Tagesandacht zum 5.5.2020 (52. Tag der Ausgangssperre)

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Meine Schafe hören auf meine Stimme;

ich kenne sie, und sie folgen mir.

Halleluja.

Liebe FreundInnen des heutigen Lichtblicks, 

wenn wir von der Kirche sprechen, meinen wir die Gemeinschaft von Menschen, ihren Glauben an Jesus Christus bekennen. Ihnen hat Gott der Vater durch Jesus Christus Gnade und Frieden geschenkt. Die österliche Verkündigung spricht immer wieder von der Kirche von der Gemeinschaft der Glaubenden. Die Lesungen der Osterzeit beschreiben immer wieder, dass sich der Glaube an Jesus Christus ausbreitet. Wichtiger aber ist der Gedanke: Der Herr selbst führt seine Kirche durch den Heiligen Geist. Das gilt für alle Zeit und vor allem in Zeiten der Krise. Auch heute ist es der Herr selbst, der seine Kirche zusammenhält und wachsen lässt in diesem Lichtblick wollen wir ihn bitten, dass er den Glauben und die Liebe in uns vermehre.

Und mit Schwung geht es in den heutige Tagesandacht:

Aufstehen, aufeinander zugehen


Gebet
Jesus Christus, durch Dich hat Gott ein Gesicht bekommen. Du hast mit den Kindern gelacht, mit den Trauernden geweint, konntest wütend werden und intensiv zuhören. All das hat sich sicherlich auch in Deinem Gesicht widergespiegelt. Wir tragen nun Atemschutzmasken, um der Corona Pandemie entgegen zu wirken. Unsere Mimik ist nicht mehr erkennbar. Du aber schaust uns weiter an. Wir bitten dich, hilf uns, dass wir jetzt besonders mit unseren Augen und unserer Stimme achtsam und liebevoll unserem Gegenüber begegnen. Amen.
Jesu Worte im Johannes-Evangelium scheinen auf dunkel, ja, fast widersprüchlich zu sein. So heißt es: die Menschen, die der Vater dem Sohn gegeben hat, folgen ihm. Wer ihm nicht folgt, gehört nicht zu ihm; also muss man doch annehmen: der Vater hat sie ihm nicht gegeben. Gleichwohl wirbt Jesus um alle. Aber die, die den Beweis dafür wollen, dass Jesus der Messias ist, werden abgewiesen. Zu Jesus findet man nicht, wenn man versucht, seinen eigenen Verstand zu Maßstab zu machen. Nur wer sich auf Jesu Ruf einlässt, der erkennt in der Nachfolge, dass Jesus der Gesandte Gottes ist.



Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes In Jerusalem fand das Tempelweihfest statt. Es war Winter, und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab. Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange noch willst du uns hinhalten? Wenn du der Messias bist, sag es uns offen! Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab; ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.


Fürbitte
Für alle, die in den Krankenhäusern oft unter erschwerten Bedingungen auf den Intensivstationen für schwerkranke Menschen da sind.
Für alle, die einsam und alleine sind und sich so sehr danach sehnen, wieder einmal in den Arm genommen zu werden.
Für alle, die in den politischen Ämtern wichtige Entscheidungen für die nächsten Monate zu treffen haben.
Für uns selbst, dass wir den langen Atem der Zuversicht behalten und unseren Nächsten mit seinen Sorgen und Nöten nicht aus dem Blick verlieren

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Corona Chor – Möge die Straße

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns 
Sünder
jetzt und in der Stunde unseres 
Todes.

ave maria, Caccini