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Tagesandacht zum 11.6.2020 (89. Tag des Alarmzustandes in Spanien)

Fronleichnam 

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Fronleichnam ist einer der wichtigsten katholischen Feiertage im Jahr. Er wird alljährlich am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag, dem Sonntag nach Pfingsten gefeiert. Abhängig von den Osterfeiertagen, fällt er zwischen den 21. Mai und den 24. Juni. Das Fest hat wohl den merkwürdigsten Namen aller kirchlichen Festtage.

Woher kommt der Name?

Das Wort stammt aus dem Mittelhochdeutschen. Es setzt sich zusammen aus vron (Herr) und lichnam (Leib) Leib des Herrn, Im Gegensatz zur modernen Bedeutung entspricht Lichnam nicht dem toten, sondern ganz im Gegenteil, dem lebenden Leib. So bedeutet Fronleichnam so viel wie Fest des Leibes Christi (lateinisch: festum corporis Christi, corpus domini).

Was wird gefeiert?

An diesem Tag wird das Hochfest des Leibes und Blutes Christi gefeiert. Es hängt eng mit dem letzten Abendmahl zusammen, bei dem Jesus seinen Jüngern, nach der katholischen Glaubenslehre, den lebendigen Leib des Herren (so auch die Übersetzung des Wortes „Fronleichnam“) in Form des Brotes (Hostie) und des Weines übergeben hat. Das Brot symbolisierte den Leib, der Wein das Blut. Die Katholiken erinnern also an Fronleichnam an die Anwesenheit Jesu in Gestalt von Brot und Wein bei jeder Messe.

Wie entstand der Feiertag?

Die Augustinernonne Juliana von Lüttich sah im Jahr 1209 mehrmals eine Vision: ihr erschien eine Mondscheibe mit einem schwarzen Fleck. Christus soll ihr offenbart haben, dass der Mond das Kirchenjahr symbolisierte und der Fleck ein fehlendes Fest zu Ehren des Altarsakraments. 1246 wurde das Fest im Bistum Lüttich eingeführt.

Papst Urban IV erklärte im Jahr 1264 Fronleichnam zum allgemeinen kirchlichen Fest und 1317 wurde das Fest unter Papst Johannes XXII (1316 1334) endgültig weltweit angeordnet.

Früher entstanden im Zusammenhang mit diesem Fest auch Fronleichnamsspiele und noch heute gibt es in katholischen Gegenden Fronleichnamsprozessionen.

Heute ist Fronleichnam nicht mehr überall Feiertag. In Österreich ist der Tag noch für alle frei, in der Schweiz und in Deutschland ist die Regelung regional verschieden. In Deutschland ist Fronleichnam ein Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. In Sachsen nur in einigen, bestimmten Gemeinden im Landkreis Bautzen und im Westlausitzkreis und in Thüringen nur in Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung.

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Holy, Holy, Holy – Mormon Tabernacle Choir

Christus ist das große Ja Gottes zum Menschen. Seine Liebe geht so weit, dass er sich buchstäblich zur Nahrung für uns macht. Wir empfangen ein Stück Brot und mit ihm nehmen wir das Leben in uns auf, das kein Ende kennt: „Geheimnis des Glaubens“.

Wir beten mit der ganzen Kirche:

Herr Jesus Christus, im wunderbaren Sakrament des Altareshast du uns das Gedächtnis deines Leidensund deiner Auferstehung hinterlassen.Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnissedeines Leibes und Blutes so zu verehren,dass uns die Frucht der Erlösung zuteilwird.Der du in der Einheit des Heiligen Geistesmit Gott dem Vater lebst und herrschst in alle Ewigkeit.

Tantum Ergo Sacramentum

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Damit wir die Worte des Heiligen Paulus richtig verstehen, lesen wir:

Durch die gemeinsame Teilhabe am Leib Christi und am Blut Christi werden die Vielen zum einen Leib Christi. Das ist nicht nur ein Bild, sondern eine Wirklichkeit, aus der ich auch Folgerungen ziehen muss. Wer den Leib Christi „nicht unterscheidet“, wer die Gemeinde und jedes ihrer Glieder nicht als den Leib Christi ehrt, der ist in der Gefahr, sich das Gericht zuzuziehen

Lesung
aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth.

Schwestern und Brüder!
16Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen,
nicht Teilhabe am Blut Christi?
Ist das Brot, das wir brechen,
nicht Teilhabe am Leib Christi?
Ein Brot ist es.
Darum sind wir viele ein Leib;
denn wir alle haben teil an dem einen Brot

When you believe

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist.
Wer dieses Brot isst, wird in Ewigkeit leben.

Jesus verlangt nicht nur Glauben an seine Person, sondern auch wirkliches Essen des Brotes, das er selber ist. Wie soll man das verstehen? Jesus selbst wendet sich gegen ein „fleischliches“ Verständnis: der Geist ist es, der lebendig macht. Beim Letzten Abendmahl werden die Jünger die Tragweite der Worte Jesu besser verstehen. Und nach dem Weggang Jesu werden sie das „Mahl des Herrn“ feiern, dass die Vielen, die das eine Brot empfangen, zu dem einen Leib Christi macht.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:
Ich bin das lebendige Brot,
das vom Himmel herabgekommen ist.
Wer von diesem Brot isst,
wird in Ewigkeit leben.
Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch
für das Leben der Welt.
Da stritten sich die Juden
und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch:
Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst
und sein Blut nicht trinkt,
habt ihr das Leben nicht in euch.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,
hat das ewige Leben
und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.
Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise
und mein Blut ist wahrhaft ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,
der bleibt in mir
und ich bleibe in ihm.

Wie mich der lebendige Vater gesandt hat
und wie ich durch den Vater lebe,
so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.
Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben,
sie sind gestorben.
Wer aber dieses Brot isst,
wird leben in Ewigkeit.

Das Geheimnis der Eucharistie

Im Katechismus der Katholischen Kirche heißt es:

Jesus Christus ist in der Eucharistie auf einzigartige und unvergleichliche Weise gegenwärtig: wirklich, tatsächlich und substanziell, mit seinem Leib und seinem Blut, mit seiner Seele und seiner Gottheit. In der Eucharistie ist also der ganze Christus, Gott und Mensch, auf sakramentale Weise gegenwärtig, das heißt unter den eucharistischen Gestalten von Brot und Wein.

Schon von Anfang an ist dieses Geheimnis der Eucharistie aber auch zum Stein des Anstoßes geworden. Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben, murrt die Menge nach einer Rede Jesu. Auch heute ist vielen Menschen unverständlich, was Eucharistie eigentlich bedeutet und es ist schwer, dieses Geheimnis in wenigen Sätzen angemessen zu erklären.
Die Eucharistie ist die Vergegenwärtigung dessen, was Christus für unser Heil getan hat. Am Abend vor seinem Leiden feierte er mit seinen Jüngern sein letztes Mahl und zeigt ihnen, was sie in Zukunft zu seinem Gedächtnis tun sollen. Am Karfreitag geschieht dann, was Jesus seinen Jüngern angekündigt hat: Seinen Leib und sein Blut gibt er am Kreuz hin für das Leben der Welt. Nur in Christus sind Leben und Heil. Wir brauchen uns das Heil nicht selbst durch irgendwelche Utopien aufzubauen, die doch schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt sind. Nur weil Christus sich für uns hingegeben hat, ist für uns das Heil möglich. Christus hat sich ganz den Menschen ausgeliefert, in seiner grenzenlosen Liebe ist er für uns ans Kreuz gegangen. Doch er hat den Tod besiegt und ist nun als der Auferstandene mitten unter uns, daher ist das Kreuz nicht das Ende, sondern der Anfang neuen Lebens.
Christus will, dass wir diese seine Heilstat immer wieder neu vergegenwärtigen, er schenkt sich uns immer wieder neu, damit wir in ihm leben können. In jeder Eucharistiefeier wird Christus in Brot und Wein gegenwärtig. Welches Volk hätte Götter, die ihm so nah sind, wie unser Gott, sagen schon voll Freude die Israeliten im Alten Testament. Und für uns gilt diese Freude umso mehr. In welcher Religion gibt es einen Gott, der sich ganz in die Hände der Menschen gibt, der sich ganz ausliefert, der von Liebe zu den Menschen brennt?
Indem wir gläubig den Leib Christi essen, werden wir in seinen Leib verwandelt. Es ist nicht wie beim Essen von irdischer Nahrung. Diese wird durch die Verdauung zu Nährstoffen des Körpers verarbeitet und von unserem Körper aufgenommen. Bei der himmlischen Nahrung geschieht das Gegenteil. Durch sie werden wir verwandelt in den Leib Christi. Indem wir als Gemeinde an seinem Leib teilhaben, verwandelt Christus uns in seinen Leib, jeder einzelne wird so zu einem Glied des Leibes Christi. Durch die Eucharistie wird die Gemeinde aufgebaut, die Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt christlichen Lebens.
Doch die Gegenwart Christi in Brot und Wein ist nicht beschränkt auf die Zeit, in der die Gemeinde versammelt ist, sondern besteht weiter fort. 

Dies ist der Grund für die eucharistische Frömmigkeit. Das einmal gewandelte Brot bleibt Leib Christi. Daher können wir ihn in der Monstranz anschauen und verehren. Christus will so auch zu den Zeiten, in denen keine Hl. Messe gefeiert wird, leibhaft unter uns gegenwärtig bleiben. Wir können so mit ihm näher vertraut werden, indem jeder einzelne in Stille zu ihm kommen kann und ihn ansehen kann. Es ist wie bei Liebenden. Sie möchten immer Zeit zusammen verbringen und sich in ihrem Zusammensein nicht auf wenige Stunden im Jahr beschränken. So lädt Christus uns ein, immer wieder zu ihm zu kommen. Er blickt in Liebe auf uns und wir können ihn ansehen und ihn so immer besser kennenlernen. Diesen liebenden Blick Christi tragen wir an Fronleichnam durch unsere Straßen. Nicht, dass Christus sonst nicht sehen könnte, was in der Welt geschieht, er ist ja überall gegenwärtig. Aber doch ist diese leibhafte Gegenwart Christi doch noch einmal etwas ganz anderes als seine geistige.
Suchen wird daher oft seine Gegenwart auf, um uns von ihm verwandeln zu lassen. Leben wir als neue Menschen, wie wir sie durch die Taufe geworden sind. Lassen wir uns immer wieder erneuern durch die Feier und den Empfang der Eucharistie und durch die stille Anbetung vor dem Allerheiligsten.

Wenn das Brot, das wir teilen

An Sonn- und Feiertagen sprechen wir das Apostolische Glaubensbekenntnis mit allen Christen in der ganzen Welt.

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn. unsern Herrn.

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters:

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige katholische Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. Amen

Wir beten für andere:

Für alle Menschen, die hungern müssen.

Für alle, die Menschen helfen, ihren Hunger und Durst zu stellen.

Für alle, die hungrig sind nach Gerechtigkeit und Frieden, Liebe und Gemeinschaft.

Für alle, die ihr Talent und ihre Mühe, ihre Kraft und ihre Zeit für Ihren nächsten opfern.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns an diesem Fronleichnamstag, der dreieinige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich einen schönen Sonntag!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

Dieses Lied ist zur Hymne der katholischen Jugend in der ganzen Welt geworden:

JESUS CHRIST YOU ARE MY LIFE – JMJ RIO 2013 (WORLD YOUTH DAY BRAZIL)

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Guten Morgen aus Gran Canaria!

Heute wieder ein VideoZwischenruf als Wort zum Sonntag! Corona mildert sich ab, sodass wir auch über anderes sprechen können! Dieses Mal sende ich meine Gedanken zum Urteil des Verfassungsgerichts zum Thema „Erlaubnis kommerzieller Suizid-Beihilfe“. Ein Thema, das mit Ernsthaftigkeit und Respekt zu bedenken ist. Allen einen gesegneten Dreifaltigkeitssonntag! 

Tagesandacht zum 31.5.2020 (78. Tag des Alarmzustandes in Spanien)

Pfingsten

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Come Thou Fount of Every Blessing

Pfingsten war im Alten Bund ein Erntefest; für uns ist es das Fest des Heiligen Geistes, die Vollendung und Bestätigung von Ostern. Durch den Heiligen Geist wissen wir: Jesus lebt, er ist der Christus, der Herr. Das bezeugt die glaubende Gemeinde durch ihre Existenz und Lebenskraft, „jedem Einzelnen aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt“.

Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Halleluja.

Heute beten wir gemeinsam in der Kirche:

Allmächtiger, ewiger Gott, durch das Geheimnis des heutigen Tages
heiligst du deine Kirche
in allen Völkern und Nationen.
Erfülle die ganze Welt
mit den Gaben des Heiligen Geistes,
und was deine Liebe
am Anfang der Kirche gewirkt hat,
das wirke sie auch heute
in den Herzen aller, die an dich glauben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Damit wir die Lesung besser verstehen:

Die Weissagung des Propheten Joël und die Verheißung Jesu haben sich an Pfingsten erfüllt. Sie erfüllen sich auch während der ganzen Zeit der Kirche. Immer wird man die Kirche Christi daran erkennen, ob sie dem Wirken des Geistes Raum gibt und in allen Sprachen den Menschen die Botschaft Gottes zu bringen weiß. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen zu reden.

Lesung
aus der Apostelgeschichte.

Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war,
waren alle zusammen am selben Ort.
Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen,
wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt,
und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer,
die sich verteilten;
auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt
und begannen, in anderen Sprachen zu reden,
wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden,
fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
Als sich das Getöse erhob,
strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt;
denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
Sie waren fassungslos vor Staunen
und sagten:
Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
Parther, Meder und Elamíter,
Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien,
von Pontus und der Provinz Asien,
von Phrygien und Pamphylien,
von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyréne hin,
auch die Römer, die sich hier aufhalten,
Juden und Proselyten,
Kreter und Araber –
wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

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Halleluja. Halleluja.
Komm, Heiliger Geist,
erfülle die Herzen deiner Gläubigen
und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe!
Halleluja.

Ein beeindruckendes Lied als Bitte um das Kommen des Heiligen Geistes:

Komm herab, o Heiliger Geist : Wie ein Brausen des Himmels, komm  Pfingstsequenz

Damit wir das Evangelium besser verstehen:

Die Geistsendung gehört zum Ostergeschehen, sie wird deshalb im Johannesevangelium (anders als bei Lukas) als Ereignis des Auferstehungstages berichtet. Der Ostergruß des Auferstandenen heißt „Friede“. Der Geist selbst ist die große Gabe, die alle anderen einschließt. Er verbindet für immer die Jünger mit dem auferstandenen Herrn, er eint sie untereinander, und er schafft eine erneuerte Welt durch die Vergebung der Sünden.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

Am Abend des ersten Tages der Woche,
als die Jünger aus Furcht vor den Juden
bei verschlossenen Türen beisammen waren,
kam Jesus,
trat in ihre Mitte
und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten
zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.
Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.
Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch!
Wie mich der Vater gesandt hat,
so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte,
hauchte er sie an
und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
Denen ihr die Sünden erlasst,
denen sind sie erlassen;
denen ihr sie behaltet,
sind sie behalten.

Above All – Überragend

Gott, Heiliger Geist, wo du wirkst, kann vieles neu werden, wir bitten: 

Viele Menschen haben jeglichen Mut verloren, sie haben resigniert oder leiden an sich selbst. Für Sie bitten wir dich, Heiliger Geist: Erweise dich als Tröster und als Kraft zu neuem Mut.

Noch immer herrschen Gewalt, Terror und Krieg in vielen Ländern. Für die Menschen doch bitten wir dich, Heiliger Geist: Erweise dich als Anstifter zum Frieden.

Die christlichen Kirchen sind bis heute getrennt in verschiedene Konfessionen und in die unterschiedlichsten Gruppierungen. Für uns und alle Christen bitten wir dich, Heiliger Geist: Erweise dich als Antrieb zur Einheit.

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit. Amen

Gott, du sendest uns deinen Geist. Er ist für uns Tröster, ermutigender Beistand, und Brückenbauer. Ohne sein Wirken sind wir auf unserem eigenen Schwächen und Grenzen geworfen. Wir bitten dich, dass seine Kraft uns in eine hoffnungsvolle Zukunft geleite. 

Durch Christus, unseren Herrn.

Segnen heißt: Gutes zusagen!

„Es segne uns an diesem Pfingstfest, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“

Allen wünsche ich ein gesegnetes Pfingstfest und einen schönen Sonntag!

Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria

axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663

The Lord Bless You and Keep You (John Rutter) – Virtual Choir by Batavia Madrigal Singers

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Es wäre schön, wenn wir auch am letzten Tag des Monats Mai den Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen. 

Salve Regina: Ton simple

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Pünktlich zum Sonntag kommt der VideoZwischenruf!

Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. In der vergangenen Woche haben etwas über 600 Personen das Video gesehen! Das war eine schöne Überraschung! Morgen findet wieder unser Gottesdienst um 11.15 Uhr im Templo Ecumenico, Av Italia 22 statt. Alle sind herzlich willkommen!

Tagesandacht zum 21.5.2020 (68. Tag des Alarmzustandes in Spanien)

Christi Himmelfahrt

Hochfest

Christus ist in der Herrlichkeit Gottes, des Vaters. Er ist dort als der Menschgewordene und der Gekreuzigte, als unser Priester und Fürbitter. Er ist aber von der Erde nicht einfach weggegangen, sodass er nun abwesend wäre. Er hat seine Jünger nicht allein gelassen, er bleibt anwesend in seiner Kirche und durch sie in der Welt.

Ihr Männer von Galiläa,
was steht ihr da und schaut zum Himmel?
Der Herr wird wiederkommen, wie er jetzt aufgefahren ist“. Halleluja.

GL 319 Christ fuhr gen Himmel

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Gebet
„Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen“ (Joh 14,18) so hören wir Deine Worte im Evangelium.  Was für ein Versprechen, Herr! Viele von uns brauchen diese Worte heute mehr, denn zu anderen Zeiten. Sie fühlen sich auch inmitten unserer Gesellschaft einsam und allein gelassen. Stehe uns bei, wenn wir uns einsam und allein fühlen und zeige uns: wer glaubt, ist nie allein! Amen.


 Am Anfang des Matthäusevangeliums stand die Verheißung „Gott ist mit uns“ (Mt 1, 23); an seinem Ende steht die Versicherung Jesu, des Auferstandenen: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Mit göttlicher Vollmacht sendet Jesus seine Jünger in die Welt hinaus; sie sollen alle Menschen lehren und taufen. Man wird Jünger Jesu durch den Glauben und die Taufe; man bleibt es dadurch, dass man nach seiner Lehre und Weisung lebt (Mt 5–7). Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. In jener Zeit
gingen die elf Jünger nach Galiläa
auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.
Und als sie Jesus sahen,
fielen sie vor ihm nieder,
einige aber hatten Zweifel.
Da trat Jesus auf sie zu
und sagte zu ihnen:
Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde.
Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern;
tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes und lehrt sie,
alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.
Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
Einige Gedanken zur „Himmelfahrt“: WEGE UND WELTEN: Hochfahren
Immer noch ertappe ich mich im Erinnerungsmodus. Das 75er Jubiläum des Kriegsendes hat so viel eigene Geschichte aufgewirbelt: Angriffe und Zerstörung, Evakuierung und Flucht, Armut und Hunger – das alles kenne ich aus eigener Erfahrung. Besonders schlimm war für mich das Mobbing bei der Einschulung:  Die Bauernkinder hatten ihre schönen Schulranzen, und ich mit meinem Pappkarton wurde nur ausgelacht. Wir hätten kaum überlebt ohne die Hilfe guter Mitmenschen, die diese bösen Spiele der Ausgrenzung nicht mitmachten. Angesichts solcher Erfahrungen, die allen Heimatvertriebenen und Opfern eingebrannt sind, bin ich betroffen, wie derzeit Corona alles beherrscht. Praktisch kein Wort mehr von den Flüchtlingen, kein Wort mehr von den katastrophalen Lebensbedingungen auf Lesbos – außer der Angst, auch dort könne es Infektionen geben. Von den Lagern syrischer Flüchtlinge in Jordanien und anderswo ist kaum mehr die Rede. Natürlich darf nicht ein Elend gegen ein anderes aufgerechnet werden. Aber vielleicht gibt es doch einen dunklen Zusammenhang zwischen dem Vergessen der eigenen Rettungsgeschichten damals und der Solidarität mit den Flüchtlingsgeschichten von heute. 75 Jahre Kriegsende für uns sind ein Dreivierteljahrhundert Stellvertreterkriege woanders – inklusive weltweit massiver Aufrüstung heute. „Hochfahren“ ist derzeit ein beliebtes Signalwort: Bettenzahlen in den Kliniken werden hochgefahren, Betriebe fahren ihr Tempo und ihre Kapazitäten hoch, „die Wirtschaft“ überhaupt. Allseits ist eine Steigerungslogik im Gang; es soll mindestens wieder dahin kommen, wo es schon war, und möglichst noch gesteigert. Weiß Gott, man kann nur dankbar sein für solchen Aufwind. Aber was wäre, wenn wenigstens auch die Nachrichten über die Flüchtlingslager und ihre Ursachen hochgefahren würden? Wenn die gemeinsamen Anstrengungen zu Abhilfe auch in Sachen Aufrüstung, Kriegstreiben und Flüchtlinge gesteigert würden? Allzu stark bliebe sonst der Eindruck, dass doch ein kapitalistisches Grundgesetz alles bestimmte – nämlich der Erfolg nur fürs eigene Unternehmen, auch auf Kosten anderer. Hochfahren – wohin und mit welchem Interesse, mit welchen „Risiken und Nebenwirkungen“? Im Rhythmus des Christlichen steht jetzt das Fest „Christi Himmelfahrt“ vor der Tür. Im Bild vom „hochfahrenden“ Christus nahmen biblische Autoren zeitgenössische Erfolgs- und Siegesvorstellungen auf, um die Wucht des Osterglaubens zu unterstreichen: „hoch in den Himmel“, also zu göttlichen Ehren und himmlischen Freuden. Noch vierzig Tage nach dem österlichen Erdbeben waren für den Evangelisten Lukas die Bodenwellen der Auferstehung massiv spürbar, und erst am 50. Tag kommt es für ihn dann endgültig zum pfingstlichen Durchbruch. Die zeitliche Periodisierung des Geschehens dient der grundsätzlichen Gewichtung. Das ist die globale Inkraftsetzung der Lebensart Jesu: „Ich war fremd, und ihr habt mich akzeptiert – oder auch nicht“ (vgl. Mt 25,35) … „Hochgefahren bis in den Himmel“ wird die gelebte Gottes- und Nächstenliebe hier auf Erden schon. Der „hochfahrende“ Christus wird zum Wegbereiter und Vorreiter gelebter Solidarität, und nicht zuletzt die gilt es hochzufahren. (aus: CiG) Und nun eine kleine Erinnerung an Papst Johannes Paul II. (Heiliger Johannes Paul), der vor wenigen Tagen 100 Jahre alt geworden wäre. https://vimeo.com/314902624
Am Feiertag sprechen wir das Apostolische Glaubensbekenntnis mit allen Christen in der ganzen Welt.
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn. unsern Herrn. empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters: von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen

Hier lesen wir die praktische Umsetzung des Testamentes Jesu: Christus hat keine Hände, nur unsere Hände,
um seine Arbeit heute zu tun.
Er hat keine Füße, nur unsere Füße,
um Menschen auf seinen Weg zu führen.
Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen,
um den Menschen von ihm zu erzählen.
Wir sind die einzige Bibel, die die Öffentlichkeit noch liest.

Wir sind Gottes letzte Botschaft,
in Taten und Worten geschrieben. (Aus dem 14. Jh., Verfasser unbekannt)

Fürbitte
Guter Gott, wir bitten dich für alle Menschen, die trotz Lockerungen im alltäglichen Leben noch Einschränkungen spüren. Weil sie Angst haben, weil sie allein sind, weil sie krank sind oder überfordert sind. Zeige Ihnen, wie sehr sie von dir geliebt sind und niemals allein, sondern in deiner Barmherzigkeit geborgen sind.
Vater Unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld. Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich Und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen


Segnen heißt: Gutes zusagen!
„Es segne uns am Fest der Himmelfahrt Christi, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“
Allen wünsche ich weiterhin eine gesegnete Osterzeit bis zum Pfingstfest und einen schönen Sonntag für alle!
Ihr/Euer Pfarrer Axel Werner, Gran Canaria axwernerde@yahoo.de oder Mobil +34 608 001 663
Beethoven: Die Himmel rühmen (Wiltener Sängerknaben, Stecher) https://www.youtube.com/watch?v=Bic_Jsit0eo pastedGraphic_1.png
Es wäre schön, wenn wir alle im Monat Mai den täglichen Lichtblick mit dem Gebet des „Ave Maria“ beenden würden:
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.
AVE MARIA M Lorenc https://www.youtube.com/watch?v=Ueb3Dtpy5D8