Tagesandacht zum 17.5.2020 (64. Tag der Ausgangssperre)

Count-Down für unseren ersten Gottesdienst in deutscher Sprache

in Gran Canaria nach der Ausgangssperre:

Sonntag, den 17.5. um 11.15 Uhr

im Templo Ecumenico, Playa del Ingles mit max. 60 Besuchern

(Bitte Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsgel mitbringen!)

6. Sonntag der Osterzeit

Verkündet es jauchzend, damit man es hört!Ruft es hinaus bis ans Ende der Erde!Ruft: Der Herr hat sein Volk befreit. Halleluja.

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Jesus sollte nicht allein sein Abendmahl feiern müssen. Er wartet auf uns!

Liebe FreundInnen des Lichtblicks,

zum vorerst letzten Mal begrüsse ich alle zum Lichtblick an diesem Sonntag. Seit 64 Tagen laden diese morgentlichen Zeilen zu einem bewussten Anfang des Tages ein. Immer noch sind „normale Zeiten“ nicht in Sicht, aber heute starten wir wieder mit der Feier der Heiligen Messe mit den wenigen, die noch auf der Insel geblieben sind. Es verging kein Tag ohne Eucharistiefeier, aber in der Kirche war es nicht möglich und der Kreis der Teilnehmer im Pfarrhaus war klein, aber täglich präsent. Herzlichen Dank an alle unseren treuen Gemeindemitglieder auf der Insel!

Wir haben immer versucht, die Verbindung mit Jesus und untereinander nicht abreissen zu lassen. Dazu dient auch dieser letzte morgendliche Lichtblick in einer besonderen Zeit.Hoffen wir, dass wir nicht erneut auf diese Art der geistlichen Hilfe zurückgreifen müssen, weil die Kirchen wieder verschlossen werden. Aber geborgen sind wir immer…

Von guten Mächten wunderbar geborgen

Wir beten heute mit allen Christen in der Kirche:

Allmächtiger Gott,

lass uns die österliche Zeitin herzlicher Freude begehenund die Auferstehung unseres Herrn preisen,damit das Ostergeheimnis,das wir in diesen fünfzig Tagen feiern,unser ganzes Leben prägt und verwandelt.Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder!

Psalm 103

Um das Evangelium besser zu verstehen, lesen wir: 

Die Liebe, von der Jesus spricht, ist nicht bloßes Gefühl, sondern Tat. Sie ist aber mehr als nur Erfüllung von Pflichten durch uns; Jesus verheißt uns den Heiligen Geist, die Liebe Gottes in Person, die Freude Gottes, die Kraft Gottes. Dem glaubenden und liebenden Menschen verheißt Jesus noch mehr: „Wir“ – Jesus und der Vater – „werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“. Göttliche Weite und Fülle wird uns geschenkt, wenn wir bereit sind, die Gabe Gottes anzunehmen.

Alleluja

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn ihr mich liebt,
werdet ihr meine Gebote halten.
Und ich werde den Vater bitten
und er wird euch einen anderen Beistand geben,
der für immer bei euch bleiben soll,
den Geist der Wahrheit,
den die Welt nicht empfangen kann,
weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.
Ihr aber kennt ihn,
weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.
Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen,
ich komme zu euch.
Nur noch kurze Zeit
und die Welt sieht mich nicht mehr;
ihr aber seht mich,
weil ich lebe und auch ihr leben werdet.
An jenem Tag werdet ihr erkennen:
Ich bin in meinem Vater,
ihr seid in mir
und ich bin in euch.
Wer meine Gebote hat und sie hält,
der ist es, der mich liebt;
wer mich aber liebt,
wird von meinem Vater geliebt werden
und auch ich werde ihn lieben
und mich ihm offenbaren
.

Eine interessante Diskussion mit interessanten Gedanken:

Durch Corona eine Chance fürs Grundeinkommen?

Aus den Reihen der Wirtschaft, aber nicht nur von dort, kommt seit jeher Widerspruch zu den Vorschlägen eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle Bürger. Das sei nicht zu finanzieren, heißt es. Und es lähme den Arbeitswillen. Die Corona-Krise ändert allerdings die Perspektive in dem Maße, in dem nun die Wirtschaft selber und insbesondere viele mittelständische und kleinere Unternehmen von Subventionen des Staates in erheblicher Größenordnung profitieren sollen. Ist die Idee eines allgemeinen Grundeinkommens, das Sozialhilfe und andere Versorgungsleistungen des Staates ersetzen würde sowie möglicherweise doch Anreize für Hinzuverdienst schafft, wirklich so absurd?

Die Direktorin der Katholischen Sozialakademie Österreichs, Magdalena Holztrattner, sieht in einer derartigen finanziellen Zuwendung für alle durchaus eine Möglichkeit, die aktuelle ökonomische Krise für „substanzielle Veränderungen“ zu nutzen, um das gesamte Wirtschaftssystem stärker auf ökologisches und sozial nachhaltiges Produzieren und Konsumieren hinzubewegen. Zudem zeige sich mehr und mehr, dass in einer hochgradig durchrationalisierten ökonomischen Ordnung „soziale Sicherheit nicht an Erwerbsarbeit geknüpft bleiben darf“. Die Aussage „Nur wer arbeitet, darf auch essen“ sei ethisch fragwürdig geworden, da neben der Erwerbsarbeit sehr viel mehr sonstige Arbeit, etwa sozial-fürsorglicher Art, für das Wohl des Gemeinwesens geleistet wird. Zudem fällt frühere Erwerbsarbeit mit klassischen Berufen in der digitalen Hochleistungswirtschaft vielfach weg, weil nicht mehr benötigt.

Es ist „erstrebenswert, wenn Menschen frei zwischen verschiedenen Tätigkeiten wählen können, ohne sich und ihre Familie in finanzieller Not, sozialer Stigmatisierung, psychischem Druck und damit verbunden gesundheitlichen Problemen wiederzufinden“, so Magdalena Holztrattner. „Jeder Mensch soll ein würdiges Leben führen dürfen, egal, welche Vorleistungen er oder sie erbracht hat.“ Mit Sozialromantik oder „sozialen Hängematten“ habe das nichts zu tun. Das beweise bereits das hohe Engagement im – meist unbezahlten – Gesundheits- und Pflegebereich etwa in den Familien oder unter Nachbarn und Bekannten. Zur Finanzierbarkeit des Grundeinkommens in einer Phase, da zur Bewältigung der Corona-Krise Zigmilliarden aufgebracht werden müssen, sagte Magdalena Holztrattner: „Wenn zusammengezählt wird, dass zum Beispiel staatliche Transferzahlungen wie Kindergeld, Sozialhilfe, Karenzgeld usw. ins bedingungslose Grundeinkommen einfließen würden, würde sich ein großer Teil der Kosten selbst decken.“ Außerdem würden große Summen eingespart durch den Wegfall des dazugehörenden bürokratischen Aufwands, auch wenn die dafür zuständigen Beamten beziehungsweise Angestellten umgeschult werden müssten.

Ein wachsendes Problem der gegenwärtigen Kultur sei auch, dass es immer schwieriger ist, einzig durch Erwerbsarbeit, durch Löhne sozial aufzusteigen oder gar wohlhabend zu werden, weil inzwischen durch die ungeheure Konzentration von Vermögen das Einkommen über Erwerbsarbeit gegenüber den Kapitalerträgen immer mehr ins Hintertreffen gelangt. „Hier bräuchte es ein Gegensteuern, sodass sich Leistung wieder mehr lohnt.“

Clemens Wallner von der österreichischen Industriellenvereinigung sieht die Grundeinkommens-Vorschläge allerdings skeptisch: Zuwendungen in einem Sozialstaat sollten einzig an Bedingungen wie Bedürftigkeit oder Arbeitsfähigkeit geknüpft sein. Der Sozialstaat solle fürsorgen und vor-sorgen, nicht aber versorgen. (aus CiG)

You are my all in all

Am Sonntag sprechen wir das Apostolische Glaubensbekenntnis mit allen Christen in der ganzen Welt.

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn. unsern Herrn.

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters:

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige katholische Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. Amen

Dresdner Kreuzchor „Nun danket alle Gott“ Johann Crüger „

Wir beten für alle,

die auf der Suche sind nach dem was ihrem Leben Sinn und Halt gibt.

die durch ihr Umfeld oder durch Medien verwirrt oder sogar aufgehetzt werden.

die durch Sorgen und Enttäuschungen belastet sind, und für alle, die nicht mehr glauben können.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in dieser Osterzeit, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest und einen schönen Sonntag für alle!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

Großer Gott wir loben Dich

Ich danke allen, die jeden Tag durch Text, Musik und Gedanken an dieser neuen Gottesdienstform teilgenommen haben. Ich habe mich bewusst gegen Videoübertragung der Heiligen Messe entschieden, da es sehr viele Angebote dieser Art gibt. Der Lichtblick sollte Heilige Schrift, Gebet, Gedanken und Musik zu einer Einheit zusammenführen, aus der man aber gleichzeitig auch auswählen können sollte, was am jeweiligen Tag das Herz berührt. 

Ein besonderer Dank gilt Martin Schubert von Radio Primavera in Maspalomas, ohne den die Verbreitung des Lichtblicks nicht gelungen wäre. 

Ich war erstaunt, dass der Lichtblick weit über die WhatsappGruppe hinaus Verbreitung gefunden hat. Der wöchentliche VideoLichtblick soll fortgesetzt werden, da er über 500 Zuseher jeden Sonntag hatte. Vielleicht gelingt ja auch weiterhin gelegentlich ein SonderLichtblick. Ich wünsche allen ein gesundes Überstehen aller Krisen und freue mich auf ein Wiedersehen in der Zukunft!

Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand!

Auf Wiedersehen! Adios!

Die Priester ~ Möge die Straße (Lyrics)

in eigener Sache: Alle Andachten werden dokumentiert. 

Ich würde mich über einen kurzen Kommentar zu Idee, Inhalt und Durchführung des Lichtblicks freuen. 

Thema: Was hat es gebracht? Bitte an: axwernerde@yahoo.de