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Tagesandacht zum 4. April 2020 (21. Tag der Ausgangssperre)

Guten Morgen zum letzten Tag vor der Karwoche oder Heiligen Woche, wie sie in Spanien genannt wird. Wir haben noch eine Woche Zeit, um uns auf das Geheimnis von Tod und Auferstehung Jesu Christi vorzubereiten.

Wir tun dies am besten auch durch Nächstenliebe!

Dazu folgender Tipp von katholisch.de:

https://www.katholisch.de/video/10367-was-ist-naechstenliebe

Stimmen wir uns nun ein auf unseren heutigen „Lichtblick“

Kumbaya my Lord… Komm uns zu Hilfe, Gott…

Gebet des Tages:

Barmherziger Gott,

du wirkst das Heil der Menschen zu jeder Zeit;

in diesen Tagen aber bist du uns besonders nahe.

Beschütze uns vor aller Krankheit und allem Bösen

und steh den Helfenden bei,

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn

Niemand darf an der Not vorbeisehen oder gar weitergehen. Wir kennen das Evangelium gut. Die Geschichte vom barmherzigen Samariter kennt ihr vermutlich alle. Manche wollen sie gar nicht mehr hören. Warum war das Thema Barmherzigkeit für JESUS so wichtig? Im Begriff Barmherzigkeit steckt das Wort „Herz“. Herz hat ganz viel mit Liebe zu tun. Liebe ist die zentrale Grundeigenschaft GOTTES. Dort wo das Grundmotiv der Liebe bei der Barmherzigkeit aber fehlt, ist unser Tun zwar lobenswert, es mag meinem Nächsten auch nützen und es kann sogar einem christlichen Zweck dienen, aber CHRISTUS wird für den Nächsten nicht sichtbar. Wenn CHRISTUS nicht der Ursprung unseres Handelns ist, werden wir uns verausgaben und wie ein runtergebrannter Docht, irgendwann einmal erlöschen.

 Es gilt auch heute in der Krise. Heute sende ich die frohe Botschaft als Film:

nicht schwer zu verstehen, aber nachzulesen in der Bibel:

Lukas 10,25-37

Gebet für unsere Nächsten:

Zu Christus, der uns in dieser Zeit besonders nahe ist, wollen wir rufen:

Ermutige und stärke alle, die zur Gesundheit der Menschen beitragen.

Wandle Angst in Vertrauen und Traurigkeit in Freude.

Gedenke der Verstorbenen, die in der Hoffnung auf dich entschlafen sind.

Allmächtiger Gott, du weißt, was wir nötig haben. Mache uns heil durch

Christus, unseren Herrn.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Zum Abschluss noch einmal in einer anderen Version:

Kumbaya, my Lord… Herr, komm uns zu Hilfe…

Wir sind kreativ!

1. Aktion „Meld Dich mal“ (mit Lokalradio Radio Primavera)

Gemeinsam sind wir Gran Canaria ..!!!

!!! Einsame Menschen oder Behinderte Menschen,

die zu dieser speziellen Zeit alleine sind,

brauchen unsere Aufmerksamkeit !!!

Wir von RPV-GC möchten ein Bindeglied sein, um denen zu helfen, die sich nicht selbst helfen können.Deshalb starten wir unseren Aufruf an unsere Treuen Hörer hier auf der Insel Gran Canaria.Wenn ihr Nachbarn habt, die aufgrund ihres Alters sich nicht selbst versorgen können oder anderweitig Hilfe benötigen,dann lasst uns diese Menschen nicht in Vergessenheit geraten und helft ihnen,die derzeitige Krise gemeinsam zu überstehen, viel mehr noch, zu überleben ..!!!


Ihr kennt Menschen die gebrechlich sind ?

Oder kein Augenlicht haben ?

Oder einfach einsame und verlassen sind,

ohne Chance auf Hilfe von außen ?


Dann lasst uns alle zusammen denen helfen, die es so dringend brauchen !

Menschen der etwas älteren Generation fragen nur sehr selten um Hilfeund begnügen sich auch in der Notmit dem Nötigsten !!!


Bitte melden Sie sich bei uns

per Mail an:info@radio-pv.com

oder über unsere Hotline unter: +34 828 68 75 12

und hinterlasse Sie uns ihre Nachricht auf unserem Anrufbeantworter !
Vergessen Sie bitte nicht, uns ihre Telefonnummer zu hinterlassen, damit wir uns bei ihnen melden können !
Niemand hier auf der Insel wird im Stich gelassen….Ihr RPV-Team

Zusammen sind wir Gran Canaria ..!!!

Dies ist eine Aktion in Kooperation mit derkatholischen, deutschsprachigen Gemeinde in Playa del Ingles.   

KATHOLISCHE DEUTSCHSPRACHIGE GEMEINDE | Misión Católica de Habla Alemana…
KATHOLISCHE DEUTSCHSPRACHIGE GEMEINDE | Misión Católica de Habla Alemana…

2. Schutzmasken Produktion in der Gemeinde Mund- und Nasenschutz in Selbsthilfe für zurückgebliebene Gemeindemitglieder, die vom spanischen Zivilschutz nicht erfasst sind.

Tagesandacht zum 3. April 2020 (20. Tag der Ausgangssperre)

Guten Morgen an alle „Andächtigen“ in aller Welt. Die Einstimmung ist allen gewidmet, die sich alleine fühlen:

Gebet:

Gott, wenn wir uns an Dir festhalten, dann haben wir die Hände frei für unseren Nächsten. Eine ermutigende WhatsApp, das Telefonat mit einem Einsamen, die Tüte am Bauzaun, die Kerze im Fenster, das Gebet für alle an Corona Erkrankten… Lass uns Deine Nähe spüren, damit auch wir einander trotz Mindestabstand nahe sein können. Amen


Das Volk Israel war immer wieder in Not. Auf Gott wollten sie sich verlassen. So verstehen wir Psalmen besser:

 R In meiner Not rief ich zum Herrn,
          und er hörte mein Rufen. – R
       Ich will dich rühmen, Herr, meine Stärke,

       Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter,

          mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge,

          mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. 

4        Ich rufe: Der Herr sei gepriesen!

          und ich werde vor meinen Feinden gerettet.

5        Mich umfingen die Fesseln des Todes,

          mich erschreckten die Fluten des Verderbens.

6        Die Bande der Unterwelt umstrickten mich,

          über mich fielen die Schlingen des Todes.

7ab    In meiner Not rief ich zum Herrn

          und schrie zu meinem Gott. 

7cd    Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen,

          mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.

20      Er führte mich hinaus ins Weite,

          er befreite mich, denn er hatte an mir gefallen. 

Viele leben auf engstem Raum! Besonders die, die sowieso auch sonst zu kämpfen haben. Wie wird es in Afrika oder Indien aussehen?

Erleben unsere Kinder noch eine wundervolle Welt. Das Lied ist Ausdruck der Hoffnung!

Fürbitte
Jeder Tag ist in diesen Zeiten eine neue Herausforderung. Bleiben wir gesund? Wie mag es Familien, die auf engstem Raum jetzt leben müssen, gehen? Haben die Wohnungslosen genug zum Überleben? Und die Flüchtlinge an unseren Grenzen? … Bei allen Fragen und aller Hilflosigkeit höre ich ein Wort aus der gestrigen Lesung: „Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen.“ Starke Worte auch uns zugesprochen. Wir sind Gott nicht egal, er wirft uns einen Anker zu, an dem wir uns für heute festhalten können.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Diesen Konvent mit seinen Schwestern würde ich gerne besuchen. Wie fröhlich kann der Glaube in Cali, Kolumbien gelebt werden:

Name des Ordens: Comunicadoras Eucarísticas del Padre Celestial

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Lagebericht 1.4.2020

Gran Canaria

Pfarrer Msgr. Axel Werner

kathgemeinde.grancanaria@yahoo.com

+34 928 777 480 (Notruf: +34 608 001 663)

Lage am 1.4.2020

Gesamteinwohner ohne Touristen, aber mit Residenten ca. 900000

Jährlich ca. 1,2 Mio. deutschsprechende Touristen

Aktuelle Zahlen der Covid-19 Infizierten auf den Kanaren

Stand: 31.03.2020 20:00 Uhr

Total = 1.380 (+118); Verstorben = 57 (+2)

Teneriffa = 741 (+20); Gran Canaria = 365 Infizierte (+24); Lanzarote = 51 (+3); Fuerteventura = 32 (+1); La Palma = 62 (+10); La Gomera = 8; El Hierro = 3

In den Krankenhäusern aller Inseln werden zurzeit 483 (+106) Patienten behandelt, die an dem Covid-19 erkrankt sind.

Maßnahmen der Regierung: verschärfte Ausgangssperre mit verschärften Kontrollen ab 30.3.2020 (vermutlich bis zum 26.4.2020)

Einbruch des Tourismus durch verheerende Waldbrände im August 2019, Thomas Cook-Pleite im Oktober 2019 und Corona-Virus Maßnahmen an dem März 2020

Weitgehende Schließung der Hotels und Anlagen. Residenten können jedoch zurzeit bleiben oder auch wiedereinreisen. Bisher wurden zwei Sonderflüge durch das Deutsche Auswärtige Amt (Deutsches Konsulat) organisiert. Stark ausgedünnter Flugverkehr zu anderen Inseln, zum spanischen Festland und nach Deutschland. Flüge in die Schweiz und nach Österreich sind komplett ausgesetzt.

Aktivitäten der deutschsprechenden katholischen Gemeinde:

Zentrale Freiwilligenliste deutschsprechender Bewohner und Residenten vor 3 Wochen in unserer Gemeinde initiiert (zurzeit 28 Einschreibungen)

Hilfestellung in folgenden Situationen wurden bzw. werden durch Freiwillige geleistet:

Pflegehilfe im Krankenhaus für deutschsprechenden Patienten

Pflegehilfe für ambulanter Palliativbetreuung

Einkaufshilfe für verbliebene Senioren

Unterstützung des deutschen Konsulates bei Abfertigung der Sonderflüge des Auswärtigen Amtes

Übersetzungshilfen für Arztberichte /Veranlassung von Rettungsflügen

Hilfe bei Umbuchung von Flügen

Patientenermittlung in Krankenhäusern für anfragende Angehörige aus Europa

Neu: Anfertigung von Stoffmasken (Atemschutz für Mund und Nase)

Lebensmittelhilfe für deutschsprechende Nichtsesshafte: 

Lebensmittel von abreisenden Touristen

Einkäufe durch Residenten für Nichtsesshafte

Verstärkte Zusammenarbeit mit deutschsprechenden Radiosendern (Radio Primavera): 

Regelmäßige Interviews zur Situation der Gemeinde

Infos über geistliche Aktivitäten

Wort zum Sonntag

Planung von YouTube Gottesdiensten zu Ostern

Tägliche online Andacht mit Musikvideos („Lichtblick“) über WhatsApp, Mail, Gemeinde Website, sowie Livestream im Radio (lt. Radio ca. 450-500 tägliche Teilnehmer)

Tägliche Heilige Messe im Pfarrhaus unter Berücksichtigung der Hygienegesetze, Kommunionempfang am Sonntag unter Berücksichtigung der Hygienegesetze im Pfarrhof nach Einzelanmeldung

Hausbesuche für Senioren

Rufbereitschaft 24h/7Tage

Ständiger Kontakt mit dem Deutschen Konsulat

Bewertung: Die Lage ist ruhig. Die Touristen sind mehrheitlich abgereist, Residenten sind oft verblieben, weil sie das Infektionsrisiko der Reise und des Aufenthaltes in Deutschland als hoch einstufen. Die Infiziertenstatistik (inkl. Todesfälle) der Kanaren ist deutlich günstiger als auf dem Festland Spanien. Senioren sind oft vernetzt. Bewohner von Maspalomas sind mehrheitlich Senioren. Risikogruppen beweisen hohen Grad an Disziplin. Das Angebot der Hilfsbereitschaft ist zurzeit höher als der Hilfsbedarf.

Tagesandacht zum 2. April 2020 (19. Tag der Ausgangssperre)

Guten Morgen und willkommen zur Tagesandacht. Ein Ende der Virusinfektionen scheint nicht abzusehen, trotz kleiner optimistischer Signale. Heute laden wir die Gemeinschaft von Taizé ein, uns in Unser Gebet einzustimmen. Kyrie Eleison… Herr, erbarme Dich!

Als Kirche bleiben wir zusammen. Eine gute Idee für Deutschland. In Spanien dürfen wir für so etwas leider nicht aus dem Haus:

Als Sofortmaßnahme haben wir eine Wäscheleine um die Kirche gespannt. Daran habe ich verschiedene Angebote der Wortverkündigung gehängt: Segenskarten, Gebete, Fürbitten, ausformulierte Andachten… Da kann sich jede und jeder aussuchen, was sie oder ihn gerade anspricht. In einem zweiten Schritt haben wir in der Kirche eine Tafel und einen Kerzentisch aufgestellt. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die Menschen nicht nur etwas mitnehmen wollen, sondern oft auch gern etwas dalassen möchten, sei es ein Gebet, einen Segenswunsch oder längere Gedanken.

Gebet der Kirche:

Allmächtiger Gott,

erhöre unser Gebet und beschütze uns,

denn wir setzen unsere ganze Hoffnung auf dich.   

Hilf uns, in deiner Gnade zu leben,

damit wir Erben deiner Verheißung werden.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Gott schließt einen Bund mit den Menschen Er wird sie nie verlassen… und dieser Bund gilt bis heute. So lesen wir im Alten Testament im ersten Buch der Bibel (Genesis):

Lesung aus dem Buch Genesis

In jenen Tagen

1aerschien der Herr dem Abram.

3Abram fiel auf sein Gesicht nieder; Gott redete mit ihm und sprach:

4Das ist mein Bund mit dir: Du wirst Stammvater einer Menge von Völkern.

5Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham – Vater der Menge – wirst du heißen; denn zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt.

6Ich mache dich sehr fruchtbar und lasse Völker aus dir entstehen; Könige werden von dir abstammen.

7Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen, Generation um Generation, einen ewigen Bund: Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein.

8Dir und deinen Nachkommen gebe ich ganz Kanaan, das Land, in dem du als Fremder weilst, für immer zu Eigen, und ich will ihnen Gott sein.

9Und Gott sprach zu Abraham: Du aber halte meinen Bund, du und deine Nachkommen, Generation um Generation.

Nada te turbe, nada te espante….

Nichts soll Dich ängstigen, nichts soll dich schrecken…Gott allein genügt!

Der Gesang aus Taizé schenkt Vertrauen…

Wir beten für andere:

Allmächtiger Gott, Du bist uns Zuflucht und Stärke,

viele Generationen vor uns haben Dich als mächtig erfahren,

als Helfer in allen Nöten.

Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,

und stärke in uns den Glauben,

dass Du Dich um jede und jeden von uns sorgst.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Behüte Euch Gott… Der Segen aus Taizé…

Tagesandacht zum 1. April 2020 (18. Tag der Ausgangssperre)

Ein tolles Zeichen aus Köln…

Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat das Kölner Priesterseminar zur Verfügung gestellt, um die Versorgung von Obdachlosen zu sichern. Die Menschen auf der Straße, deren Leben wegen der Corona-Krise immer schwieriger wird, können dort duschen und ein warmes Essen erhalten. Dazu stehen Plätze an 20 Einzeltischen bereit, sodass die Mahlzeit mit dem erforderlichen Abstand zueinander eingenommen werden kann.

Das Essen liefert die Küche der Kantine im Generalvikariat. Unter den Helfern, die die Mahlzeiten ausgeben, sind Jugendliche des jugendpastoralen Zentrums „Crux“ in Köln sowie Theologiestudenten aus Köln, Bonn und Sankt Augustin. Für die Einhaltung der derzeit geltenden Hygienevorgaben am Eingang sorgen die Malteser. Sie organisieren auch den Duschbetrieb samstags. Dann können Männer von 11 bis 13 Uhr und Frauen von 13 bis 14 Uhr duschen und ihre Kleidung wechseln. Kardinal Woelki rechnet damit, dass auf diese Weise 100 bis 150 Personen versorgt werden können. Das Priesterseminar steht zurzeit wegen Renovierungsarbeiten teilweise leer.

Hilfsorganisationen wie die Caritas berichten, dass die Situation für Obdachlose immer dramatischer wird. Wegen Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperre können sie in den derzeit kaum frequentierten Straßen viel weniger Passanten um Unterstützung bitten. Auch die Tafeln arbeiten mit Einschränkungen, um ihre Helfer zu schützen. Es fehlt am Grundlegendsten. „Viele der Menschen auf der Straße haben einfach nur noch Hunger und konnten sich seit Tagen nicht mehr waschen“, so Woelki. Für die Übernachtung der Obdachlosen stehen nach wie vor die üblichen Notschlafstellen offen.

Kardinal Woelki hatte bereits bei der Aussetzung der Gottesdienste dazu aufgerufen, das caritative Engagement zu verstärken. „Unsere Gemeinden sind nicht nur Gottesdienstgemeinden, sondern immer auch Caritasgemeinden und jeder getaufte Christ ist nicht nur zum Gottesdienst und zum Glaubensbekenntnis aufgefordert, sondern immer auch zur Caritas“ so Woelki; die Caritas oder Diakonie dürfe man niemals aussetzen. 

Hier in Gran Canaria sammeln wir auch in unserer deutschsprachigen Gemeinde Lebensmittel für unsere Nichtsesshaften! Bitte melden!

Gott sucht immer Helferinnen und Helfer. Lassen wir uns senden? Sind wir bereit? Singen wir auch: „Here i am Lord…“?

Gebet aus dem Alten Testament (Prophet Jesaja):

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, dir vertraue ich.

Lass mich nicht scheitern, lass meine Feinde nicht triumphieren!

Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden.

Gebet
Herr, unser Gott, wir bringen Dir diese Zeit der Ungewissheit und Angst, der Fragen und Sorgen, der Hilflosigkeit und Einsamkeit. Nichts scheint normal und alltäglich zu sein. Komm Du in unser Leben und bleibe bei uns. Zeige uns, wie wir hoffen und glauben können, dass Deine Gegenwart Trost und Freude schenkt, dass wir mit Dir zusammen alles schaffen und ertragen können. Lass uns auch mit Menschen in Kontakt treten, die diese Hoffnung und diesen Glauben ausstrahlen und uns dadurch ermutigen.

Gott, die Hoffnung des Volkes Israel in der Krise (Text aus den Psalmen):
R Richte uns wieder auf, o Gott, lass dein Angesicht leuchten, dann sind wir gerettet.  Du Hirte Israels, höre! Der du auf den Kerubim thronst, erscheine! Biete deine gewaltige Macht auf, und komm uns zu Hilfe!  Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! Blick vom Himmel herab, und sieh auf uns! Sorge für diesen Weinstock und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.  Deine Hand schütze den Mann zu deiner Rechten, den Menschensohn, den du für dich groß und stark gemacht. Erhalt uns am Leben! Dann wollen wir deinen Namen anrufen und nicht von dir weichen.  






Wir beten für andere:
Heute möchten wir besonders für die vielen Väter, Mütter, Großväter und Großmütter, Lehrerinnen und Lehrer beten, die unseren Kindern mit kleinen und alltäglichen Gesten zeigen, wie sie einer Krise begegnen und sie durchstehen können, indem sie ihre Gewohnheiten anpassen, den Blick aufrichten und zum Gebet anregen.

Vater Unser auf Spanisch gesungen: 

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Und zum heutigen Abschied…. Wolfgang Amadeus Mozarts

„Laudate Dominum”

Tagesandacht zum 31. März 2020 (17. Tag der Ausgangssperre)

Heute habe ich einen besonderen Künstler eingespielt, der helfen soll, uns auf die Andacht einzustimmen. Heute ist es Louis Amstrong mit dem weltberühmten Gospel „Go down Moses…“ Befreie Dein Volk aus der Knechtschaft! Ich hoffe, es meldet sich keiner aus der Gruppe ab!

Ich weiß nicht so recht…aber beten und vertrauen ist ja immer gut!

Segen per Luftprozession

Der weißrussische Metropolit Pawel von Minsk hat von einem Hubschrauber aus mit einer Muttergottes-Ikone die Hauptstadt gesegnet und mit Weihwasser besprengt. Die „Luftprozession“ solle helfen, „damit der Allmächtige unser Land und das fromme weißrussische Volk vor der verhängnisvollen Epidemie schützt“, so der orthodoxe Kirchenführer.

In der Slowakei überflog der Generalvikar des Bistums Nitra, Peter Brodek, in einem Kleinflugzeug das Land mit einer sonst im Wallfahrtsort Hronsky Benadik aufbewahrten Reliquie. Dabei segnete er „die gesamte Slowakei“ und insbesondere „die Kranken, Ärzte, Sanitäter, Soldaten und Polizisten, um die Coronavirus-Epidemie und alle damit verbundenen Schwierigkeiten abzuwenden“, wie es hieß. Bei der Reliquie handelt es sich um ein Stück angeblich vom Schweißtuch der Heiligen Veronika. Mit diesem Überbleibsel wurden seit Jahrhunderten in Zeiten besonderer Not wie Pestepidemien und Überschwemmungen Land und Leute gesegnet.

Gebet mit Worten der Bibel:

Hoffe auf den Herrn und sei stark!

Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn.

 Gebet der Kirche am heutigen Tag:

Gütiger Gott,

schenke uns Beharrlichkeit und Ausdauer

damit auch in unseren Tagen

viele Menschen zu dir finden

und deine Kirche dir immer eifriger dient. 

Darum bitten wir, durch Christus, unseren Herrn

Das Volk Israel verlässt sich mit den Worten des Psalms auf seinen Gott:

2        Herr, höre mein Gebet! I. oder III. Ton

          Mein Schreien dringe zu dir.

       Verbirg dein Antlitz nicht vor mir!

          Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu!

          Wenn ich dich anrufe, erhöre mich bald! – (R)

16      Die Völker werden fürchten den Namen des Herrn

          und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.

17      Denn der Herr baut Zion wieder auf

          und erscheint in all seiner Herrlichkeit. – (R)

18      Er wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu,

          ihre Bitten verschmäht er nicht.

19      Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht,

          damit das Volk, das noch erschaffen wird, den Herrn lobpreise. – (R)

20      Der Herr schaut herab aus heiliger Höhe,

          vom Himmel blickt er auf die Erde nieder;

21      er will auf das Seufzen der Gefangenen hören

          und alle befreien, die dem Tod geweiht sind. – R

Beten wir mit dem Heiligen Nikolaus von der Flüe:

Mein Herr und mein Gott,

nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir!

Mein Herr und mein Gott,

gib alles mir, was mich fördert zu Dir!

Mein Herr und mein Gott,

nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir!

Heiliger Niklaus von Flüe

Mit interessanter Biographie:https://www.heiligenlexikon.de/BiographienN/Nikolaus_von_Fluee.htm

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Und zum Abschluss noch einmal Louis Amstrong mit seinem Lobpreis auf die doch noch so wundervolle Welt, trotz Schmerz und Krankheit…

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Tagesandacht zum 30. März 2020 (16. Tag der Ausgangssperre)

Tagesandacht zum 30. März 2020 (16. Tag der Ausgangssperre)

„Baustopp“

Das Corona-Virus legt die Baustellen der Kirche still – im Großen wie im Kleinen. Eine Gelegenheit, sich noch einmal an die Blaupausen zu setzen. Wie das Baugelände vor jenen geschützt wird, die persönlichen Profit aus der Krise schlagen wollen.

Es ist noch kein Jahr her, da waren die Zeitungen und Bildschirme voll von Bildern einer brennenden Kathedrale. Notre-Dame in Paris stand in Flammen und wurde für manchen zum traurigen Symbol der ganzen Kirche. Eine Institution in kritischem Zustand und mit ungewisser Zukunft, die schnelle Hilfe braucht. Heute beherrscht das Corona-Virus die Schlagzeilen, Notre-Dame scheint vergessen. Aber vielleicht kann die Kathedrale auch weiterhin ein Zeichen für größere Entwicklungen sein. Denn wie die Kirche im Ganzen unter der Pandemie leidet, wenn Gottesdienste ausfallen, ist auch Notre-Dame sehr direkt von der Krise betroffen. Die Bauarbeiten sind zum Erliegen gekommen, zu groß ist die Gefahr, sich mit dem Virus anzustecken. Die einst so stolze Kathedrale bleibt auf absehbare Zeit eine Baustelle.

Der Baustopp kommt höchst ungelegen. Wie die „Badische Zeitung“ berichtet, sollte gerade das Metallgerüst auf dem Dach der Kathedrale demontiert werden. Die tonnenschwere Konstruktion lastet weiterhin auf dem Gewölbe und könnte noch immer alles zum Einsturz bringen. Dabei ist es noch nicht so lange her, dass Hunderte, oft selbst ernannte, Fachleute ganz genau wussten, wie Notre-Dame zu retten ist – und wie sie in Zukunft aussehen soll. Ihre Vorschläge klangen auch wieder verdächtig nach dem Richtungsstreit der Kirche im Großen. Während die einen keinen Stein auf dem anderen lassen und die alte Kathedrale mit immer ausgefalleneren Entwürfen ins 21. Jahrhundert bringen wollten, wünschten sich andere, Notre-Dame würde wieder exakt so aufgebaut wie sie jahrhundertelang gestanden hatte.

Jetzt macht Corona beiden Parteien einen Strich durch die Rechnung. Auch in der deutschen Kirche müssen viele Baustellen wohl erst mal ruhen. „Maria 2.0“-Demos und Gegendemos scheitern an der Ausgangsbeschränkung. Und ob die Versammlungen des „synodalen Wegs“ mit ihren Hunderten Teilnehmern auch als Video-Konferenz funktionieren, darf bezweifelt werden. Während die aufgeworfenen Fragen noch immer schwer auf der Kirche lasten, zwingt das Virus zu einer Verschnaufpause. Nicht alle allerdings – es gibt auch immer solche, die Krisen für sich nutzen wollen. Im Fall von Notre-Dame sind das Diebe, die Steine aus der Ruine stehlen. Die weltweite Kirche trägt andere Schäden davon, etwa wenn das Corona-Virus als Strafe Gottes gedeutet wird, wie es zuletzt der Churer Weihbischof Marian Eleganti versuchte. Oder wenn Bischöfe sich öffentlich erklären, ihr Kirchenvolk während einer Epidemie-Warnung huldvoll von der Sonntagspflicht zu entbinden. 

Das Baugelände in Paris wird jetzt rund um die Uhr überwacht. Genauso wichtig ist es aber, die innerkirchlichen Baustellen im Gedächtnis zu behalten. Damit ein starkes Fundament stehen bleibt, bis die Gefahr vorbei ist und der Bau weitergehen kann. (Christ in der Gegenwart 29.3.2020)

Ich hätte nie gedacht, einmal Michael Jackson in meine Andacht einzuladen. Jetzt ist es aber soweit…

Zur Einstimmung…

Gebet des Tages:

Wache Du, Herr, mit denen,

die wachen oder weinen in dieser Nacht.

Hüte Deine Kranken, lass Deine Müden ruhen.

Segne Deine Sterbenden. Tröste Deine Leidenden.

Erbarme Dich Deiner Betrübten

und sei mit Deinen Fröhlichen.

Heiliger Augustinus von Hippo

Interessante Biographie:https://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Augustinus.html

Worte der Psalmen (Psalm 23 des Alten Testamentes) 

als Gebet des Volkes Israel in all seiner Not:

          R Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,
          ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir. – R

          Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.

       Er lässt mich lagern auf grünen Auen

          und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

3        Er stillt mein Verlangen;

          er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. – (R)

4        Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,

          ich fürchte kein Unheil;

          denn du bist bei mir,

          dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. – (R)

5        Du deckst mir den Tisch

          vor den Augen meiner Feinde.

          Du salbst mein Haupt mit Öl,

          du füllst mir reichlich den Becher. – (R)

6        Lauter Güte und Huld

          werden mir folgen mein Leben lang,

          und im Haus des Herrn

          darf ich wohnen für lange Zeit. – R

Beten für andere:

Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,

für alle, die Angst haben vor einer Infektion,

für alle, die sich nicht frei bewegen können,

für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,

für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmittel suchen,

dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Zum Abschluss ein Salut als Zeichen der Solidarität an unsere italienischen Freunde:

Tagesandacht zum 29. März 2020 (15. Tag der Ausgangssperre) 5. Sonntag der Fastenzeit

Guten Morgen aus Playa del Ingles. Heute ist Sonntag und immer noch nicht können wir die Auferstehung in unseren Kirchen feiern. Darum hören wir heute nur einige Stücke aus einer der beliebtesten Messen…

Zur Einstimmung….

Unten genannte Praxis können wir, auf Wunsch, gerne in Gran Canaria einführen:

Kommunion zum Mitnehmen

Für viele Christen ist es schmerzhaft, dass sie wegen Corona ausgerechnet zum christlichen Hochfest der Auferstehung Christi auf die Feier der Eucharistie und die Kommunion verzichten müssen. Gibt es eine Alternative? Der Innsbrucker Theologe Jozef Niewiadomski schlägt vor, sich an der „Tradition der Kommunion für und mit den Kranken“ zu orientieren. Familienmitglieder könnten die Gaben der Eucharistie für die Angehörigen in der Kirche abholen und die Kommunion im kleinen Kreis zuhause empfangen in einer kleinen Feier mit Gebet und Liedern. Hauskirche also, wie es in der Frühzeit des Christentums üblich war. Die jetzige Situation sei auch eine Chance, über „neue Modelle kirchlich-sakramentaler Präsenz“ nachzudenken. Gottesdienstübertragungen im Fernsehen oder Internet sind für den Theologen auf Dauer keine Lösung, weil sie kein Ersatz für die körperliche Anwesenheit der Gläubigen beim eucharistischen Mahl seien: „Die Dimension der Sakramentalität verlangt das Essen des eucharistischen Brotes.“

Auch anderswo werden Alternativen erprobt. Der Bonner Stadtdechant Wolfgang Picken bietet zum Beispiel an, dass Gläubige als Einzelne vor dem Altar die Kommunion empfangen können, mit dem notwendigen Sicherheitsabstand zu anderen Gläubigen. Zu dem Schritt habe man sich entschieden, weil Gemeindemitglieder eine „seelische Notlage“ empfinden, wenn sie länger auf die Kommunion verzichten müssten. „Die Besucher waren tief bewegt, zum Teil standen ihnen die Tränen in den Augen.“ Auch für die Seelsorger waren es „sehr bewegende Momente“. (CHRIST IN DER GEGENWART  vom 29.3.2020)

Gebet der Kirche:

Herr, unser Gott,

dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt

dem Tod überliefert.

Lass uns in seiner Liebe bleiben

und mit deiner Gnade aus ihr leben.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Erklärung zum Text des Evangeliums vom 5. Fastensonntag:

Die Auferweckung des Lazarus ist das letzte und größte der sieben „Zeichen“ Jesu, die das Johannesevangelium berichtet. An die Auferstehung der Toten glauben auch die Pharisäer: aber für sie und auch für Marta ist das eine Hoffnung für das Ende der Zeit. Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Jetzt schon gibt es Auferstehung und ewiges Leben für den, der glaubt. So wird auch dieses Wunder Jesu zur Krise und zum Gericht. Für die führenden Juden ist es der Anlass, den Tod Jesu zu beschließen (Joh 11,53); Marta spricht das Glaubensbekenntnis der Kirche aus:: „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll“ (11,27).

Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit

3sandten die Schwestern des Lazarus Jesus die Nachricht: Herr, dein Freund ist krank.

4Als Jesus das hörte, sagte er: Diese Krankheit wird nicht zum Tod führen, sondern dient der Verherrlichung Gottes: Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden.

5Denn Jesus liebte Marta, ihre Schwester und Lazarus.

6Als er hörte, dass Lazarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt.

7Danach sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa gehen.

17Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen.

20Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus.

21Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.

22Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.

23Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.

24Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag.

25Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,

26und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?

27Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

33bJesus war im Innersten erregt und erschüttert.

34Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh!

35Da weinte Jesus.

36Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte!

37Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb?

38Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt, und er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war.

39Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, entgegnete ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag.

40Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?

41Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.

42Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herumsteht, habe ich es gesagt; denn sie sollen glauben, dass du mich gesandt hast.

43Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!

44Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden, und lasst ihn weggehen!

45Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.

Am Sonntag beten oder singen wir das Glaubensbekenntnis (Credo). Die Mädchen und Jungen der Heilig Geist Band hätte ich gerne mal in meiner Kirche in Gran Canaria…

Wir beten:

Jesus, Du mein Herr und mein Gott,

im Allerheiligsten Sakrament des Altares

schenkst Du uns Deine Gegenwart.

Aus ganzen Herzen danke ich Dir dafür.

Aus ganzem Herzen bete ich Dich an und schenke mich Dir hin.

In der Heiligen Eucharistie führst

Du Dein Volk zusammen und

einst es auf seiner irdischen Pilgerschaft.

Unsere Sehnsucht nach Deiner

Gegenwart im eucharistischen Brot,

dem Brot für unser Leben und das Leben der Welt,

kann heute nicht gestillt werden.

Doch unsere Sehnsucht nach Dir

und nach Gemeinschaft

mit unseren Schwestern und Brüdern

kannst Du in geistiger Weise erfüllen.

Stille unser Verlangen

und vereine unseren Durst nach Dir

in Deinem Schrei am Kreuz:

Mich dürstet.

Darum bitten wir Dich, unseren Herrn und Gott,

der Du in der Einheit mit dem Vater und dem Heiligen Geist

lebst und herrschst in alle Ewigkeit. Amen.

Erzbischof Rainer Kardinal Woelki

Das Gebet des Herrn auf Swahili (Kenia, Tansania, etc.). (Die Musik erinnert an das Musical „König der Löwen“). Beten wir mit unseren Geschwistern in Afrika.

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Beenden wir unsere Sonntagsandacht mit dem Lobpreis an Gott:

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Wer die Heilige Kommunion im Laufe des Sonntags gerne empfangen möchte, melde sich bitte bei mir unter 928 777 480. In der Nähe ist der Supermarkt „Sandia“.

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Tagesandacht zum 28. März 2020 (14. Tag der Ausgangssperre)

Guten Morgen zusammen, wir verabschieden uns langsam von der 2. Woche der Ausgangssperre in Spanien und beginnen die 3. Woche voller Zuversicht und Dankbarkeit, weil wir viele Dinge neu schätzen lernen.

Diesen Song haben wir früher in der Grundschule immer im Reli-Unterricht gesungen…😅 ach, das waren noch Zeiten, aber immer noch aktuell… danken!

Das kann ja noch heiter werden…Wer Ohren hat zu hören…

In Teilen Thailands kommt es durch die Verbreitung des Corona-Virus regelmäßig zu Straßenschlachten. Nicht zwischen Menschen allerdings, sondern zwischen verfeindeten Rudeln von Makaken-Äffchen. Die „Badische Zeitung“ berichtet von einem regelrechten „Affenkrieg“ in der Stadt Lopburi. Hunderte von Tieren jagen sich durch die Straßen der Touristenmetropole und fallen in Gruppen übereinander her. Die Konfliktlinie verläuft hauptsächlich zwischen den „Tempelaffen“, die das Gelände eines der lokalen Gotteshäuser bewohnen, und den „Stadtaffen“, die besonders das Zentrum von Lopburi besiedelt haben. Viele Einheimische lässt das plötzliche Schlachtgetümmel vor ihrer Haustür ratlos zurück. Immerhin gehören Makaken seit Jahrhunderten zum Stadtbild und galten bisher als ausgesprochen friedlich.

Für den Göttinger Primatenforscher Dietmar Zinner könnte die gesteigerte Aggressivität der Tiere eine indirekte Folge des Corona-Virus sein. Flugausfälle und Reiseverbote haben dazu geführt, dass inzwischen kaum noch Touristen in die Stadt kommen, die die possierlichen Äffchen bisher regelmäßig gefüttert haben. Durch den unerwarteten Nahrungsmittelengpass könnten Streitereien der Affenrudel eskaliert sein. Bisher sind noch keine Einheimischen zwischen die Fronten geraten. Wenn die Tiere weiterhin hungern müssen, könnten sie aber auch Menschen angreifen. Und das kann gefährlich werden – Makaken sehen zwar niedlich aus, haben aber scharfe Fingernägel und spitze Zähne. „So einen Affen möchten Sie nicht zum Feind haben“, warnt Zinner. Ob sich der Konflikt legt, sobald wieder genug Futter bereitgestellt wird, bleibt abzuwarten.

Der Wissenschaftler betont, dass sich das Verhalten der Affen so gut erklären und vorhersagen lässt, weil sie sich grundsätzlich nicht sehr von uns unterscheiden. Auch Makaken leben in ihren Familien und Rudeln in komplexen Sozialsystemen. Wie Menschen kennen sie Panik, Hass und Eifersucht und werden schnell sauer, wenn sie das Gefühl haben, zu kurz zu kommen. Nun sind Menschen keine Affen. Aber die thailändischen Makaken können uns eine deutliche Warnung sein, was passiert, wenn wir in – realen oder eingebildeten – Gefahrensituationen nur auf unsere Instinkte hören und den Verstand ausschalten. Und dass es keine Gewinner geben kann, wenn jeder nur für sich kämpft. Egal, ob es um Futtervorräte geht oder um die letzte Rolle Toilettenpapier im Supermarkt. (CHRIST IN DER GEGENWART).

Gebet mit Worten des Alten Testamentes:

Mich umfingen die Fesseln des Todes.

Die Bande der Unterwelt umstrickten mich.

In meiner Not rief ich zum Herrn.

Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen.

Gebet der Kirche:

Barmherziger Gott,

lenke du selbst unsere Herzen zu dir hin;

denn ohne deine Hilfe können wir nicht bestehen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Worte des Neuen Testamentes als Leitlinie zur Solidarität:

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Hütet euch,
eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun,
um von ihnen gesehen zu werden;
sonst habt ihr keinen Lohn
von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
Wenn du Almosen gibst,
posaune es nicht vor dir her,
wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun,
um von den Leuten gelobt zu werden!
Amen, ich sage euch:
Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Wenn du Almosen gibst,
soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut,
damit dein Almosen im Verborgenen bleibt;
und dein Vater, der auch das Verborgene sieht,
wird es dir vergelten.

Wir beten für uns:

Zeige uns Wege auf, soziale Spannungen abzubauen und zu einem gerechten Ausgleich zu kommen.

Bewahre die Welt vor Hungersnot und Seuchen.

Ermuntere uns, mit den Armen zu teilen.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute 

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen!

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns in diesen Tagen der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Auch inzwischen ein geistliches Evergreen geworden…

Heute zum Abschied von der 2. Woche der Ausgangssperre…

Bleiben Sie (Bleibt) gesund und geduldig!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Heute Abend die Umstellung auf

Sommerzeit nicht vergessen!