werk der Erlösung.Durch Christus, unseren Herrn.

Sakrament der Liebe Gottes (Tantum Ergo Sacramentum)

Nach dem Letzten Abendmahl beginnt der Leidensweg. Jesus geht in den Garten Gethsemane. Er ist Gottes Sohn und kennt seine Berufung, aber ist auch ein Mensch voller Zweifel und Angst

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort. Ich rufe bei Nacht und finde keine Ruhe. Dir haben unsere Väter vertraut und du hast sie gerettet. Zu dir riefen sie und wurden befreit. Vom Mutterleib an bist du mein Gott. Oh du, sei mir nicht fern. Denn niemand ist da, der hilft. Du legst mich in den Staub des Todes. Du, meine Stärke, eile mir zur Hilfe! Ich will deinen Namen verkünden, inmitten der Gemeinde dich preisen. Ihr alle rühmt ihn! Aufleben soll euer Herz für immer. Theo Schmidkonz.

Die Nacht des Schreckens beginnt. Ein Verrat besiegelt Jesu Schicksal. Das Leiden beginnt im Kerker. Die Unbarmherzigkeit quälte damals Jesus und quält heute viele Menschen 

Mit einer besonderen Handreichung zum Hausgottesdienst bietet das Erzbistum Gläubigen die Möglichkeit, den Gründonnerstag zu Hause zu feiern:
https://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/ebkportal/.content/.galleries/news/2020/2020_downloads/hausgottesdienste/1-Hausgottesdienste-Ostern-2020-Grundonnerstag.pdf

Tagesandacht zum 8. April 2020 (25. Tag der Ausgangssperre)

Es hat viele vor dem Fernseher berührt, wie der Papst am Freitag vor dem fünften Fastensonntag bei anbrechender Dunkelheit lange in der Vorhalle des Petersdoms vor dem Pestkreuz und vor der Hostie im Schaugefäß, Sinnbild der Gegenwart Christi, verharrte und betete. Und wie er dann im strömenden Regen vor einem traurig leeren riesigen Platz, der sonst zu religiösen Anlässen dicht bevölkert ist, der Stadt Rom und dem Erdkreis einen besonderen Segen spendete – mit der Monstranz, die sich in goldenem Licht glänzend von der sie umgebenden Finsternis abhob. Papst Franziskus sagte in seiner Ansprache: „Seit Wochen scheint es, als sei es Abend geworden. Tiefe Finsternis hat sich auf unsere Plätze, Straßen und Städte gelegt; sie hat sich unseres Lebens bemächtigt und alles mit einer ohrenbetäubenden Stille und einer trostlosen Leere erfüllt, die alles im Vorbeigehen lähmt: Es liegt in der Luft, man bemerkt es an den Gesten, die Blicke sagen es. Wir sind verängstigt und fühlen uns verloren.“

Der Papst wiederholte flehend die Worte Jesu, die dieser während eines bedrohlichen Seesturms an die Jünger im Boot gerichtet hatte: „‚Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? Weiterhin betete der Heilige Vater: „‚Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?‘ Herr, dein Wort trifft und betrifft uns alle. In unserer Welt, die du noch mehr liebst als wir, sind wir mit voller Geschwindigkeit weitergerast und hatten dabei das Gefühl, stark zu sein und alles zu vermögen. In unserer Gewinnsucht haben wir uns ganz von den materiellen Dingen in Anspruch nehmen lassen und von der Eile betäuben lassen. Wir haben vor deinen Mahnrufen nicht angehalten, wir haben uns von Kriegen und weltweiter Ungerechtigkeit nicht aufrütteln lassen, wir haben nicht auf den Schrei der Armen und unseres schwer kranken Planeten gehört. Wir haben unerschrocken weitergemacht in der Meinung, dass wir in einer kranken Welt immer gesund bleiben würden. Jetzt, auf dem stürmischen Meer, bitten wir dich: ‚Wach auf, Herr!‘“

Guten Morgen an alle Freunde der Andacht.  Bis zum Karfreitag möchte ich die Tage der Karwoche mit dem gesungenen Kreuzweg beginnen. Auf prägnante Weise fasst er das Leid dieser Woche zusammen. Einer hat das Kreuz für alle geschultert und durchgehalten… aus Liebe. Werden wir auch durchhalten?

Gebet der Bibel nach Phil 2:

Der Herr erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod,

bis zum Tod am Kreuz.

Deshalb ist Jesus Christus der Herr

in der Herrlichkeit Gottes, des Vaters.

Gebet der Kirche:

Heiliger Gott, Deinen Sohn

hat den Kreuzweg auf sich genommen,

um uns der Gewalt des Bösen zu entreißen.

Gib uns die Gnade,

dass auch wir nach deinem Willen leben

und einmal in Herrlichkeit auferstehen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Die Ereignisse in Jerusalem treiben ihrem Höhepunkt zu. Verrat, Abschied und Vermächtnis Jesu werden uns im heutigen Evangelium ans Herz gelegt. Wir alle leben in der Gefahr, Jesus durch Gedanken, Worte und Werke zu verraten. „Bin ich es etwa, Rabbi?“


Mt 26, 14-25

Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch wehe dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit

14ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern

15und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie zahlten ihm dreißig Silberstücke.

16Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.

17Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?

18Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.

19Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.

20Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.

21Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern.

22Da waren sie sehr betroffen, und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr?

23Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten.

24Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.

25Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.

All dies geschieht beim letzten gemeinsamen Essen am Abend, aber Gott hat das letzte Wort…

Gebet:

Oh Herr, angekommen in der Karwoche, nur noch wenige Tage bis Ostern, warten, abwarten, kann ich das wirklich? Ich bitte Dich in diesen Tagen um Einsicht und Geduld, um ein tief verwurzeltes Herz in Dir und um inneren Frieden. Ich möchte so gerne lernen, diesen Weg vom Abendmahl, übers Kreuz bis zur Auferstehung mit Dir zu gehen.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der Heiligen Woche der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

„Ubi Caritas et Amor Deus ibi est “

 (“Wo die Güte und die Liebe wohnt, dort ist Gott“)

Tagesandacht zum 7. April 2020 (24. Tag der Ausgangssperre)

Für die nächsten Tage werden wir uns mit einem gesungenen modernen Kreuzweg in 5 Minuten auf das Geschehen der Karwoche einstimmen. Mir hat er sehr geholfen, das Geschehen zu begreifen…

Gebet aus dem Alten Testament:

Streite, Herr, gegen alle, die gegen mich streiten,

bekämpfe alle, die mich bekämpfen!

Ergreife Schild und Waffen; steh auf, um mir zu helfen!

Herr, meine starke Hilfe. (Psalm 35)

O Gott, verbirg dein Gesicht nicht vor mir!

Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu!

Wenn ich dich anrufe, erhöre mich bald! (Psalm 102)

.

Gebet der Kirche am heutigen Tag:

Allmächtiger Gott,

in diesen Zeiten fühlen wir uns oft hilflos,

Schau in der Heiligen Woche auf das Leiden deines Sohnes,

richte uns wieder auf

und schenke uns neues Leben.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn

Lesung aus dem Neuen Testament:


1Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den er von den Toten auferweckt hatte.

2Dort bereiteten sie ihm ein Mahl; Marta bediente, und Lazarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren.

3Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt.

4Doch einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, sagte:

5Warum hat man dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Erlös den Armen gegeben?

6Das sagte er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen gehabt hätte, sondern weil er ein Dieb war; er hatte nämlich die Kasse und veruntreute die Einkünfte.

7Jesus erwiderte: Lass sie, damit sie es für den Tag meines Begräbnisses tue.

8Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch.

9Viele Juden hatten erfahren, dass Jesus dort war, und sie kamen, jedoch nicht nur um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte.

10Die Hohenpriester aber beschlossen, auch Lazarus zu töten,

11weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten. 

Joh 12, 1-11

„WAS MARIA HIER TUT, ist die Gebärde der absoluten Verschwendung. Sie braucht die ganze kostbare Salbe sie verwendet sie allein für die Füße des Herrn, und sie verschwendet sie noch mehr dadurch, dass sie die gesalbten Füße wieder mit ihren Haaren trocknet und den Geruch sich in diesem gewöhnlichen Hause sich verbreiten lässt.

Die Kritik der Tat bleibt nicht aus; aber sie stammt von dem, der den Herrn verraten sollte. Judas ist schon jetzt der Verschwendung für den Herrn nicht mehr fähig, darum kann er sie auch an andern nicht mehr billigen. Wo Liebe nicht mehr lebt, da kann Liebe auch nicht mehr verstanden werden; da weiß man nicht mehr, dass der Beweggrund einer Tat die alleinige Liebe sein kann.

Man hätte das Geld den Armen geben können. Und will der Herr nicht selbst, dass wir ihn im Nächsten und gerade im armen Nächsten lieben und pflegen? Aber er will nicht, dass die Verschwendung der Liebe in der Kirche leide unter der Berechnung der tätigen Caritas. Und weiterhin ist es ganz schlicht so, wie er sagt: er muss gesalbt werden. Sein Weg in den Tod ist ein einmaliger Weg, der jetzt beschritten werden muss, während die Armen immer vorhanden und aktuell sein werden“ (A. v. Speyr).

Andrew Lloyd Webber hat diesem Abschnitt des Evangeliums in seiner Rockoper „Jesus Christ Superstar“ ein musikalisches Denkmal gesetzt:

Gebet für andere:

Für die Kirche: Um Befreiung vom reinen Vertrauen auf Reichtum und Ansehen. 

Für die Menschheit: Um Frieden in der Welt.

Für unsere Gemeinde: Um Mut, dir nachzufolgen.

Für die Verstorbenen: Um Vollendung ihres Lebens. 

Herr, unser Gott, du bist unser Licht und unsere Rettung. Gib uns alle Tage festen Mut und Zuversicht. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der Heiligen Woche der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Zum Abschluss der Andacht hören wir einen Ausschnitt aus der Matthäus Passion J.S. Bach:

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der Heiligen Woche der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Tagesandacht zum 6. April 2020 (23. Tag der Ausgangssperre)

Die ersten drei Tage sind geprägt von der Einfachheit und Bescheidenheit der Liturgie. Sie bereiten uns auf die Feier der drei großen Tage (Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern) vor, die in Wahrheit eine einzige Feier des Leidens, des Todes und der Auferstehung Jesu Christi sind.

Lassen wir uns durch ein ungewöhnliches Lied in diese Heilige Woche mitnehmen:

Gedanken zur Krise:

Corona der Jugend

Corona macht die Menschen nachdenklich, auch die Jungen. Doch wer steht gerade ihnen geistig und geistlich bei? Wer gibt ihnen Antworten?

Die Bilder berühren, wie junge Leute in der Virus-Krise alte oder kranke Personen mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgen. Andere machen Musik, spielen vor Altenheimen, um ein Zeichen der Hoffnung gegen die Vereinsamung zu setzen. Zwar mögen Uneinsichtige weiter Zeit mit Partymachen vergeuden oder so tun, als gehe sie das Leiden und die Not gar nichts an. Die meisten aber sind nachdenklich geworden hinsichtlich der Tatsache der eigenen Sterblichkeit. Wer denkt in dieser Situation jedoch daran, mit einer vorrangigen Option für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen diesen geistig und geistlich beizustehen, in ihnen etwas zu locken, das als Sinn durchs Leben trägt – wider die Not der Endlichkeit?

Selbst die Kirchen beschäftigen sich vorwiegend mit sich selbst und ihrer geschrumpften Klientel. Spitzfindig werden kultische Vorgaben diskutiert. Darf man das, darf man jenes? Was sollte man unterlassen? Liturgiewissenschaftler streiten sich peinlich darüber, ob Eucharistiefeiern ohne Gemeinde, allein mit dem Priester, stattfinden dürfen. Wen aber interessiert das schon? Wen von den jungen Leuten interessiert die Rabulistik und Rubrizistik, wenn sie jetzt insgeheim spüren, dass die kurze Zeitspanne auf Erden doch nicht alles sein und irgendwann gewesen sein kann. Wozu bin ich auf der Welt?

Journalisten schreiben sich die Finger wund, wie es nach der Krise weitergeht. Sogenannte Zukunftsforscher spekulieren ins Graue hinein. Politiker und Wirtschaftsleute überbieten sich mit Subventionszusagen oder Forderungen. Auch kirchliche Wohlfahrtsverbände jammern bettelnd um Geld. Jeder will was. Mit womöglich tausenden Milliarden Summen soll Europa wieder auf die Beine gestellt werden – damit später alles so weitergeht wie bisher? Aber so wird es nicht weitergehen, denn die nochmals gigantisch aufgeblähten Schuldengebirge werden die Nachkommen teuer bezahlen.

Wo bleibt jetzt die Kultur, jene bedeutende Geisteskraft, die einst dem Abendland als christlichem zur Blüte verhalf? Wer erinnert an Gott, wo doch sogar Nichtglaubende irritiert bis leicht verwundert wahrnehmen, dass es Gebete gibt. Obendrein solche, die die Privatsache des geschlossenen Kirchenraums verlassen, ins Freie drängen. Wer betet mit der Jugend und für die Jugend, dass sie Gott finden möge, um den sie frühere Generationen betrogen haben? Gott, Christus, Sünde, Tod, Erlösung, Religion – das waren einmal entscheidende Größen der europäischen Kultur- und Geistesgeschichte, zur Inspiration der Kunst, der Malerei, der Dichtung, der Musik, ja sogar einer naturforschenden Wissenschaft. Es wäre die Stunde, an dieses großartige Erbe zu erinnern, zum Trost der Alten, mehr aber noch zur Hoffnung der Jungen. CiG

Kennt ihr das alte Lied? Hier hört man es!

Gebet aus dem Alten Testament aus den Psalmen:

O Gott, verbirg dein Gesicht nicht vor mir!

Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu!

Wenn ich dich anrufe, erhöre mich bald!

Das Alte Testament zeigt uns in den Psalmen Gebete des Volkes Israel um Rettung aus der Not:

2 Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine

Seele, nach dir, Gott. 3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem

lebendigen Gott. Wann darf ich kommen und erscheinen vor

Gottes Angesicht? 4 Meine Tränen sind mir Brot geworden bei

Tag und bei Nacht; man sagt zu mir den ganzen Tag: Wo ist dein

Gott? 5 Ich denke daran und schütte vor mir meine Seele aus: Ich

will in einer Schar einherziehn. Ich will in ihr zum Haus Gottes

schreiten, im Schall von Jubel und Dank in festlich wogender

Menge. 6 Was bist du bedrückt, meine Seele, und was ächzt du in

mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken für die

Rettung in seinem Angesicht.

Gebet für andere:

Für diejenigen in Krankenhäusern und Altenheimen liebevoll für alle da sind!

Für alle, deren Herzen durch Trauer kalt geworden sind!

Für alle, die sich ehrenamtliche in dieser Krise einsetzen!

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der Heiligen Woche der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Wenn das Leid, das wir teilen und den Schmerz, den wir lindern…selten passte ein Text besser… (dieses Mal etwas anders als gewohnt interpretiert)

Tagesandacht zum 5. April 2020 (22. Tag der Ausgangssperre) Palmsonntag

Für diejenigen, die es nicht so gründlich gewusst haben…

Palmsonntag – Beginn der Karwoche

Was ist Palmsonntag?

pastedGraphic.pngAls Palmsonntag wird der sechste Sonntag der Fastenzeit bezeichnet, er ist gleichzeitig auch der letzte Sonntag vor Ostern und Beginn der Karwoche. An diesem Sonntag wird dem Einzug Jesu in Jerusalem gedacht.

Dieser Feiertag wird in der katholischen Kirche »Dominica in Palmis de passione Domini« genannt und ist der liturgischen Farbe Rot zugeordnet. In der evangelischen Liturgie heißt der Palmsonntag »Palmarum« und trägt die Farbe Violett.

Was geschah an Palmsonntag?

Wie die Evangelisten Matthäus, Lukas und Johannes berichten, ging Jesus mit seinen Jüngern zum jüdischen Paschafest nach Jerusalem. Als sie zum Ölberg kamen, bat Jesus zwei der Jünger, vorauszugehen und nach einer Eselin und ihrem Fohlen zu suchen und diese zu ihm zu bringen. Die Jünger erfüllten diesen Auftrag und breiteten ihre Kleider auf dem Rücken des Fohlens aus. Jesus nahm Platz und ritt nach Jerusalem. Auf dem Weg dorthin versammelte sich eine immer größer werdende Menschenmenge, um Jesus zum empfangen. Einige Menschen breiteten ihre Kleider vor ihm aus, andere schnitten Zweige von den Palmen ab und streuten sie auf den Weg. Sie jubelten ihm zu:

Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe! (Mt 21,9 EU)

Bedeutung von Esel und Palmen

Der Esel und die Palmen haben in der Bibel eine besondere Bedeutung, die den Einzug Jesu zu einem symbolträchtigen Ereignis macht. Mit dem Ritt auf einem Esel erfüllte sich die Voraussage des Propheten Sacharja aus dem Alten Testament:

Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Gerecht ist er und Rettung wurde ihm zuteil, demütig ist er und reitet auf einem Esel, ja, auf einem Esel, dem Jungen einer Eselin. (Sach 9,9 EU)

Während das Pferd als Reittier im Krieg eingesetzt wurde und Luxus und Hochmut symbolisiert, ist der Esel das Sinnbild für die Bescheidenheit und Gewaltlosigkeit des messianischen Friedensfürsten.

Die Palme ist bereits in der Antike ein Symbol der Huldigung und des Sieges. Für die römischen Besatzer dürfte der Empfang Jesu mit Palmzweigen und seinem Ritt auf dem Esel einer Provokation gleichgekommen sein.

Wie wird Palmsonntag gefeiert?

Der Palmsonntag wird in der katholischen Kirche auf besondere Weise gefeiert. Zu Beginn des Gottesdienstes werden Palm-, Öl- und andere Zweige mit Weihwasser gesegnet. Anschließend wird an diesem Tag erstmals das Evangelium vom Leiden und Sterben Christi gelesen, entsprechend des aktuellen Lesejahrs eventuell mit verteilten Rollen. Nach Palmweihe und Lesung zieht die Gemeinde in einer Palmprozession zur Kirche. In der evangelischen Kirche sind Palmprozessionen und Palmweihe nicht üblich. Zudem wird als Evangelium die Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem gelesen.

Brauchtum am Palmsonntag

Palmweihe und Palmbuschen

Für die Palmweihe werden in Mitteleuropa anstatt Palmzweige traditionell heimische Pflanzen wie Weidekätzchen, Ahorn-, Buchen-, Haselnuss-, Birken- oder auch Wacholderzweige benutzt. In manchen Regionen werden sogenannte Palmbuschen oder auch Palmbesen gebunden und mit gefärbten Ostereiern, bunten Papierstreifen oder Fastenbrezeln geschmückt. Je nach Region werden für den Palmbuschen sieben bis zehn verschiedene grüne Zweige verarbeitet.

Nach der Palmweihe werden die Palmbesen in den Häusern und Wohnungen aufgestellt, an der Haustüre oder am Kruzifix befestigt. Sie sollen das Haus und die Bewohner vor Blitz, Feuer, Krankheiten und Unglück beschützen. Die Zweige, die in der Kirche bleiben, werden im darauffolgenden Jahr an Aschermittwoch verbrannt. Die Asche wird dann zur Spendung des Aschenkreuzes verwendet.

Palmesel

Seit dem 8. Jahrhundert gibt es Palmsonntagsprozessionen. Im Mittelalter war es üblich, dass der Pfarrer die Prozession, auf einem lebendigen Esel reitend, anführte. Da sich die Tiere jedoch oft als sehr störrisch erwiesen, wurden sie später durch Esel und Christusfiguren aus Holz ersetzt. In manchen Orten wird diese Tradition auch heute noch lebendig gehalten.

Singt dem König Freudenpsalmen…

Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.“ Kein Schlachtross. Kein Wagen. Keine Fanfare. Was das Matthäusevangelium uns am Palmsonntag zutraut (21,1–11), ist nicht nur der Einzug Jesu auf dem klassischen Reittier des Friedensfürsten – eines Königs, dem (nach alttestamentlichem Vorbild in Sach 9,9) jeder kriegerische Zug fehlt. Das Evangelium traut uns vielmehr die Vorstellung von einiger Akrobatik zu: Denn auf beiden Tieren, auf dem Fohlen und seiner Mutter, sei der Messias in die Stadt Jerusalem eingezogen. Auf beiden reitend beginnt hier das, was wir liturgisch als die Karwoche – und existenziell als Grund und Quelle unseres Christseins – feiern.

In der Sammlung der verbindlichen biblischen Schriften werden ausschließlich an dieser Stelle zwei Tragtiere Jesu erwähnt. Nur hier kommt zum ansonsten allein genannten jungen Esel dessen Mutter hinzu. Die Schriftauslegung hat dem Verfasser – ganz pragmatisch – unterstellt, er habe das Sprachspiel seiner alttestamentlichen Vorlage nicht (mehr) verstanden und den sogenannten Parallelismus membrorum hebräischer Lyrik missdeutet, wonach einzelne Halbverse ein bestimmtes Element stärken wollen. Inhaltlich hat man dieses Detail der zwei Tiere als deutungsoffen, gelegentlich sogar als bedeutungslos für den Zusammenhang des Erzählten betrachtet.

Wichtig und unwichtig – das sind Einordnungen, die in unseren so fordernden Tagen ihren Charakter, ja ihre Maßstäbe ändern (müssen). Das wirklich Wichtige verstärkt sich in jeder Hinsicht. Dem (plötzlich?) wirklich Unwichtigen kommt eine neue Aufgabe zu: Es hilft, klarer zu sehen, Entscheidungen zu treffen, Richtungen zu ändern und Bisheriges zu überdenken. Dies gilt gerade auch für die bevorstehenden Kar- und Ostertage, und es ist ein sympathischer Zuspruch, dass die katholische Leseordnung in diesem Jahr das Matthäusevangelium vorsieht. Denn in übertragenem Sinn ist uns der Evangelist ein Spiegel: Uns steht das Andere, das bisher nicht so Gewesene bevor in der Art, wie wir uns Ostern nähern. Uns steht aber auch die Akrobatik bevor in der Art, wie wir Ostern selbst feiern werden. Dass der Grund all dieses Anderen, all dieser abverlangten Akrobatik für viele Deutungen offen ist, erleben und erfahren wir in dieser Krisenzeit am eigenen Leib. Das Wichtige aber bleibt, ja es mag sich vielleicht sogar verstärken: Jesus zieht ein in die Stadt Jerusalem. Und wir?

Bleiben wir mit ihm. Wie oft mag dieses „Ich bleibe mit dir“ in den letzten Tagen und Wochen um die Welt gegangen sein – gedanklich, im Gebet, telefonisch, per Post, WhatsApp und auf anderen Kanälen. Wie oft mag es Trost gespendet, Einsamkeit bekämpft, Nähe geschaffen haben. Mit dem einziehenden Jesus zu bleiben, heißt in diesen Tagen mehr als sonst: empfänglich zu sein, dass er mit uns ist. Und es heißt, unsere Kanäle zu nutzen und uns mit Matthäus in Geschicklichkeit und Kreativität, aber auch in der österlichen Hoffnung zu üben. (Christ in der Gegenwart 5.4.2020)

Gebet:

Allmächtiger Gott,

am heutigen Tag huldigen wir Christus

in seinem Sieg

und tragen ihm zu Ehren Zweige in den Händen.

Mehre unseren Glauben und unsere Hoffnung,

erhöre gnädig unsere Bitten

und lass uns in Christus

die Frucht guter Werke bringen.

Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Georg Friedrich Händel: „Tochter Zion, freue dich“

„Judas Maccabäus“ – ein geistliches Oratorium über Schlachten und Siege

Diese Huldigung war „Judas Maccabäus“, ein geistliches Oratorium, in dem es um nicht weniger und nicht mehr als um Schlachten und Siege geht: weil es aber Schlachten des Volkes Israel waren, das Judas Maccabäus gegen Samarien, Syrien und Ägypten zum Sieg führte, ging der Stoff in das Alte Testament ein – und Händel konnte ein geistliches Oratorium über ein sehr weltliches Thema schreiben. Es ist darum eigentlich kein Weihnachtslied, sondern begleitet den Einzug des Siegers Judas Maccabäus in Jerusalem. Für Christen ist Jesus der wahre Sieger über Tod und Schuld. Er zieht heute wie ein Messias und König in   Jerusalem ein, darum passt das Lied zum Palmsonntag:

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

1Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger voraus

2und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los, und bringt sie zu mir!

3Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen.

4Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist:

5Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.

6Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte.

7Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf.

8Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg.

9Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!

10Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung, und man fragte: Wer ist das?

11Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

The Kings of the Kings (der König der Könige):

Gebet für andere:

Für die Kranken und Verwundeten dieser Erde

Für die Kreuzträger und Gekreuzigten dieser Zeit

Für die Tapferen, Treuen und Hilfsbereiten in unserer Zeit

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der Heiligen Woche der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Und zum Schluss nicht erschrecken… es gibt auch moderne Versionen des Einzugs Jesu in Jerusalem (Andres Lloyd Webber, Jesus Christ Superstar). Unglaublich… heute „Hosianna“ und am Freitag „Kreuzige ihn…“

Aus dem Jahr 1973: https://www.youtube.com/watch?v=14rSHAnFW3E

Aus dem Jahr 2000: https://www.youtube.com/watch?v=7x530xSkAdk

Tagesandacht zum 4. April 2020 (21. Tag der Ausgangssperre)

Guten Morgen zum letzten Tag vor der Karwoche oder Heiligen Woche, wie sie in Spanien genannt wird. Wir haben noch eine Woche Zeit, um uns auf das Geheimnis von Tod und Auferstehung Jesu Christi vorzubereiten.

Wir tun dies am besten auch durch Nächstenliebe!

Dazu folgender Tipp von katholisch.de:

https://www.katholisch.de/video/10367-was-ist-naechstenliebe

Stimmen wir uns nun ein auf unseren heutigen „Lichtblick“

Kumbaya my Lord… Komm uns zu Hilfe, Gott…

Gebet des Tages:

Barmherziger Gott,

du wirkst das Heil der Menschen zu jeder Zeit;

in diesen Tagen aber bist du uns besonders nahe.

Beschütze uns vor aller Krankheit und allem Bösen

und steh den Helfenden bei,

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn

Niemand darf an der Not vorbeisehen oder gar weitergehen. Wir kennen das Evangelium gut. Die Geschichte vom barmherzigen Samariter kennt ihr vermutlich alle. Manche wollen sie gar nicht mehr hören. Warum war das Thema Barmherzigkeit für JESUS so wichtig? Im Begriff Barmherzigkeit steckt das Wort „Herz“. Herz hat ganz viel mit Liebe zu tun. Liebe ist die zentrale Grundeigenschaft GOTTES. Dort wo das Grundmotiv der Liebe bei der Barmherzigkeit aber fehlt, ist unser Tun zwar lobenswert, es mag meinem Nächsten auch nützen und es kann sogar einem christlichen Zweck dienen, aber CHRISTUS wird für den Nächsten nicht sichtbar. Wenn CHRISTUS nicht der Ursprung unseres Handelns ist, werden wir uns verausgaben und wie ein runtergebrannter Docht, irgendwann einmal erlöschen.

 Es gilt auch heute in der Krise. Heute sende ich die frohe Botschaft als Film:

nicht schwer zu verstehen, aber nachzulesen in der Bibel:

Lukas 10,25-37

Gebet für unsere Nächsten:

Zu Christus, der uns in dieser Zeit besonders nahe ist, wollen wir rufen:

Ermutige und stärke alle, die zur Gesundheit der Menschen beitragen.

Wandle Angst in Vertrauen und Traurigkeit in Freude.

Gedenke der Verstorbenen, die in der Hoffnung auf dich entschlafen sind.

Allmächtiger Gott, du weißt, was wir nötig haben. Mache uns heil durch

Christus, unseren Herrn.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Zum Abschluss noch einmal in einer anderen Version:

Kumbaya, my Lord… Herr, komm uns zu Hilfe…

Tagesandacht zum 3. April 2020 (20. Tag der Ausgangssperre)

Guten Morgen an alle „Andächtigen“ in aller Welt. Die Einstimmung ist allen gewidmet, die sich alleine fühlen:

Gebet:

Gott, wenn wir uns an Dir festhalten, dann haben wir die Hände frei für unseren Nächsten. Eine ermutigende WhatsApp, das Telefonat mit einem Einsamen, die Tüte am Bauzaun, die Kerze im Fenster, das Gebet für alle an Corona Erkrankten… Lass uns Deine Nähe spüren, damit auch wir einander trotz Mindestabstand nahe sein können. Amen


Das Volk Israel war immer wieder in Not. Auf Gott wollten sie sich verlassen. So verstehen wir Psalmen besser:

 R In meiner Not rief ich zum Herrn,
          und er hörte mein Rufen. – R
       Ich will dich rühmen, Herr, meine Stärke,

       Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter,

          mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge,

          mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. 

4        Ich rufe: Der Herr sei gepriesen!

          und ich werde vor meinen Feinden gerettet.

5        Mich umfingen die Fesseln des Todes,

          mich erschreckten die Fluten des Verderbens.

6        Die Bande der Unterwelt umstrickten mich,

          über mich fielen die Schlingen des Todes.

7ab    In meiner Not rief ich zum Herrn

          und schrie zu meinem Gott. 

7cd    Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen,

          mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.

20      Er führte mich hinaus ins Weite,

          er befreite mich, denn er hatte an mir gefallen. 

Viele leben auf engstem Raum! Besonders die, die sowieso auch sonst zu kämpfen haben. Wie wird es in Afrika oder Indien aussehen?

Erleben unsere Kinder noch eine wundervolle Welt. Das Lied ist Ausdruck der Hoffnung!

Fürbitte
Jeder Tag ist in diesen Zeiten eine neue Herausforderung. Bleiben wir gesund? Wie mag es Familien, die auf engstem Raum jetzt leben müssen, gehen? Haben die Wohnungslosen genug zum Überleben? Und die Flüchtlinge an unseren Grenzen? … Bei allen Fragen und aller Hilflosigkeit höre ich ein Wort aus der gestrigen Lesung: „Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen.“ Starke Worte auch uns zugesprochen. Wir sind Gott nicht egal, er wirft uns einen Anker zu, an dem wir uns für heute festhalten können.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Diesen Konvent mit seinen Schwestern würde ich gerne besuchen. Wie fröhlich kann der Glaube in Cali, Kolumbien gelebt werden:

Name des Ordens: Comunicadoras Eucarísticas del Padre Celestial

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Tagesandacht zum 2. April 2020 (19. Tag der Ausgangssperre)

Guten Morgen und willkommen zur Tagesandacht. Ein Ende der Virusinfektionen scheint nicht abzusehen, trotz kleiner optimistischer Signale. Heute laden wir die Gemeinschaft von Taizé ein, uns in Unser Gebet einzustimmen. Kyrie Eleison… Herr, erbarme Dich!

Als Kirche bleiben wir zusammen. Eine gute Idee für Deutschland. In Spanien dürfen wir für so etwas leider nicht aus dem Haus:

Als Sofortmaßnahme haben wir eine Wäscheleine um die Kirche gespannt. Daran habe ich verschiedene Angebote der Wortverkündigung gehängt: Segenskarten, Gebete, Fürbitten, ausformulierte Andachten… Da kann sich jede und jeder aussuchen, was sie oder ihn gerade anspricht. In einem zweiten Schritt haben wir in der Kirche eine Tafel und einen Kerzentisch aufgestellt. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die Menschen nicht nur etwas mitnehmen wollen, sondern oft auch gern etwas dalassen möchten, sei es ein Gebet, einen Segenswunsch oder längere Gedanken.

Gebet der Kirche:

Allmächtiger Gott,

erhöre unser Gebet und beschütze uns,

denn wir setzen unsere ganze Hoffnung auf dich.   

Hilf uns, in deiner Gnade zu leben,

damit wir Erben deiner Verheißung werden.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Gott schließt einen Bund mit den Menschen Er wird sie nie verlassen… und dieser Bund gilt bis heute. So lesen wir im Alten Testament im ersten Buch der Bibel (Genesis):

Lesung aus dem Buch Genesis

In jenen Tagen

1aerschien der Herr dem Abram.

3Abram fiel auf sein Gesicht nieder; Gott redete mit ihm und sprach:

4Das ist mein Bund mit dir: Du wirst Stammvater einer Menge von Völkern.

5Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham – Vater der Menge – wirst du heißen; denn zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt.

6Ich mache dich sehr fruchtbar und lasse Völker aus dir entstehen; Könige werden von dir abstammen.

7Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen, Generation um Generation, einen ewigen Bund: Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein.

8Dir und deinen Nachkommen gebe ich ganz Kanaan, das Land, in dem du als Fremder weilst, für immer zu Eigen, und ich will ihnen Gott sein.

9Und Gott sprach zu Abraham: Du aber halte meinen Bund, du und deine Nachkommen, Generation um Generation.

Nada te turbe, nada te espante….

Nichts soll Dich ängstigen, nichts soll dich schrecken…Gott allein genügt!

Der Gesang aus Taizé schenkt Vertrauen…

Wir beten für andere:

Allmächtiger Gott, Du bist uns Zuflucht und Stärke,

viele Generationen vor uns haben Dich als mächtig erfahren,

als Helfer in allen Nöten.

Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,

und stärke in uns den Glauben,

dass Du Dich um jede und jeden von uns sorgst.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Behüte Euch Gott… Der Segen aus Taizé…

Tagesandacht zum 1. April 2020 (18. Tag der Ausgangssperre)

Ein tolles Zeichen aus Köln…

Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat das Kölner Priesterseminar zur Verfügung gestellt, um die Versorgung von Obdachlosen zu sichern. Die Menschen auf der Straße, deren Leben wegen der Corona-Krise immer schwieriger wird, können dort duschen und ein warmes Essen erhalten. Dazu stehen Plätze an 20 Einzeltischen bereit, sodass die Mahlzeit mit dem erforderlichen Abstand zueinander eingenommen werden kann.

Das Essen liefert die Küche der Kantine im Generalvikariat. Unter den Helfern, die die Mahlzeiten ausgeben, sind Jugendliche des jugendpastoralen Zentrums „Crux“ in Köln sowie Theologiestudenten aus Köln, Bonn und Sankt Augustin. Für die Einhaltung der derzeit geltenden Hygienevorgaben am Eingang sorgen die Malteser. Sie organisieren auch den Duschbetrieb samstags. Dann können Männer von 11 bis 13 Uhr und Frauen von 13 bis 14 Uhr duschen und ihre Kleidung wechseln. Kardinal Woelki rechnet damit, dass auf diese Weise 100 bis 150 Personen versorgt werden können. Das Priesterseminar steht zurzeit wegen Renovierungsarbeiten teilweise leer.

Hilfsorganisationen wie die Caritas berichten, dass die Situation für Obdachlose immer dramatischer wird. Wegen Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperre können sie in den derzeit kaum frequentierten Straßen viel weniger Passanten um Unterstützung bitten. Auch die Tafeln arbeiten mit Einschränkungen, um ihre Helfer zu schützen. Es fehlt am Grundlegendsten. „Viele der Menschen auf der Straße haben einfach nur noch Hunger und konnten sich seit Tagen nicht mehr waschen“, so Woelki. Für die Übernachtung der Obdachlosen stehen nach wie vor die üblichen Notschlafstellen offen.

Kardinal Woelki hatte bereits bei der Aussetzung der Gottesdienste dazu aufgerufen, das caritative Engagement zu verstärken. „Unsere Gemeinden sind nicht nur Gottesdienstgemeinden, sondern immer auch Caritasgemeinden und jeder getaufte Christ ist nicht nur zum Gottesdienst und zum Glaubensbekenntnis aufgefordert, sondern immer auch zur Caritas“ so Woelki; die Caritas oder Diakonie dürfe man niemals aussetzen. 

Hier in Gran Canaria sammeln wir auch in unserer deutschsprachigen Gemeinde Lebensmittel für unsere Nichtsesshaften! Bitte melden!

Gott sucht immer Helferinnen und Helfer. Lassen wir uns senden? Sind wir bereit? Singen wir auch: „Here i am Lord…“?

Gebet aus dem Alten Testament (Prophet Jesaja):

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, dir vertraue ich.

Lass mich nicht scheitern, lass meine Feinde nicht triumphieren!

Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden.

Gebet
Herr, unser Gott, wir bringen Dir diese Zeit der Ungewissheit und Angst, der Fragen und Sorgen, der Hilflosigkeit und Einsamkeit. Nichts scheint normal und alltäglich zu sein. Komm Du in unser Leben und bleibe bei uns. Zeige uns, wie wir hoffen und glauben können, dass Deine Gegenwart Trost und Freude schenkt, dass wir mit Dir zusammen alles schaffen und ertragen können. Lass uns auch mit Menschen in Kontakt treten, die diese Hoffnung und diesen Glauben ausstrahlen und uns dadurch ermutigen.

Gott, die Hoffnung des Volkes Israel in der Krise (Text aus den Psalmen):
R Richte uns wieder auf, o Gott, lass dein Angesicht leuchten, dann sind wir gerettet.  Du Hirte Israels, höre! Der du auf den Kerubim thronst, erscheine! Biete deine gewaltige Macht auf, und komm uns zu Hilfe!  Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! Blick vom Himmel herab, und sieh auf uns! Sorge für diesen Weinstock und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.  Deine Hand schütze den Mann zu deiner Rechten, den Menschensohn, den du für dich groß und stark gemacht. Erhalt uns am Leben! Dann wollen wir deinen Namen anrufen und nicht von dir weichen.  






Wir beten für andere:
Heute möchten wir besonders für die vielen Väter, Mütter, Großväter und Großmütter, Lehrerinnen und Lehrer beten, die unseren Kindern mit kleinen und alltäglichen Gesten zeigen, wie sie einer Krise begegnen und sie durchstehen können, indem sie ihre Gewohnheiten anpassen, den Blick aufrichten und zum Gebet anregen.

Vater Unser auf Spanisch gesungen: 

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Und zum heutigen Abschied…. Wolfgang Amadeus Mozarts

„Laudate Dominum”

Tagesandacht zum 31. März 2020 (17. Tag der Ausgangssperre)

Heute habe ich einen besonderen Künstler eingespielt, der helfen soll, uns auf die Andacht einzustimmen. Heute ist es Louis Amstrong mit dem weltberühmten Gospel „Go down Moses…“ Befreie Dein Volk aus der Knechtschaft! Ich hoffe, es meldet sich keiner aus der Gruppe ab!

Ich weiß nicht so recht…aber beten und vertrauen ist ja immer gut!

Segen per Luftprozession

Der weißrussische Metropolit Pawel von Minsk hat von einem Hubschrauber aus mit einer Muttergottes-Ikone die Hauptstadt gesegnet und mit Weihwasser besprengt. Die „Luftprozession“ solle helfen, „damit der Allmächtige unser Land und das fromme weißrussische Volk vor der verhängnisvollen Epidemie schützt“, so der orthodoxe Kirchenführer.

In der Slowakei überflog der Generalvikar des Bistums Nitra, Peter Brodek, in einem Kleinflugzeug das Land mit einer sonst im Wallfahrtsort Hronsky Benadik aufbewahrten Reliquie. Dabei segnete er „die gesamte Slowakei“ und insbesondere „die Kranken, Ärzte, Sanitäter, Soldaten und Polizisten, um die Coronavirus-Epidemie und alle damit verbundenen Schwierigkeiten abzuwenden“, wie es hieß. Bei der Reliquie handelt es sich um ein Stück angeblich vom Schweißtuch der Heiligen Veronika. Mit diesem Überbleibsel wurden seit Jahrhunderten in Zeiten besonderer Not wie Pestepidemien und Überschwemmungen Land und Leute gesegnet.

Gebet mit Worten der Bibel:

Hoffe auf den Herrn und sei stark!

Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn.

 Gebet der Kirche am heutigen Tag:

Gütiger Gott,

schenke uns Beharrlichkeit und Ausdauer

damit auch in unseren Tagen

viele Menschen zu dir finden

und deine Kirche dir immer eifriger dient. 

Darum bitten wir, durch Christus, unseren Herrn

Das Volk Israel verlässt sich mit den Worten des Psalms auf seinen Gott:

2        Herr, höre mein Gebet! I. oder III. Ton

          Mein Schreien dringe zu dir.

       Verbirg dein Antlitz nicht vor mir!

          Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu!

          Wenn ich dich anrufe, erhöre mich bald! – (R)

16      Die Völker werden fürchten den Namen des Herrn

          und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.

17      Denn der Herr baut Zion wieder auf

          und erscheint in all seiner Herrlichkeit. – (R)

18      Er wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu,

          ihre Bitten verschmäht er nicht.

19      Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht,

          damit das Volk, das noch erschaffen wird, den Herrn lobpreise. – (R)

20      Der Herr schaut herab aus heiliger Höhe,

          vom Himmel blickt er auf die Erde nieder;

21      er will auf das Seufzen der Gefangenen hören

          und alle befreien, die dem Tod geweiht sind. – R

Beten wir mit dem Heiligen Nikolaus von der Flüe:

Mein Herr und mein Gott,

nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir!

Mein Herr und mein Gott,

gib alles mir, was mich fördert zu Dir!

Mein Herr und mein Gott,

nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir!

Heiliger Niklaus von Flüe

Mit interessanter Biographie:https://www.heiligenlexikon.de/BiographienN/Nikolaus_von_Fluee.htm

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Und zum Abschluss noch einmal Louis Amstrong mit seinem Lobpreis auf die doch noch so wundervolle Welt, trotz Schmerz und Krankheit…

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663