Geistliche Worte

Bitte im Urlaub bedenken: Keiner will mich suchen!

Im vergangenen Jahr sind wieder 600.000 Personen aus der Kirche ausgetreten. Hauptgrund für diesen rapiden Auszug aus dem Christentum ist der Glaubensverlust. Viele können nicht mehr an Gott glauben und schon gar nicht an das, was die Kirche an Glaubensinhalte verkündet. 
Gebet und Gottesdienstbesuch verschwinden immer mehr aus der Lebensführung. Wo liegen die Gründe für diesen Glaubensverlust? Eine alte jüdische Geschichte kann uns vielleicht weiterhelfen:

Zwei Jungen spielen Verstecken. Ein Junge versteckte sich gut und wartete, dass ihn sein Freund suche. Als er lange gewartet hatte, kam er heraus und bemerkte, dass ihn sein Freund nie gesucht hatte. Darüber musste er weinen und ging zu seinem Großvater und beschwerte sich über seinen bösen Spielkameraden. Da fing der Großvater an zu weinen, und er sagte: „So spricht Gott auch: “ Ich verberge mich, aber keiner will mich suchen!“ (Martin Buber)

Diese typische jüdische Geschichte will uns sagen, dass wir das Spiel des Lebens verfehlen, wenn wir nicht bereit sind Gott zu suchen. Gott wartet darauf, dass wir ihn suchen und wenn wir es wirklich wollen, dann wird er uns auch helfen ihn zu finden.

Aber natürlich stellt sich die Frage: Wie sucht man ihn denn? Die Bibel zeigt uns drei Hauptwege, die zu Gott führen und ganz sicher ist die Zeit des Urlaubs auch eine Gelegenheit, die vielleicht verloren gegangen Spur Gottes in meinem Leben neu nachzugehen.

Der erste Weg ist, Gottes Gegenwart in den Wundern der Schöpfung zu spüren. Die Bibel zeigt uns den zweiten Weg, der in Gottes Gegenwart führt: Das Studium der Heiligen Schrift! In den Worten spricht Gott selbst mit uns! Gottes Gegenwart erfährt aber nur, wer seine Worte nicht nur hört, sondern auch tut. Das ist dann der dritte Weg zu Gott! Als die Menschen Jesus fragten, wo Gott zu suchen ist, zeigt er in die gleiche Richtung: „In den Geringsten meiner Geschwister könnt ihr mich finden!“ (Mt 25,31-46)

Genießen Sie Ihre Zeit in Gran Canaria!

Herzlichst! Ihr Pfarrer Axel Werner