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Tagesandacht zum 28.6.2020 Dreizehnter Sonntag im Jahreskreis

Die Ferienzeit ist trotz Corona Virus angebrochen. Vielleicht werden Sie in den kommenden Wochen erleben, wie schön es ist, als Gast willkommen zu sein. Vielleicht wären sie selbst Gastgeber und Gastgeber einen sein. 

Jetzt sind wir alle eingeladen beim Herrn. Er macht seine Türen weit auf und wartet, dass wir kommen. Von ihm hören wir das Wort, das unserem Leben Richtung gibt. 

Sonnengesang Franziskus von Assisi

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Der Sonnengesang des Heiligen Franziskus

Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind das Lob, die Herrlichkeit und Ehre und jeglicher Segen.
Dir allein, Höchster, gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.

Gelobt seist du, mein Herr,
mit allen deinen Geschöpfen,
zumal dem Herrn Bruder Sonne,
welcher der Tag ist und durch den du uns leuchtest.
Und schön ist er und strahlend mit großem Glanz:
Von dir, Höchster, ein Sinnbild.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Mond und die Sterne;
am Himmel hast du sie gebildet,
klar und kostbar und schön.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken
und heiteres und jegliches Wetter,
durch das du deinen Geschöpfen Unterhalt gibst.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Wasser,
gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Feuer,
durch das du die Nacht erleuchtest;
und schön ist es und fröhlich und kraftvoll und stark.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns erhält und lenkt
und vielfältige Früchte hervorbringt
und bunte Blumen und Kräuter.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch jene, die verzeihen um deiner Liebe willen
und Krankheit ertragen und Drangsal.
Selig jene, die solches ertragen in Frieden,
denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;
ihm kann kein Mensch lebend entrinnen.
Wehe jenen, die in tödlicher Sünde sterben.
Selig jene, die er findet in deinem heiligsten Willen,
denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.

Lobt und preist meinen Herrn
und dankt ihm und dient ihm mit großer Demut.

Wir beten mit der Kirche:

Gott, unser Vater, du hast uns in der Taufe
zu Kindern des Lichtes gemacht.
Lass nicht zu,
dass die Finsternis des Irrtums
über uns Macht gewinnt,
sondern hilf uns,
im Licht deiner Wahrheit zu bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Wie oft kennen wir Gott, wenn wir ihn um etwas bitten. Der Psalm aus dem Alten Testament vergisst den Lobpreis nicht. Gott ist groß:

Von der Huld des Herrn will ich ewig singen, *
von Geschlecht zu Geschlecht mit meinem Mund deine Treue verkünden.
Denn ich bekenne: Auf ewig ist Huld gegründet, 
*
im Himmel deine Treue gefestigt.
Selig das Volk, das den Jubelruf kennt, 
*
Herr, sie gehen im Licht deines Angesichts.
Sie freuen sich allezeit über deinen Namen 
*
und sie jubeln über deine Gerechtigkeit. 
Denn du bist ihre Schönheit und Stärke, 
*
du erhöhst unsre Kraft in deiner Güte.
Ja, dem Herrn gehört unser Schild, 
*
dem Heiligen Israels unser König. 

Du bist da, wo Menschen leben

Um das Evangelium besser zu verstehen, lesen wir:

Nachfolge Jesu bedeutet bewusstes und intensives Leben, und eben darum auch: ständiges Abschiednehmen, ein Leben wie durch den Tod hindurch. – „Propheten“ und „Gerechte“ werden im Matthäusevangelium die Gottesmänner des Alten Bundes genannt. Ihnen werden die Jünger Jesu gleichgestellt; sie setzen die Sendung Jesu fort. Wer sie aufnimmt, dem wird Gott es danken.

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Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:
Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich,
ist meiner nicht wert,
und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich,
ist meiner nicht wert.
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt,
ist meiner nicht wert.
Wer das Leben findet,
wird es verlieren;
wer aber das Leben um meinetwillen verliert,
wird es finden.
Wer euch aufnimmt,
der nimmt mich auf,
und wer mich aufnimmt,
nimmt den auf, der mich gesandt hat.
Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist,
wird den Lohn eines Propheten erhalten.
Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist,
wird den Lohn eines Gerechten erhalten.
Und wer einem von diesen Kleinen
auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt,
weil es ein Jünger ist –
Amen, ich sage euch:
Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

Das lässt mich nachdenklich werden:

Während der amerikanische Präsident Donald Trump nach dem umstrittenen Besuch an einer Gedenkstätte für Papst Johannes Paul II. in Washington eine neue Ausführungsverordnung zur Religionsfreiheit unterzeichnete, wonach diese zum Vorrang der Außenpolitik erklärt wird, hat die Europäische Union das Amt des Sonderbotschafters für Religionsfreiheit abgeschafft. Begründet wurde das damit, dass Verletzungen der Religionsfreiheit regelmäßig von EU-Delegationen sowie vom EU-Sonderbeauftragten für Menschenrechte, Eamon Gilmore, überwacht und zur Sprache gebracht würden. Zudem finanziere die Union Projekte für Religionsfreiheit, die wie andere Grundrechte weltweit infrage gestellt werde.

Das Mandat des Sonderbotschafters hatte – mehrfach verlängert – bis zum letzten Jahr der slowakische Politiker und ehemalige EU-Kommissar Jan Figel inne. Die Stelle war 2016 vom damaligen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker eingerichtet worden. Seine Nachfolgerin Ursula von der Leyen entschied sich dagegen.

Das Wiener „Dokumentationszentrum für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa“ hat gegen die Abschaffung eines eigenen Beauftragten für jenen Problemkomplex protestiert. Die Entscheidung der EU-Kommission komme „zu einem Zeitpunkt, an dem das Recht, seine Religion auszuüben, die Religion zu wechseln oder gar keine Religion auszuüben, an vielen Orten auf der Welt gefährdet ist“, sagte die Geschäftsführerin Elena Fantini. Der bisherige Sonderbeauftragte habe wesentlich dazu beigetragen, Menschenrechtsverletzungen in den Blick zu nehmen und den Dialog in jenen Ländern zu erleichtern, in denen Verfolgung aus religiösen Gründen am schlimmsten ist.

Noch im Mai hatte eine aus mehreren EU-Parlamentariern zusammengesetzte Gruppe, die sich betont für Religionsfreiheit und religiöse Toleranz einsetzt, die Kommission aufgefordert, das Mandat des EU-Sondergesandten zu erneuern. Es sei „offensichtlich, dass es trotz ermutigender Entwicklungen noch viele Herausforderungen“ in diesem Bereich gebe, so die Abgeordneten. Die Kommission sende mit der aktuellen Entscheidung gemischte Botschaften, kritisierte auch die christliche Menschenrechtsorganisation ADF International (Allianz zur Verteidigung der Freiheit) den Beschluss. Überall auf der Welt würden Menschen wegen ihres Glaubens geächtet, eingesperrt, gefoltert und sogar getötet. Angesichts wachsender Einschränkungen der Religionsfreiheit hoffe man, dass die Europäische Union diesem Grundrecht „mit anderen Mitteln Vorrang einräumen wird“.

Ein Artikel der „Zeit“ sprach neulich von einer eigenartigen Gleichgültigkeit der westlichen Gesellschaften, sich vehement für verfolgte Christen einzusetzen. Die Kirchen würden wegen der kolonialistischen Vergangenheit als „prototypische Unterdrücker“ betrachtet. Das werde schnell ins Feld geführt, „nur um nicht sehen zu müssen, was Christen heute vornehmlich sind: Opfer. Das post-koloniale, post-imperiale schlechte Gewissen macht viele Europäer blind für die Tatsache.“

Amerika scheint da anders zu sein. Dort haben zuletzt Kritiker der Kritiker des Trump-Besuchs an der Gedenkstätte für Johannes Paul II. daran erinnert, dass dieser während seines gesamten Pontifikats unermüdlich für die Religionsfreiheit eingetreten sei. Daher habe Trump passend dazu im Anschluss an seinen Besuch die neue Verordnung mit hoher Gewichtung der Politik für Religionsfreiheit unterzeichnet. Kritisiert wird zudem der Hauptstadt-Erzbischof Wilton Gregory, der den Präsidentenbesuch als „verwirrend und verwerflich“ bezeichnete und den sogenannten Kolumbus-Rittern, die die Papst-Gedenkstätte finanzieren, vorwarf, sie hätten sich von Trump „ungeheuerlich missbrauchen und manipulieren“ lassen. Die eher konservativen Katholiken und Trump-Befürworter verlangen vom Erzbischof eine Entschuldigung. Er habe „die bestehende Spaltung in der Hauptstadt der USA und unter Katholiken weiter vertieft“. Katholische Gegner Trumps hingegen sehen in seiner Aktion nichts anderes als einen Werbeversuch, sich im Wahlkampf bei der katholischen Kirche einzuschmeicheln. (CIG 28.6.2020)

Hallelujah (Lyrics)

An Sonn- und Feiertagen sprechen wir das Apostolische Glaubensbekenntnis mit allen Christen in der ganzen Welt.

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn. unsern Herrn.

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters:

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige katholische Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. Amen

 Wir beten für andere: 

Für die Mitarbeitenden in Hotels, Gaststätten und Herbergen.

 Für die Menschen die ohne Obdach auf der Straße leben. 

Für die Flüchtlinge, die nirgendwo bekommen sind.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns an diesem Sonntag der dreieinige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich einen schönen Sonntag und verabschiede mich nun als Autor der Tagesandachten. 

Möge uns ein weiterer Lock Down erspart bleiben!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Möge die Straße

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Für den Tag und die Woche

Für viele ist das Kreuz Ärgernis, Last. Wir wollen es abschütteln, ausblenden. Ohne Kreuz gibt es kein Christentum, keine Christusnachfolge. Papst Franziskus sagt in einer Predigt:
„Derselbe Petrus (…) sagt zu ihm (Jesus): Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Ich folge dir, aber sprich mir nicht vom Kreuz. Das tut nichts zur Sache. Ich folge dir mit anderen Möglichkeiten, ohne das Kreuz. – Wenn wir ohne das Kreuz gehen, wenn wir ohne das Kreuz aufbauen und Christus ohne Kreuz bekennen, sind wir nicht Jünger des Herrn: Wir sind weltlich, wir sind Bischöfe, Priester, Kardinäle, Päpste, aber nicht Jünger des Herrn.“ 

(Papst Franziskus, Predigt an die Kardinäle am 14. März 2013 in der Sixtinischen Kapelle)

Tagesandacht zum 11.6.2020 (89. Tag des Alarmzustandes in Spanien)

Fronleichnam 

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Fronleichnam ist einer der wichtigsten katholischen Feiertage im Jahr. Er wird alljährlich am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag, dem Sonntag nach Pfingsten gefeiert. Abhängig von den Osterfeiertagen, fällt er zwischen den 21. Mai und den 24. Juni. Das Fest hat wohl den merkwürdigsten Namen aller kirchlichen Festtage.

Woher kommt der Name?

Das Wort stammt aus dem Mittelhochdeutschen. Es setzt sich zusammen aus vron (Herr) und lichnam (Leib) Leib des Herrn, Im Gegensatz zur modernen Bedeutung entspricht Lichnam nicht dem toten, sondern ganz im Gegenteil, dem lebenden Leib. So bedeutet Fronleichnam so viel wie Fest des Leibes Christi (lateinisch: festum corporis Christi, corpus domini).

Was wird gefeiert?

An diesem Tag wird das Hochfest des Leibes und Blutes Christi gefeiert. Es hängt eng mit dem letzten Abendmahl zusammen, bei dem Jesus seinen Jüngern, nach der katholischen Glaubenslehre, den lebendigen Leib des Herren (so auch die Übersetzung des Wortes „Fronleichnam“) in Form des Brotes (Hostie) und des Weines übergeben hat. Das Brot symbolisierte den Leib, der Wein das Blut. Die Katholiken erinnern also an Fronleichnam an die Anwesenheit Jesu in Gestalt von Brot und Wein bei jeder Messe.

Wie entstand der Feiertag?

Die Augustinernonne Juliana von Lüttich sah im Jahr 1209 mehrmals eine Vision: ihr erschien eine Mondscheibe mit einem schwarzen Fleck. Christus soll ihr offenbart haben, dass der Mond das Kirchenjahr symbolisierte und der Fleck ein fehlendes Fest zu Ehren des Altarsakraments. 1246 wurde das Fest im Bistum Lüttich eingeführt.

Papst Urban IV erklärte im Jahr 1264 Fronleichnam zum allgemeinen kirchlichen Fest und 1317 wurde das Fest unter Papst Johannes XXII (1316 1334) endgültig weltweit angeordnet.

Früher entstanden im Zusammenhang mit diesem Fest auch Fronleichnamsspiele und noch heute gibt es in katholischen Gegenden Fronleichnamsprozessionen.

Heute ist Fronleichnam nicht mehr überall Feiertag. In Österreich ist der Tag noch für alle frei, in der Schweiz und in Deutschland ist die Regelung regional verschieden. In Deutschland ist Fronleichnam ein Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. In Sachsen nur in einigen, bestimmten Gemeinden im Landkreis Bautzen und im Westlausitzkreis und in Thüringen nur in Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung.

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Holy, Holy, Holy – Mormon Tabernacle Choir

Christus ist das große Ja Gottes zum Menschen. Seine Liebe geht so weit, dass er sich buchstäblich zur Nahrung für uns macht. Wir empfangen ein Stück Brot und mit ihm nehmen wir das Leben in uns auf, das kein Ende kennt: „Geheimnis des Glaubens“.

Wir beten mit der ganzen Kirche:

Herr Jesus Christus, im wunderbaren Sakrament des Altareshast du uns das Gedächtnis deines Leidensund deiner Auferstehung hinterlassen.Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnissedeines Leibes und Blutes so zu verehren,dass uns die Frucht der Erlösung zuteilwird.Der du in der Einheit des Heiligen Geistesmit Gott dem Vater lebst und herrschst in alle Ewigkeit.

Tantum Ergo Sacramentum

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Damit wir die Worte des Heiligen Paulus richtig verstehen, lesen wir:

Durch die gemeinsame Teilhabe am Leib Christi und am Blut Christi werden die Vielen zum einen Leib Christi. Das ist nicht nur ein Bild, sondern eine Wirklichkeit, aus der ich auch Folgerungen ziehen muss. Wer den Leib Christi „nicht unterscheidet“, wer die Gemeinde und jedes ihrer Glieder nicht als den Leib Christi ehrt, der ist in der Gefahr, sich das Gericht zuzuziehen

Lesung
aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth.

Schwestern und Brüder!
16Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen,
nicht Teilhabe am Blut Christi?
Ist das Brot, das wir brechen,
nicht Teilhabe am Leib Christi?
Ein Brot ist es.
Darum sind wir viele ein Leib;
denn wir alle haben teil an dem einen Brot

When you believe

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist.
Wer dieses Brot isst, wird in Ewigkeit leben.

Jesus verlangt nicht nur Glauben an seine Person, sondern auch wirkliches Essen des Brotes, das er selber ist. Wie soll man das verstehen? Jesus selbst wendet sich gegen ein „fleischliches“ Verständnis: der Geist ist es, der lebendig macht. Beim Letzten Abendmahl werden die Jünger die Tragweite der Worte Jesu besser verstehen. Und nach dem Weggang Jesu werden sie das „Mahl des Herrn“ feiern, dass die Vielen, die das eine Brot empfangen, zu dem einen Leib Christi macht.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:
Ich bin das lebendige Brot,
das vom Himmel herabgekommen ist.
Wer von diesem Brot isst,
wird in Ewigkeit leben.
Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch
für das Leben der Welt.
Da stritten sich die Juden
und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch:
Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst
und sein Blut nicht trinkt,
habt ihr das Leben nicht in euch.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,
hat das ewige Leben
und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.
Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise
und mein Blut ist wahrhaft ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,
der bleibt in mir
und ich bleibe in ihm.

Wie mich der lebendige Vater gesandt hat
und wie ich durch den Vater lebe,
so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.
Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben,
sie sind gestorben.
Wer aber dieses Brot isst,
wird leben in Ewigkeit.

Das Geheimnis der Eucharistie

Im Katechismus der Katholischen Kirche heißt es:

Jesus Christus ist in der Eucharistie auf einzigartige und unvergleichliche Weise gegenwärtig: wirklich, tatsächlich und substanziell, mit seinem Leib und seinem Blut, mit seiner Seele und seiner Gottheit. In der Eucharistie ist also der ganze Christus, Gott und Mensch, auf sakramentale Weise gegenwärtig, das heißt unter den eucharistischen Gestalten von Brot und Wein.

Schon von Anfang an ist dieses Geheimnis der Eucharistie aber auch zum Stein des Anstoßes geworden. Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben, murrt die Menge nach einer Rede Jesu. Auch heute ist vielen Menschen unverständlich, was Eucharistie eigentlich bedeutet und es ist schwer, dieses Geheimnis in wenigen Sätzen angemessen zu erklären.
Die Eucharistie ist die Vergegenwärtigung dessen, was Christus für unser Heil getan hat. Am Abend vor seinem Leiden feierte er mit seinen Jüngern sein letztes Mahl und zeigt ihnen, was sie in Zukunft zu seinem Gedächtnis tun sollen. Am Karfreitag geschieht dann, was Jesus seinen Jüngern angekündigt hat: Seinen Leib und sein Blut gibt er am Kreuz hin für das Leben der Welt. Nur in Christus sind Leben und Heil. Wir brauchen uns das Heil nicht selbst durch irgendwelche Utopien aufzubauen, die doch schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt sind. Nur weil Christus sich für uns hingegeben hat, ist für uns das Heil möglich. Christus hat sich ganz den Menschen ausgeliefert, in seiner grenzenlosen Liebe ist er für uns ans Kreuz gegangen. Doch er hat den Tod besiegt und ist nun als der Auferstandene mitten unter uns, daher ist das Kreuz nicht das Ende, sondern der Anfang neuen Lebens.
Christus will, dass wir diese seine Heilstat immer wieder neu vergegenwärtigen, er schenkt sich uns immer wieder neu, damit wir in ihm leben können. In jeder Eucharistiefeier wird Christus in Brot und Wein gegenwärtig. Welches Volk hätte Götter, die ihm so nah sind, wie unser Gott, sagen schon voll Freude die Israeliten im Alten Testament. Und für uns gilt diese Freude umso mehr. In welcher Religion gibt es einen Gott, der sich ganz in die Hände der Menschen gibt, der sich ganz ausliefert, der von Liebe zu den Menschen brennt?
Indem wir gläubig den Leib Christi essen, werden wir in seinen Leib verwandelt. Es ist nicht wie beim Essen von irdischer Nahrung. Diese wird durch die Verdauung zu Nährstoffen des Körpers verarbeitet und von unserem Körper aufgenommen. Bei der himmlischen Nahrung geschieht das Gegenteil. Durch sie werden wir verwandelt in den Leib Christi. Indem wir als Gemeinde an seinem Leib teilhaben, verwandelt Christus uns in seinen Leib, jeder einzelne wird so zu einem Glied des Leibes Christi. Durch die Eucharistie wird die Gemeinde aufgebaut, die Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt christlichen Lebens.
Doch die Gegenwart Christi in Brot und Wein ist nicht beschränkt auf die Zeit, in der die Gemeinde versammelt ist, sondern besteht weiter fort. 

Dies ist der Grund für die eucharistische Frömmigkeit. Das einmal gewandelte Brot bleibt Leib Christi. Daher können wir ihn in der Monstranz anschauen und verehren. Christus will so auch zu den Zeiten, in denen keine Hl. Messe gefeiert wird, leibhaft unter uns gegenwärtig bleiben. Wir können so mit ihm näher vertraut werden, indem jeder einzelne in Stille zu ihm kommen kann und ihn ansehen kann. Es ist wie bei Liebenden. Sie möchten immer Zeit zusammen verbringen und sich in ihrem Zusammensein nicht auf wenige Stunden im Jahr beschränken. So lädt Christus uns ein, immer wieder zu ihm zu kommen. Er blickt in Liebe auf uns und wir können ihn ansehen und ihn so immer besser kennenlernen. Diesen liebenden Blick Christi tragen wir an Fronleichnam durch unsere Straßen. Nicht, dass Christus sonst nicht sehen könnte, was in der Welt geschieht, er ist ja überall gegenwärtig. Aber doch ist diese leibhafte Gegenwart Christi doch noch einmal etwas ganz anderes als seine geistige.
Suchen wird daher oft seine Gegenwart auf, um uns von ihm verwandeln zu lassen. Leben wir als neue Menschen, wie wir sie durch die Taufe geworden sind. Lassen wir uns immer wieder erneuern durch die Feier und den Empfang der Eucharistie und durch die stille Anbetung vor dem Allerheiligsten.

Wenn das Brot, das wir teilen

An Sonn- und Feiertagen sprechen wir das Apostolische Glaubensbekenntnis mit allen Christen in der ganzen Welt.

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn. unsern Herrn.

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters:

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige katholische Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. Amen

Wir beten für andere:

Für alle Menschen, die hungern müssen.

Für alle, die Menschen helfen, ihren Hunger und Durst zu stellen.

Für alle, die hungrig sind nach Gerechtigkeit und Frieden, Liebe und Gemeinschaft.

Für alle, die ihr Talent und ihre Mühe, ihre Kraft und ihre Zeit für Ihren nächsten opfern.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns an diesem Fronleichnamstag, der dreieinige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich einen schönen Sonntag!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Dieses Lied ist zur Hymne der katholischen Jugend in der ganzen Welt geworden:

JESUS CHRIST YOU ARE MY LIFE – JMJ RIO 2013 (WORLD YOUTH DAY BRAZIL)

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Tagesandacht zum 31.5.2020 (78. Tag des Alarmzustandes in Spanien)

Pfingsten

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Come Thou Fount of Every Blessing

Pfingsten war im Alten Bund ein Erntefest; für uns ist es das Fest des Heiligen Geistes, die Vollendung und Bestätigung von Ostern. Durch den Heiligen Geist wissen wir: Jesus lebt, er ist der Christus, der Herr. Das bezeugt die glaubende Gemeinde durch ihre Existenz und Lebenskraft, „jedem Einzelnen aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt“.

Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Halleluja.

Heute beten wir gemeinsam in der Kirche:

Allmächtiger, ewiger Gott, durch das Geheimnis des heutigen Tages
heiligst du deine Kirche
in allen Völkern und Nationen.
Erfülle die ganze Welt
mit den Gaben des Heiligen Geistes,
und was deine Liebe
am Anfang der Kirche gewirkt hat,
das wirke sie auch heute
in den Herzen aller, die an dich glauben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Damit wir die Lesung besser verstehen:

Die Weissagung des Propheten Joël und die Verheißung Jesu haben sich an Pfingsten erfüllt. Sie erfüllen sich auch während der ganzen Zeit der Kirche. Immer wird man die Kirche Christi daran erkennen, ob sie dem Wirken des Geistes Raum gibt und in allen Sprachen den Menschen die Botschaft Gottes zu bringen weiß. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen zu reden.

Lesung
aus der Apostelgeschichte.

Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war,
waren alle zusammen am selben Ort.
Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen,
wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt,
und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer,
die sich verteilten;
auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt
und begannen, in anderen Sprachen zu reden,
wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden,
fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
Als sich das Getöse erhob,
strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt;
denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
Sie waren fassungslos vor Staunen
und sagten:
Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
Parther, Meder und Elamíter,
Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien,
von Pontus und der Provinz Asien,
von Phrygien und Pamphylien,
von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyréne hin,
auch die Römer, die sich hier aufhalten,
Juden und Proselyten,
Kreter und Araber –
wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

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Halleluja. Halleluja.
Komm, Heiliger Geist,
erfülle die Herzen deiner Gläubigen
und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe!
Halleluja.

Ein beeindruckendes Lied als Bitte um das Kommen des Heiligen Geistes:

Komm herab, o Heiliger Geist : Wie ein Brausen des Himmels, komm  Pfingstsequenz

Damit wir das Evangelium besser verstehen:

Die Geistsendung gehört zum Ostergeschehen, sie wird deshalb im Johannesevangelium (anders als bei Lukas) als Ereignis des Auferstehungstages berichtet. Der Ostergruß des Auferstandenen heißt „Friede“. Der Geist selbst ist die große Gabe, die alle anderen einschließt. Er verbindet für immer die Jünger mit dem auferstandenen Herrn, er eint sie untereinander, und er schafft eine erneuerte Welt durch die Vergebung der Sünden.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

Am Abend des ersten Tages der Woche,
als die Jünger aus Furcht vor den Juden
bei verschlossenen Türen beisammen waren,
kam Jesus,
trat in ihre Mitte
und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten
zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.
Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.
Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch!
Wie mich der Vater gesandt hat,
so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte,
hauchte er sie an
und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
Denen ihr die Sünden erlasst,
denen sind sie erlassen;
denen ihr sie behaltet,
sind sie behalten.

Above All – Überragend

Gott, Heiliger Geist, wo du wirkst, kann vieles neu werden, wir bitten: 

Viele Menschen haben jeglichen Mut verloren, sie haben resigniert oder leiden an sich selbst. Für Sie bitten wir dich, Heiliger Geist: Erweise dich als Tröster und als Kraft zu neuem Mut.

Noch immer herrschen Gewalt, Terror und Krieg in vielen Ländern. Für die Menschen doch bitten wir dich, Heiliger Geist: Erweise dich als Anstifter zum Frieden.

Die christlichen Kirchen sind bis heute getrennt in verschiedene Konfessionen und in die unterschiedlichsten Gruppierungen. Für uns und alle Christen bitten wir dich, Heiliger Geist: Erweise dich als Antrieb zur Einheit.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Gott, du sendest uns deinen Geist. Er ist für uns Tröster, ermutigender Beistand, und Brückenbauer. Ohne sein Wirken sind wir auf unserem eigenen Schwächen und Grenzen geworfen. Wir bitten dich, dass seine Kraft uns in eine hoffnungsvolle Zukunft geleite. 

Durch Christus, unseren Herrn.

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns an diesem Pfingstfest, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich ein gesegnetes Pfingstfest und einen schönen Sonntag!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

The Lord Bless You and Keep You (John Rutter) – Virtual Choir by Batavia Madrigal Singers

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Es wäre schön, wenn wir auch am letzten Tag des Monats Mai den Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen. 

Salve Regina: Ton simple

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Tagesandacht zum 21.5.2020 (68. Tag des Alarmzustandes in Spanien)

Christi Himmelfahrt

Hochfest

Christus ist in der Herrlichkeit Gottes, des Vaters. Er ist dort als der Menschgewordene und der Gekreuzigte, als unser Priester und Fürbitter. Er ist aber von der Erde nicht einfach weggegangen, sodass er nun abwesend wäre. Er hat seine Jünger nicht allein gelassen, er bleibt anwesend in seiner Kirche und durch sie in der Welt.

Ihr Männer von Galiläa,
was steht ihr da und schaut zum Himmel?
Der Herr wird wiederkommen, wie er jetzt aufgefahren ist“. Halleluja.

GL 319 Christ fuhr gen Himmel

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Gebet
„Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen“ (Joh 14,18) so hören wir Deine Worte im Evangelium.  Was für ein Versprechen, Herr! Viele von uns brauchen diese Worte heute mehr, denn zu anderen Zeiten. Sie fühlen sich auch inmitten unserer Gesellschaft einsam und allein gelassen. Stehe uns bei, wenn wir uns einsam und allein fühlen und zeige uns: wer glaubt, ist nie allein! Amen.


 Am Anfang des Matthäusevangeliums stand die Verheißung „Gott ist mit uns“ (Mt 1, 23); an seinem Ende steht die Versicherung Jesu, des Auferstandenen: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Mit göttlicher Vollmacht sendet Jesus seine Jünger in die Welt hinaus; sie sollen alle Menschen lehren und taufen. Man wird Jünger Jesu durch den Glauben und die Taufe; man bleibt es dadurch, dass man nach seiner Lehre und Weisung lebt (Mt 5–7). Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. In jener Zeit
gingen die elf Jünger nach Galiläa
auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.
Und als sie Jesus sahen,
fielen sie vor ihm nieder,
einige aber hatten Zweifel.
Da trat Jesus auf sie zu
und sagte zu ihnen:
Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde.
Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern;
tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes und lehrt sie,
alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.
Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
Einige Gedanken zur „Himmelfahrt“: WEGE UND WELTEN: Hochfahren
Immer noch ertappe ich mich im Erinnerungsmodus. Das 75er Jubiläum des Kriegsendes hat so viel eigene Geschichte aufgewirbelt: Angriffe und Zerstörung, Evakuierung und Flucht, Armut und Hunger – das alles kenne ich aus eigener Erfahrung. Besonders schlimm war für mich das Mobbing bei der Einschulung:  Die Bauernkinder hatten ihre schönen Schulranzen, und ich mit meinem Pappkarton wurde nur ausgelacht. Wir hätten kaum überlebt ohne die Hilfe guter Mitmenschen, die diese bösen Spiele der Ausgrenzung nicht mitmachten. Angesichts solcher Erfahrungen, die allen Heimatvertriebenen und Opfern eingebrannt sind, bin ich betroffen, wie derzeit Corona alles beherrscht. Praktisch kein Wort mehr von den Flüchtlingen, kein Wort mehr von den katastrophalen Lebensbedingungen auf Lesbos – außer der Angst, auch dort könne es Infektionen geben. Von den Lagern syrischer Flüchtlinge in Jordanien und anderswo ist kaum mehr die Rede. Natürlich darf nicht ein Elend gegen ein anderes aufgerechnet werden. Aber vielleicht gibt es doch einen dunklen Zusammenhang zwischen dem Vergessen der eigenen Rettungsgeschichten damals und der Solidarität mit den Flüchtlingsgeschichten von heute. 75 Jahre Kriegsende für uns sind ein Dreivierteljahrhundert Stellvertreterkriege woanders – inklusive weltweit massiver Aufrüstung heute. „Hochfahren“ ist derzeit ein beliebtes Signalwort: Bettenzahlen in den Kliniken werden hochgefahren, Betriebe fahren ihr Tempo und ihre Kapazitäten hoch, „die Wirtschaft“ überhaupt. Allseits ist eine Steigerungslogik im Gang; es soll mindestens wieder dahin kommen, wo es schon war, und möglichst noch gesteigert. Weiß Gott, man kann nur dankbar sein für solchen Aufwind. Aber was wäre, wenn wenigstens auch die Nachrichten über die Flüchtlingslager und ihre Ursachen hochgefahren würden? Wenn die gemeinsamen Anstrengungen zu Abhilfe auch in Sachen Aufrüstung, Kriegstreiben und Flüchtlinge gesteigert würden? Allzu stark bliebe sonst der Eindruck, dass doch ein kapitalistisches Grundgesetz alles bestimmte – nämlich der Erfolg nur fürs eigene Unternehmen, auch auf Kosten anderer. Hochfahren – wohin und mit welchem Interesse, mit welchen „Risiken und Nebenwirkungen“? Im Rhythmus des Christlichen steht jetzt das Fest „Christi Himmelfahrt“ vor der Tür. Im Bild vom „hochfahrenden“ Christus nahmen biblische Autoren zeitgenössische Erfolgs- und Siegesvorstellungen auf, um die Wucht des Osterglaubens zu unterstreichen: „hoch in den Himmel“, also zu göttlichen Ehren und himmlischen Freuden. Noch vierzig Tage nach dem österlichen Erdbeben waren für den Evangelisten Lukas die Bodenwellen der Auferstehung massiv spürbar, und erst am 50. Tag kommt es für ihn dann endgültig zum pfingstlichen Durchbruch. Die zeitliche Periodisierung des Geschehens dient der grundsätzlichen Gewichtung. Das ist die globale Inkraftsetzung der Lebensart Jesu: „Ich war fremd, und ihr habt mich akzeptiert – oder auch nicht“ (vgl. Mt 25,35) … „Hochgefahren bis in den Himmel“ wird die gelebte Gottes- und Nächstenliebe hier auf Erden schon. Der „hochfahrende“ Christus wird zum Wegbereiter und Vorreiter gelebter Solidarität, und nicht zuletzt die gilt es hochzufahren. (aus: CiG) Und nun eine kleine Erinnerung an Papst Johannes Paul II. (Heiliger Johannes Paul), der vor wenigen Tagen 100 Jahre alt geworden wäre. https://vimeo.com/314902624
Am Feiertag sprechen wir das Apostolische Glaubensbekenntnis mit allen Christen in der ganzen Welt.
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn. unsern Herrn. empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters: von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen

Hier lesen wir die praktische Umsetzung des Testamentes Jesu: Christus hat keine Hände, nur unsere Hände,
um seine Arbeit heute zu tun.
Er hat keine Füße, nur unsere Füße,
um Menschen auf seinen Weg zu führen.
Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen,
um den Menschen von ihm zu erzählen.
Wir sind die einzige Bibel, die die Öffentlichkeit noch liest.

Wir sind Gottes letzte Botschaft,
in Taten und Worten geschrieben. (Aus dem 14. Jh., Verfasser unbekannt)

Fürbitte
Guter Gott, wir bitten dich für alle Menschen, die trotz Lockerungen im alltäglichen Leben noch Einschränkungen spüren. Weil sie Angst haben, weil sie allein sind, weil sie krank sind oder überfordert sind. Zeige Ihnen, wie sehr sie von dir geliebt sind und niemals allein, sondern in deiner Barmherzigkeit geborgen sind.
Vater Unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld. Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich Und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen


Segnen heißt: Gutes zusagen!
„Es segne uns am Fest der Himmelfahrt Christi, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“
Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest und einen schönen Sonntag für alle!
Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663
Beethoven: Die Himmel rühmen (Wiltener Sängerknaben, Stecher) https://www.youtube.com/watch?v=Bic_Jsit0eo pastedGraphic_1.png
Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.
AVE MARIA M Lorenc https://www.youtube.com/watch?v=Ueb3Dtpy5D8

Tagesandacht zum 17.5.2020 (64. Tag der Ausgangssperre)

Count-Down für unseren ersten Gottesdienst in deutscher Sprache

in Gran Canaria nach der Ausgangssperre:

Sonntag, den 17.5. um 11.15 Uhr

im Templo Ecumenico, Playa del Ingles mit max. 60 Besuchern

(Bitte Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsgel mitbringen!)

6. Sonntag der Osterzeit

Verkündet es jauchzend, damit man es hört!Ruft es hinaus bis ans Ende der Erde!Ruft: Der Herr hat sein Volk befreit. Halleluja.

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Jesus sollte nicht allein sein Abendmahl feiern müssen. Er wartet auf uns!

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

zum vorerst letzten Mal begrüsse ich alle zum Lichtblick an diesem Sonntag. Seit 64 Tagen laden diese morgentlichen Zeilen zu einem bewussten Anfang des Tages ein. Immer noch sind „normale Zeiten“ nicht in Sicht, aber heute starten wir wieder mit der Feier der Heiligen Messe mit den wenigen, die noch auf der Insel geblieben sind. Es verging kein Tag ohne Eucharistiefeier, aber in der Kirche war es nicht möglich und der Kreis der Teilnehmer im Pfarrhaus war klein, aber täglich präsent. Herzlichen Dank an alle unseren treuen Gemeindemitglieder auf der Insel!

Wir haben immer versucht, die Verbindung mit Jesus und untereinander nicht abreissen zu lassen. Dazu dient auch dieser letzte morgendliche Lichtblick in einer besonderen Zeit.Hoffen wir, dass wir nicht erneut auf diese Art der geistlichen Hilfe zurückgreifen müssen, weil die Kirchen wieder verschlossen werden. Aber geborgen sind wir immer…

Von guten Mächten wunderbar geborgen

Wir beten heute mit allen Christen in der Kirche:

Allmächtiger Gott,

lass uns die österliche Zeitin herzlicher Freude begehenund die Auferstehung unseres Herrn preisen,damit das Ostergeheimnis,das wir in diesen fünfzig Tagen feiern,unser ganzes Leben prägt und verwandelt.Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder!

Psalm 103

Um das Evangelium besser zu verstehen, lesen wir: 

Die Liebe, von der Jesus spricht, ist nicht bloßes Gefühl, sondern Tat. Sie ist aber mehr als nur Erfüllung von Pflichten durch uns; Jesus verheißt uns den Heiligen Geist, die Liebe Gottes in Person, die Freude Gottes, die Kraft Gottes. Dem glaubenden und liebenden Menschen verheißt Jesus noch mehr: „Wir“ – Jesus und der Vater – „werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“. Göttliche Weite und Fülle wird uns geschenkt, wenn wir bereit sind, die Gabe Gottes anzunehmen.

Alleluja

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn ihr mich liebt,
werdet ihr meine Gebote halten.
Und ich werde den Vater bitten
und er wird euch einen anderen Beistand geben,
der für immer bei euch bleiben soll,
den Geist der Wahrheit,
den die Welt nicht empfangen kann,
weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.
Ihr aber kennt ihn,
weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.
Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen,
ich komme zu euch.
Nur noch kurze Zeit
und die Welt sieht mich nicht mehr;
ihr aber seht mich,
weil ich lebe und auch ihr leben werdet.
An jenem Tag werdet ihr erkennen:
Ich bin in meinem Vater,
ihr seid in mir
und ich bin in euch.
Wer meine Gebote hat und sie hält,
der ist es, der mich liebt;
wer mich aber liebt,
wird von meinem Vater geliebt werden
und auch ich werde ihn lieben
und mich ihm offenbaren
.

Eine interessante Diskussion mit interessanten Gedanken:

Durch Corona eine Chance fürs Grundeinkommen?

Aus den Reihen der Wirtschaft, aber nicht nur von dort, kommt seit jeher Widerspruch zu den Vorschlägen eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle Bürger. Das sei nicht zu finanzieren, heißt es. Und es lähme den Arbeitswillen. Die Corona-Krise ändert allerdings die Perspektive in dem Maße, in dem nun die Wirtschaft selber und insbesondere viele mittelständische und kleinere Unternehmen von Subventionen des Staates in erheblicher Größenordnung profitieren sollen. Ist die Idee eines allgemeinen Grundeinkommens, das Sozialhilfe und andere Versorgungsleistungen des Staates ersetzen würde sowie möglicherweise doch Anreize für Hinzuverdienst schafft, wirklich so absurd?

Die Direktorin der Katholischen Sozialakademie Österreichs, Magdalena Holztrattner, sieht in einer derartigen finanziellen Zuwendung für alle durchaus eine Möglichkeit, die aktuelle ökonomische Krise für „substanzielle Veränderungen“ zu nutzen, um das gesamte Wirtschaftssystem stärker auf ökologisches und sozial nachhaltiges Produzieren und Konsumieren hinzubewegen. Zudem zeige sich mehr und mehr, dass in einer hochgradig durchrationalisierten ökonomischen Ordnung „soziale Sicherheit nicht an Erwerbsarbeit geknüpft bleiben darf“. Die Aussage „Nur wer arbeitet, darf auch essen“ sei ethisch fragwürdig geworden, da neben der Erwerbsarbeit sehr viel mehr sonstige Arbeit, etwa sozial-fürsorglicher Art, für das Wohl des Gemeinwesens geleistet wird. Zudem fällt frühere Erwerbsarbeit mit klassischen Berufen in der digitalen Hochleistungswirtschaft vielfach weg, weil nicht mehr benötigt.

Es ist „erstrebenswert, wenn Menschen frei zwischen verschiedenen Tätigkeiten wählen können, ohne sich und ihre Familie in finanzieller Not, sozialer Stigmatisierung, psychischem Druck und damit verbunden gesundheitlichen Problemen wiederzufinden“, so Magdalena Holztrattner. „Jeder Mensch soll ein würdiges Leben führen dürfen, egal, welche Vorleistungen er oder sie erbracht hat.“ Mit Sozialromantik oder „sozialen Hängematten“ habe das nichts zu tun. Das beweise bereits das hohe Engagement im – meist unbezahlten – Gesundheits- und Pflegebereich etwa in den Familien oder unter Nachbarn und Bekannten. Zur Finanzierbarkeit des Grundeinkommens in einer Phase, da zur Bewältigung der Corona-Krise Zigmilliarden aufgebracht werden müssen, sagte Magdalena Holztrattner: „Wenn zusammengezählt wird, dass zum Beispiel staatliche Transferzahlungen wie Kindergeld, Sozialhilfe, Karenzgeld usw. ins bedingungslose Grundeinkommen einfließen würden, würde sich ein großer Teil der Kosten selbst decken.“ Außerdem würden große Summen eingespart durch den Wegfall des dazugehörenden bürokratischen Aufwands, auch wenn die dafür zuständigen Beamten beziehungsweise Angestellten umgeschult werden müssten.

Ein wachsendes Problem der gegenwärtigen Kultur sei auch, dass es immer schwieriger ist, einzig durch Erwerbsarbeit, durch Löhne sozial aufzusteigen oder gar wohlhabend zu werden, weil inzwischen durch die ungeheure Konzentration von Vermögen das Einkommen über Erwerbsarbeit gegenüber den Kapitalerträgen immer mehr ins Hintertreffen gelangt. „Hier bräuchte es ein Gegensteuern, sodass sich Leistung wieder mehr lohnt.“

Clemens Wallner von der österreichischen Industriellenvereinigung sieht die Grundeinkommens-Vorschläge allerdings skeptisch: Zuwendungen in einem Sozialstaat sollten einzig an Bedingungen wie Bedürftigkeit oder Arbeitsfähigkeit geknüpft sein. Der Sozialstaat solle fürsorgen und vor-sorgen, nicht aber versorgen. (aus CiG)

You are my all in all

Am Sonntag sprechen wir das Apostolische Glaubensbekenntnis mit allen Christen in der ganzen Welt.

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn. unsern Herrn.

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters:

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige katholische Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. Amen

Dresdner Kreuzchor „Nun danket alle Gott“ Johann Crüger „

Wir beten für alle,

die auf der Suche sind nach dem was ihrem Leben Sinn und Halt gibt.

die durch ihr Umfeld oder durch Medien verwirrt oder sogar aufgehetzt werden.

die durch Sorgen und Enttäuschungen belastet sind, und für alle, die nicht mehr glauben können.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest und einen schönen Sonntag für alle!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

Großer Gott wir loben Dich

Ich danke allen, die jeden Tag durch Text, Musik und Gedanken an dieser neuen Gottesdienstform teilgenommen haben. Ich habe mich bewusst gegen Videoübertragung der Heiligen Messe entschieden, da es sehr viele Angebote dieser Art gibt. Der Lichtblick sollte Heilige Schrift, Gebet, Gedanken und Musik zu einer Einheit zusammenführen, aus der man aber gleichzeitig auch auswählen können sollte, was am jeweiligen Tag das Herz berührt. 

Ein besonderer Dank gilt Martin Schubert von Radio Primavera in Maspalomas, ohne den die Verbreitung des Lichtblicks nicht gelungen wäre. 

Ich war erstaunt, dass der Lichtblick weit über die WhatsappGruppe hinaus Verbreitung gefunden hat. Der wöchentliche VideoLichtblick soll fortgesetzt werden, da er über 500 Zuseher jeden Sonntag hatte. Vielleicht gelingt ja auch weiterhin gelegentlich ein SonderLichtblick. Ich wünsche allen ein gesundes Überstehen aller Krisen und freue mich auf ein Wiedersehen in der Zukunft!

Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand!

Auf Wiedersehen! Adios!

Die Priester ~ Möge die Straße (Lyrics)

in eigener Sache: Alle Andachten werden dokumentiert. 

Ich würde mich über einen kurzen Kommentar zu Idee, Inhalt und Durchführung des Lichtblicks freuen. 

Thema: Was hat es gebracht? Bitte an: axwernerde@yahoo.de

Tagesandacht zum 16.5.2020 (63. Tag der Ausgangssperre)

Count-Down für unseren ersten Gottesdienst in deutscher Sprache

in Gran Canaria nach der Ausgangssperre:

Noch 1Tag bis zum Sonntag, den 17.5. um 11.15 Uhr

im Templo Ecumenico, Playa del Ingles

(Bitte Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsgel mitbringen!) 

So spricht der Herr:

Ich bitte dich, Vater für sie: Lass sie eins sein in uns

damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Halleluja

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

trotz oder vielleicht gerade aufgrund der Einschränkungen in den letzten Wochen entdecken wir unsere Umwelt mit völlig neuen Augen. Wir nehmen die Menschen um uns wahr, fragen nach deren Befinden und bieten ihnen unsere Hilfe oder ein offenes Ohr an. Wir stoßen auf kleine Unternehmen, auf Restaurants und Cafés in unserer Umgebung, die auf unsere Unterstützung in dieser Zeit hoffen. Und bei Spaziergängen, Fahrradtouren und Joggingrunden lernen wir unser „Dorf“ mit Natur um uns herum neu kennen.

Vielleicht schenken uns diese neuen Perspektiven Chancen: Ein Anstoß für ein empathisches Miteinander. Ein Impuls für ein nachhaltigeres und umweltfreundlicheres Leben.

Herr, Deine Liebe ist wie Gras und Ufer

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Gebet
Herr, du bist in dir selbst Gemeinschaft und Liebe bist. Dabei lädst du uns ein daran teilzuhaben. DU liebst uns und daraus heraus dürfen wir unseren Nächsten lieben. Wenn wir lieben, bleiben wir in dir, denn die Liebe ist die Erfüllung aller Gebote. Heutzutage wird der Begriff der Liebe beinahe inflationär benutzt. Du meinst jedoch eine Liebe, die nicht von Gefühlen, Stimmungen und Sympathie abhängig ist: Lass und an deiner reinen Liebe und Hingabe teilhaben. Amen.

Um das Evangelium besser zu verstehen, lesen wir: „Die Christen wohnen zwar in der Welt, aber sie sind nicht aus der Welt“, heißt es in einem frühchristlichen Text (Diognetbrief 6,3). Der Abschnitt Joh 15,18 – 16, 4a spricht vom Hass der Welt gegen die Jünger Jesu. Die „Welt“ ist zwangsläufig totalitär; sie erträgt es nicht, dass es Menschen gibt, die nicht nach ihrem Gesetz leben. Die Finsternis kann das Licht nicht ertragen. Außerdem: das Lebensgesetz des Meisters ist auch das des Jüngers. Der Hass der Welt gilt nicht eigentlich dem einzelnen Jünger er gilt der geheimen Wirklichkeit, der unkontrollierbaren Kraft, die den Jünger treibt, ihn von der Welt unterscheidet und aus ihr herausnimmt; „um meines Namens willen“: das ist der wahre Grund. Der Hass der Welt gilt Christus dem Herrn selbst und seinem Geist, der in den Jüngern am Werk ist. Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten. Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.


Ein Loblied auf die Schönheit der Schöpfung:
Cantico delle Creature – Angelo Branduardi (con testo) https://www.youtube.com/watch?v=2vIzGZg7iss


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Fürbitte
Oft fällt es uns schwer einander zu lieben, vor allem uns selbst, Fremde und Feinde. Wir beten heute für uns, dass du uns hilfst, deine Liebe weiterzutragen und zu leben! Wir denken heute auch an die Welt, in der wir leben, in der nicht selten andere Gebote als das der Liebe gelten. Lass deine Liebe siegen!

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest und einen schönen Tag für alle!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

„Ave Maria“ by Carl Orff

Tagesandacht zum 15.5.2020 (62. Tag der Ausgangssperre)

Count-Down für unseren ersten Gottesdienst in deutscher Sprache

in Gran Canaria nach der Ausgangssperre:

Noch 2Tage bis zum Sonntag, den 17.5. um 11.15 Uhr

im Templo Ecumenico, Playa del Ingles mit max. 60 Besuchern

(Bitte Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsgel mitbringen!) 

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Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Ich habe euch Freunde genannt;

denn ich habe euch alles mitgeteilt,

was ich gehört habe von meinem Vater.

Halleluja.

Magnificat in D Major, BWV 243: Chorus „Magnificat anima mea“

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

Christus ruft uns in seine Nähe, er hat uns zu seinen Jüngerinnen und Jüngern erwählt. Diese Freude darf noch mehr spürbar werden, wenn uns bewusst wird, dass sein Ruf und seine Einladung uns begrenzten und sündigen Menschen gilt. Bitten wir in diesem Lichtblick um die Nähe Gottes:

Herr Jesus Christus, du nennst uns deine Freunde. Herr, erbarme dich!

Du teilst uns den Willen des Vaters mit. Christus, erbarme dich!

Du traust uns zu, Frucht zu bringen in unserem Leben. Herr, erbarme dich!

Wir beten heute mit der Kirche:

Wir bitten dich, allmächtiger Gott,

präge und forme unser Leben

durch die österlichen Geheimnisse,

die wir in diesen Tagen feiern.

Heile und schütze uns durch die Macht

unseres auferstandenen Herrn Jesus Christus,

der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Um das Evangelium besser zu verstehen, lesen wir zunächst:

 „In der Liebe bleiben“ heißt den Willen Gottes tun und die Freude Gottes erfahren. Der Wille Gottes ist es, dass wir einander Gutes wünschen und Gutes tun. „Wie ich euch geliebt habe“: die Weite und Tiefe der Liebe wird vom Vorbild Christi her bestimmt. Er ist der wahre Weinstock; wir können auch sagen: er ist der wahre Freund, und er will, dass wir jedem Menschen als Freund begegnen, als Bruder. Das ist jedem Christen gesagt, aber in V. 15-16 spricht Jesus die Jünger auf ihre apostolische Berufung und Sendung an. Ihre Arbeit wird fruchtbar und gesegnet sein, wenn sie in Liebe getan wird. Die Liebe und das Gebet (V. 16) sind die Voraussetzungen gesegneter Arbeit.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.

Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.

Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.

Dies trage ich euch auf: Liebt einander!

Der Psalm lädt uns ein, auf das Evangelium mit dem Herzen zu antworten:                                  Mein Herz ist bereit, o Gott,

mein Herz ist bereit,

ich will dir singen und spielen.

Wach auf, meine Seele!

Wacht auf, Harfe und Saitenspiel!

Ich will das Morgenrot wecken.

Ich will dich vor den Völkern preisen Herr,

dir vor den Nationen lobsingen.

Denn deine Güte reicht, soweit der Himmel ist

deine Treue, soweit die Wolken ziehen.

Bless The Lord, O My Soul (S. Rachmaninoff „All-Night Vigil“ / Vespers, op. 37, 2.)

beten wir für alle,

 die an der Spitze von Staaten und Völker entstehen und deren Entscheidungen weitreichende Folgen haben.

 die mit ihren Reden Angst verbreiten und Menschen verunsichern.

  die sich auch heute in den Dienst der Gemeinschaft stellen und viel Liebe und Zeit investieren.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest und einen schönen Tag für alle!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

„Ave Maria“ by Igor Stravinsky